Kategorie: Herren 1 | GF

Herren 1 | Das Cupspiel gegen Wiler ist abgesagt (Update 23.10.)

+++ Update Cupspiel, 23. Oktober 2020: Swiss Unihockey unterbricht per sofort den Spielbetrieb in allen Ligen und Spielformen bis Ende November – der Cup-Knüller gegen den SV Wiler-Ersigen kann somit nicht wie geplant stattfinden +++

Swiss Unihockey unterbricht aufgrund der aktuellen COVID-19-Lage per sofort den Spielbetrieb in allen Ligen und Spielformen vorläufig bis Ende November. Das Cupspiel und der zwischen dem Team Aarau und dem HSC Suhr Aarau geplante Doppelevent kann am 25. Oktober leider nicht stattfinden. Wir danken dem HSC Suhr Aarau für die grosse Unterstützung und die tolle Zusammenarbeit während den vergangenen drei Wochen. Wir hoffen, in Zukunft gemeinsam erneut einen solchen Event zu organisieren. Wir werden in den nächsten Tagen über die Rückerstattung der erworbenen Tickets informieren.

Dem HSC Suhr Aarau wünschen wir viel Glück im Spiel gegen den TSV St. Otmar St. Gallen, welches wie geplant am Sonntag, 25. Oktober 2020 um 16.00 Uhr stattfinden wird – Hopp HSC!

 

Herren 1 | So etwas wie das Bayern München des Schweizer Unihockeys in Aarau zu Gast

Nach dem überraschenden Cupsieg gegen Lok Reinach liefen die Drähte zwischen den Verantwortlichen des HSC Suhr Aarau und des Teams Aarau sofort heiss. Auf der Suche nach einem Heimspieltermin in einer Sporthalle, die dem nächsten Gegner gerecht zu werden vermag, stellte man rasch fest, dass Handball am 25.10. in der Schachenhalle angesagt ist. Dank des professionellen, effizienten und entgegenkommenden Engagements der Handballverantwortlichen des HSC Suhr Aarau sowie der Bereitschaft der Spieler des HC Hopfenperle und des HC Lenzburg war es möglich, dass das Handball-Spitzenteam des HSC und das Teams Aarau einen gemeinsamen Aargauer-Hallensportevent durchführen können. Das Team Aarau darf am 25.10. um 20.00 Uhr nach dem Meisterschaftsspiel des HSC Suhr Aarau gegen St. Otmar St. Gallen mit dem SV Wiler-Ersigen eine der besten Unihockey-Clubmannschaften der Welt empfangen.

Nach Duellen gegen die NLA-Teams Alligator Malans (2015), Rychenberg Winterthur (2016), Grasshoppers Club Zürich (2017) und Waldkirch St. Gallen (2019) sowie den NLB-Club Basel Regio (2018) reist das seit Jahren stärkste Team der Schweizer Unihockeyszene in der Schachenhalle an. Der SV Wiler-Ersigen, bisher einziger Schweizer Europacupsieger, führt in der Kaderliste aktuell mit Krister Savonen, Tatu Väänänen und Jonas Pylsy drei finnische Weltmeister und mehrere Schweizer Nati-Spieler. Auch der slowakische Torgarant Michal Dudovic sowie Jungtalent Radek Sikora werden Weltklasseformat in die Schachenhalle bringen. Orchestriert wird das Topkader vom bekanntesten Schweizer Unihockeytrainer Thomas Berger, der in früheren Jahren die Alligatoren aus Malans zu zahlreichen Titeln geführt hat, ehe er auch mit Wiler-Ersigen Titel an Titel reihen konnte. “Wer als Trainer über Jahre hinweg so erfolgreich ist und eine Mannschaft immer wieder aufs Neue motivieren und auch gestandene Weltklassespieler weiterbringen kann, beweist besondere Kompetenzen”, sind sich die Aarauer Trainer Roberto Micheli und Michael Hafner einig, die bei Trainerlegende Berger ihren J&S-Leiterkurs vor vielen Jahren absolviert haben. Unter der Ägide von Unihockeyteamchef Marco Staldegger, sowohl im Handball als auch im Unihockey ein äusserst versierter Fachmann, und Vizepräsident Michi Züttel haben es die Verantwortlichen des Teams Aarau zusammen mit der Führung des HSC Suhr Aarau geschafft, die Ausgangslage für einen richtig tollen Sportanlass zu schaffen. Es ist nur zu hoffen, dass Covid19 den Sportbegeisterten nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht. Zu sehr freut man sich auf die Duelle Studer gegen Väänänen, Stark gegen Pylsy und Mäder gegen Dudovic oder Stoltenberg gegen Savonen und Lacerda gegen Sikora. Gewinnen kann an einem solchen Anlass eigentlich nur der Sport; die Adler werden alles daran setzen, sich so teuer wie möglich zu verkaufen! Für manch einen Aarauer dürfte diese Affiche eine der wichtigsten oder die wichtigste überhaupt in der persönlichen Unihockeykarriere sein!

Anpfiff ist um 20.00 Uhr am 25.10.2020 in der Schachenhalle Aarau.

Informationen zum Ticketing etc. folgen im Laufe des Tages.

