Junioren U16 | Derby time

Mitten in den Schulferien hiess es «Derby time» für die U16. Mit dem Kantonsrivale Unihockey Aargau United stand ein weiterer Prüfstein auf dem Programm. Vom Testspiel Ende Juni wusste man, dass es kein leichtes Spiel gegen den Aufsteiger werden würde.

Wie es so ist mit Schulferienrunden, war die Kaderplanung für die Trainer keine einfache Aufgabe. Mit den Förderkaderspielern Hauser und Lehmann und einigen direkt vom Ferienort angereisten Spielern, konnte man doch mit 14 Feldspieler und deren 2 Torhüter antreten.

Das Pflaster, bzw. die Halle war allen noch bestens bekannt und in guter Erinnerung. Konnte doch in der Vorwoche am selben Ort ein knapper Sieg gegen Rychenberg gefeiert werden. Selber Ort, selbes Ziel, ein Sieg musste her im Derby!

Die ersten 5 Minuten des Spiels gehörten Aarau. Mit gepflegtem Aufbauspiel wurden einige Chancen kreiert, nur belohnen wollte sich die U16 dafür (noch) nicht. Zu oft waren die Abschlüsse zu ungenau oder man scheiterte am gut aufgelegten Schlussmann von UAU. So kam auch UAU nach und nach besser ins Spiel und zu gefährlichen Torabschlüssen. Je länger das Drittel dauert, je mehr Fehler schlichen sich im Aarauer Spiel ein. Zu viele ungenaue Pässe fanden die Empfänger nicht. Zu viele soeben eroberte Bälle wurden gleich wieder verschenkt. Dank des ebenfalls gut aufgelegten Schibli im Aarauer Tor war das Resultat nach dem 1. Drittel Torlos 0:0.

Nachdem es im ersten Abschnitt kurz vor Schluss noch eine Strafe für UAU abgesetzt hatte, konnte Aarau mit einem Powerplay in das 2. Drittel starten. Der Ball lief gut durch die Aarauer Reihen, nur der letzte Pass und der Abschluss wollten einfach nicht gelingen. So verstrich diese Überzahl ohne Zählbares. Entmutigen liess sich die U16 davon nicht. Weiterhin wurde durch viel Kampf und Einsatz dem Gegner aus UAU das Leben schwer gemacht. So waren es Drees und Schneider, die durch aggressives Nachsetzen den Ball erobern konnten und Schneider war es, der mit einem gekonnten Weitschuss den Score eröffnete.

UAU war aber keines falls geschockt. Sie wurden noch aufsässiger und warteten auf Fehler der Aarauer. Ein solcher Fehler im Aufbauspiel wurde wenig später eiskalt zum Ausgleich genützt. Jetzt hatte UAU Aufwind und sie setzen die Aarauer tief in der eigenen Hälfte und hinter dem eigenen Tor unter Druck. Um sich aus dieser Umklammerung zu lösen, forderten die Trainer besseres und schnelleres Pass- und Laufspiel. So wirklich gelingen wollte dies nicht. So war es wieder Schibli der mehrfach geprüft und gefordert wurde. Doch auch er konnte die zwischenzeitliche Führung durch UAU nicht verhindern. Der Druck vom Gegner liess jedoch nicht nach, im Gegenteil. Erst eine 2 Minuten Strafe gegen UAU verschaffte Aarau die Chance etwas zu verschnaufen und den Ausgleich anzustreben. Das Powerplay ist schnell erzählt, hatte es doch viele Parallelen zum ersten. Der letzte Pass und Abschluss wollten einfach nicht glücken. So verstrich auch diese Überzahl ungenutzt.

Das positive aus dieser nicht genutzten Überzahl, Aarau hatte plötzlich wieder etwas Oberwasser, so scheiterten unteranderem Puck in aussichtsreicher Position am Torhüter von UAU. Genau dieser Block rund um Puck war es dann auch, der sich seine nächste Chance erspielte. Als Drees seinen Lauf durch die Mitte anzog, kam der Ball etwas glücklich zu Hauser, der den Ball Backhand quer auf Lehmann auflegte, dieser liess sich nicht zweimal bitten und versenkte 30 Sekunden vor Ende des 2. Drittels, den Ball zum 2:2 Ausgleich im Tor. Somit ging ein Ereignis- und Torreiches Drittel zu Ende.

Wie schon gegen Rychenberg war klar, wollte man den Sieg mit nach Hause nehmen, mussten für den letzten Durchgang nochmals alle Kräfte mobilisiert werden. Die ersten 8 Minuten des letzten Abschnittes waren geprägt von Fehlern auf beiden Seiten. Wodurch sich auch immer wieder gefährliche Lücken auftaten. Doch keines der beiden Teams wollte oder konnte das Score im 3. Drittel eröffnen. So war es ein Energieanfall von Freiburghaus, der einen Laufweg ab der Mittellinie quer über das ganze Feld, erfolgreich abschliessen konnte. Für eine heisse und Kampfbetonte Schlussphase war damit gesorgt. UAU nahm sein Time Out und 2 Minuten vor Schluss auch den Torhüter vom Feld, um mit einem zusätzlichen Feldspieler nochmals druck aufzubauen. Um die Partie spannend zu halten, entschloss sich Aarau, dass verwaiste Tor trotz Chancen nicht zu treffen. (Aus jüngster Vergangenheit bei den Herren 2, kennen die beiden Trainer Balz und Ghafari nur zu gut, die furchteinflössende Wirkung, welches ein leeres Tor auf einen Spieler ausüben kann). So musste bis zur letzten Sekunde gekämpft und gezittert werden. 10 Sekunden vor Schluss setzte Haas seinen Gegenspieler unter Druck und Hächler konnte sich den Ball erobern. Dieser zog strauchelnd in Richtung Tor, wobei er sich den Ball etwas zu weit vorlegte, so dachte sich der mitgelaufene Haas, sicher ist sicher und stibitzte Hächler den Ball von der Schaufel und schob ins leere Tor ein.

Ein umkämpftes nicht immer schön anzusehendes Spiel ging zu Ende. Es waren einige gute Ansätze im Spielaufbau erkennbar bei den Aarauern. Auch der Kampf und Einsatz bis zur letzten Sekunde sowie das positive Auftreten der beiden Förderkaderspieler Hauser und Lehmann stimmte das Trainer-Trio durchwegs positiv. Verbesserungspotential besteht jedoch weiterhin nach Balleroberung und im Aufbauspiel muss unter Druck schneller und überlegter gespielt werden. Um diese Punkte zu verbessern hat die U16 nun gute 2 Wochen Zeit. Am 25. Oktober kommt es zum nächsten Derby gegen das zweitplatzierte Unihockey Fricktal.

 

Für das Team Aarau im Einsatz: Schibli (G), Bajt (G), Puck, Freiburghaus (1/0), Fellmann, Fries (0/1), Schneider (1/0), Steiner (C), Bertschi, Drees (0/1), Fuchs, Haas (1/0), Hächler (0/1), Victorin, Hauser (0/1), Lehmann (1/0)

Abwesend: Weber, Schärer, Schmidt, Gauderon, Neeser, Schiffer, Koch, Peter

Das Team wurde betreut durch: Ghafari, Balz, Thut