Nach zwei Niederlagen aus den ersten zwei Spielen war die Mission für die zweite Garde der Aarauer vor dem heutigen Spiel gegen die virtuosen Freiämter aus Wohlen klar: die ersten Punkte mussten her! Damit man gegen die routinierte Truppe rund um ihren doppellizenzierten Reinach-Söldner Bouilloux aus der NLB bestehen konnte, brauchte es definitiv mehr als in den beiden ersten Partien. 100% waren gefordert – und zwar über die gesamten 60 Minuten.
Obwohl man gewillt war, die nötige Energie, den Drive und Elan aufs Feld zu bringen, begann das Ganze doch relativ träge. Beide Teams wussten sich zum Start in den Match mehr oder weniger zu neutralisieren. Ohne wirklich nennenswerte Aktionen waren die ersten 20 Minuten bald vorbei – entsprechend torlos. So weit, so gut. Man hatte weiterhin viel Zeit, um zu scoren und vor allem trat auch die zuletzt schwächelnde Defensive deutlich solider auf. Darauf liess sich aufbauen.
Auch zu Beginn des zweiten Drittels hielten sich mutige und kreative Aktionen in der Offensive allerdings in Grenzen, während die Partie der Spielhälfte entgegenplätscherte. Und doch nahm das Spiel nun endlich etwas an Fahrt auf. Dosenöffner war dann Aaraus „Peachy“, der die wohl beste Phase der Aarauer einläutete. Innerhalb von weniger als fünf Minuten fielen drei Treffer bis zum 3:0 für die Adler. Neben Gros erzielten Kohler und Brunschwiler diese so wichtigen Tore zur komfortablen Aarauer Führung. Dann aber etwas ärgerlich, dass Wohlen kurz vor der Drittelspause noch zum 1:3-Anschlusstreffer kam. Ein Treffer, der schöner kaum hätte sein können. Eine solide Flanke wurde im Slot per Volley verwertet. Chapeau, Fankhauser Kevin! Da hatte auch der bis anhin tadellos agierende Heimbächler im Tor der Aarauer für einmal das Nachsehen.
Der erste Gegentreffer war vielleicht gar nicht so schlecht für das Team Aarau. Es machte jedem einzelnen bewusst, dass es nochmals topsolide letzte 20 Minuten brauchte, wollte man die ersten Punkte nun ins Trockene bringen. Und so wie man sich das vorgenommen hatte in der Pause, spielte man das dann tatsächlich auch sehr souverän weiter. In der 52. Minute baute Kohler auf Assist von Balz die Führung wiederum auf drei Tore aus. Kurz darauf dann nochmals Spannung: Virtus Wohlen erhielt einen Penalty zugesprochen. Das Duell lautete Heimgärtner gg. Bouilloux. Und Heimi „Helmi“ im Tor der Aarauer gewann dieses Duell gegen den NLB-Akteur absolut souverän. Seine rechte Pranke verhinderte mit einem schnellen Reflex, dass die Wohlener nochmals rangekommen wären. Sonst eher mit spektakulären Helm-Saves bekannt, richtete es Heimberger dieses Mal quasi manuell. Kurz darauf machte Graf den Deckel drauf und erzielte das 5:1. Die Suppe war gelöffelt, der Tee geschlürft, der Mist geführt. Virtus Wohlen konnte nicht mehr reagieren.
Dann fast noch ein finales Highlight: 10 Sekunden vor Schluss lancierte Heimburger mit einem Laser-Auswurf Neeser, der die Kugel leider nur an die Latte knallte. Schade, und doch schallte es von den Rängen für den Aarauer Best Player frenetische „Noel-Nässer-Sprechchöre“. Eine tolle Geste der einheimischen Fans. Und damit schloss sich dann auch der Kreis an diesem hintenraus schönen Sonntag auf akustische Art und Weise. Denn bereits im Vorfeld des Spiels hatte sich im beschaulichen Langenthal im Umfeld der Halle eine klangvolle Freude ereignet. Einer der Aarauer Hobbyornithologen kam tatsächlich in den Genuss, den speziellen und seltenen Krähenruf aus nächster Nähe hören und beobachten zu können. Ein wahrer Glückspilz – so wie alle Aarauer, die mit verdienten 3 Punkten im Gepäck nach Hause reisten! We’re on the Board!!
Team Aarau II – Virtus Wohlen 5:1 (0:0, 3:1, 2:0)
Dreifachturnhalle Kreuzfeld, Langenthal. 39 Zuschauer:innen. SR Borner/Antoniadis.
Das detaillierte Matchtelegramm findet Ihr hier.
An dieser Stelle erscheinen nur Telegramme, wenn das Schlussresultat einem durchschnittlichen Fussballresultat gleicht.
Für das Team Aarau im Einsatz: Heimgartner (G), Balz, Brühlmeier J., Brunschwiler, Clémençon, Graf, Gros, Hertig, Hochuli (C), Kohler, Maurer A., Maurer M., Neeser, Stoltenberg, Studer D., Waser
Das Team wurde betreut durch: Balz, Clémençon





