Ein Sieg, nicht mehr und nicht weniger

Aarau gewinnt in der best of five-Serie Spiel drei zuhause gegen Hornets Moosseedorf mit 6:1. Damit kann Aarau in der Serie mit 2:1 in Führung gehen und kommt der Überraschung, sich gegen den langjährigen Erstligisten aus Bern durchzusetzen, ein kleines Stück näher. In den spielentscheidenden Phasen waren die Adler hellwach, agierten extrem mannschaftsdienlich und waren auch etwas mehr vom Glück begünstigt als der Gegner.

Wie schon in den ersten beiden Partien startete Aarau konzentriert und konnte in der 6. Minute durch Dominic Stettler in Führung gehen, der damit seinen Auftrag, Unruhe vor des Gegners Tor zu stiften und die Abschlüsse zu nehmen, zeitnah und erfolgreich erfüllte. In der Folge kam der Oberklassige zwar besser in die Partie, blieb aber vornehmlich mit Distanzschüssen gefährlich. Ein solcher fand schliesslich den Weg via Aargauer Verteidiger ins Adlergehäuse zum Ausgleich. Beide Teams agierten auch im Mitteldrittel geduldig und duellierten sich auf Augenhöhe. Florian Schwaller verpasste die Führung für das Heimteam noch knapp, ehe Routinier Peter Byland seine Farben im Powerplay unmittelbar vor Spielmitte mit einem Schuss ins hohe Eck auf Pass von Marco Stoltenberg abermals in Führung schoss. Danach leisteten sich die Aargauer zwar wenige, aber doch erhebliche Fehler in der Verteidigung, die zu zwei, drei hochkarätigen Gästechancen führten. Doch ein erneut blendend aufgelegter Luz Mäder im Adler Tor entschärfte alle Berner Abschlüsse mit zum Teil mirakulösen Paraden. Im letzten Drittel häuften sich die Aarauer Chancen wieder. Der pfeilschnelle Noel Neeser überlief zuerst die linke Gästeflanke und setzte den Ball an die Unterkante der Querlatte. Wenig später bediente der omnipräsente Rafi Hug den aufgerückten Silvan Colombo, der auf 3:1 erhöhen konnte. Moosseedorf lief darauf erfolglos an, Aarau zog durch Peter Byland und Dominic Oehler mit zwei Treffern ins leere Tor auf 5:1 davon und der umtriebige, laufstarke Joël Heller setzte mit dem 6:1 noch einen oben drauf.

Spiel drei ging damit wieder an Aarau, dessen Akteure sich an diesem Abend alle mit einer extrem mannschaftsdienlichen Leistung auszeichneten. Jeder stellte seine eigenen Stärken vollumfänglich in den Dienst des Teams und trug damit entscheidend bei zu diesem schönen und vielumjubelten Sieg, der allerdings einfach dazu führte, dass der Unterklassige der Überraschung einen Schritt näher kam, nicht mehr und nicht weniger. Am nächsten Wochenende wird die Entscheidung fallen, entweder am Samstag in Schönbühl oder am Sonntag in der Schachenhalle. Die Adler haben bisher im Spiel ohne Ball hervorragend verteidigt, müssen aber in der Defensive im Spiel mit Ball die Eigenfehler deutlich reduzieren und in der Offensive im Abschluss noch konsequenter und entschlossener agieren, wollen sie weiter erfolgreich sein und die Hornets in der engen Serie tatsächlich bezwingen.

Team Aarau – Hornets R.Moosseedorf Worblental 6:1 (1:1, 1:0, 4:0), Schachenhalle, Aarau. 190 Zuschauer. SR Cereda/Locatelli. Tore: 6. D. Stettler 1:0. 16. S. Zünd 1:1. 29. P. Byland (M. Stoltenberg) 2:1. 51. S. Colombo (R. Hug) 3:1. 60. P. Byland (O. Meyer) 4:1. 60. D. Oehler 5:1. 60. J. Heller (N. Neeser) 6:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Team Aarau. 1mal 2 Minuten gegen Hornets R.Moosseedorf Worblental.

Team Aarau: L. Mäder; M. Kull, P. Stark; M. Schenk (ab 5. V. Lacerda), S. Colombo; M. Wagner, S. Hertig; D. Studer, M. Stoltenberg, D. Stettler (ab 40. D. Oehler); R. Hug, P. Byland, O. Meyer; N. Neeser, F. Schwaller, J. Heller; S. Wassmer; O. Bürgi; T. Brunschwiler; T. Hunziker.

Hornets R. Moosseedorf Worblental: S. Stöckli; E. Fritschi; E. Tüsel; J. Willi; M. Kipf; M. Steiner; D. Kipfer; X. Schneider; M. Hertig; M. Coray; J. Böhlen; G. L. Poschung; Y. Wendelspiess; J. Freudiger; S. Zünd; M. Marti; J. Rüfenacht; P. Christen; P. Schäfer; S. Leuenberger; F. Grunder.