Herren 1 | Weiterer Derbysieg für die Adler

In einem bis zum Schluss spannenden, lange Zeit aber etwas zerfahrenen Derby siegt das Team Aarau auswärts gegen Aargau United. Routinier Peter Byland bewies mit zwei Toren einmal mehr seine Wichtigkeit für das junge Aarauer Team.

Mit neu zusammengestellten Linien begannen die Adler konzentriert beim Tabellenvierten Aargau United. Dass die Affiche zu einem Verfolgerduell auf die Spitzenteams wurde, war besonders erfreulich. Das erstarkte Aargau United siegte in drei von vier Meisterschaftsspielen und lag damit punktegleich mit den Adlern im vorderen Mittelfeld. Lange Zeit neutralisierten sich die beiden Mannschaften denn auch. Den einzigen Treffer im Startdrittel erzielte Peter Byland nach schönem Zuspiel von Marc Maurer. Ihren einzigen zwingenden Abschluss in den ersten zwanzig Minuten setzten die Hausherren mit viel Pech eine Sekunde vor der Pausensirene an den Pfosten; dieser Situation war einer der bis zu diesem Zeitpunkt seltenen Fehler im Aarauer Aufbauspiel vorangegangen. Im Mitteldrittel bestimmten dann die Gäste das Geschehen. Zuerst traf Dominic Studer auf Pass von Florian Schwaller, dann erhöhte Florian Schwaller nach magistraler Vorarbeit von Marco Stoltenberg auf 3:0 und danach feierte U21-Spieler Marvin Wagner mit einem sauberen Buebetrickli seinen ersten Pflichtspieltreffer fürs Fanionteam. Da vermochten es die Gäste auch noch zu verkraften, dass sie drei, vier weitere Topchancen ungenutzt liegen liessen. Im Schlussdrittel sahen die Zuschauer aber veränderte Verhältnisse. Aarau leistete sich früh zwei unnötige Fehler im Spielaufbau, diese nutzen die Hausherren eiskalt und verkürzten auf 2:4, nachdem sie im Mittelabschnitt kaum aus gefährlichen Positionen zu Chancen gekommen waren. In Überzahl vermochte Aarau durch Peter Byland zwar noch zu erhöhen, zwei weitere Treffer des Heimteams führten aber dazu, dass in dieser Partie, die ziemlich nach eigenen Regeln und Gesetzen lief, noch Hochspannung aufkam. Letztlich rettete Aarau wie schon vor Wochenfrist im Schweizer Cup den 5:4 Vorsprung dank einer eindrücklichen Mannschaftsleistung über die Zeit und nahm drei wichtige Punkte mit nach Hause.

Den sechsten Pflichtspielsieg in Folge mussten sich die Adler letztlich mit viel Aufwand verdienen. Der angeschlagene Spielgestalter und Abwehrchef Philippe Stark konnte erneut nicht durchspielen, umso wichtiger war, dass sich die Nachwuchsspieler wiederum nahtlos ins Dispositiv des Fanionteams einfügen konnten. Punkto Kampfkraft war United vor allem im ersten Drittel die präsentere Mannschaft, während Aarau erst im Mitteldrittel auch emotional richtig im Spiel ankam, da dann aber phasenweise druckvoll kombinierte, sich kaum Fehler leistete und auch den Eindruck erweckte, dieses Derby für sich entscheiden und den nötigen Aufwand betreiben zu wollen. Erst im Schlussdrittel kehrte man von der taktischen Marschrichtung etwas ab und verlor sich in zu umständlichen, wenig druckvollen Auslösungen durch die Mitte, was die Routiniers der United dankend annahmen. Die Nationalmannschaftspause kommt für die Micheli/Hafner-Mannschaft gerade recht. Es gilt für das schwere Auswärtsspiel vom 24.10. in Langenthal Kraft zu tanken und die Vorfreude auf den Cupmatch gegen den Rekordmeister SV Wiler-Ersigen vom 25.10. zu geniessen.

Unihockey Aargau United – Team Aarau 4:5 (0:1, 0:3, 4:1)
Junkholz, Wohlen AG. SR Eichmann/Pfister.
Tore: 15. P. Byland (M. Maurer) 0:1. 21. D. Studer (F. Schwaller) 0:2. 33. F. Schwaller (M. Stoltenberg) 0:3. 36. M. Wagner 0:4. 42. R. Strebel 1:4. 44. A. Keusch (M. Lauener) 2:4. 47. P. Byland (M. Stoltenberg, Ausschluss J. Wey) 2:5. 55. A. Keusch (D. Bohler, Ausschluss M. Stoltenberg) 3:5. 60. F. Renggli (L. Trümpi) 4:5.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Unihockey Aargau United. 3mal 2 Minuten gegen Team Aarau.

Unihockey Aargau United: G. Fuchs; J. Bouilloux; M. Jauslin; A. Salzmann; L. Trümpi; J. Wey; F. Renggli; T. Schatzmann; S. Fuchs; M. Lauener; R. Strebel; P. Leisinger; D. Soldera; Y. Zeindler; N. Schär; A. Keusch; H. Schärer; D. Bohler; T. Tischer; N. Meyer.

Team Aarau: L. Mäder; Ph. Stark (ab. 40. M. Kull), M. Hunziker; S. Hertig, M. Wagner; M. Schenk, S. Wassmer; D. Studer, M. Stoltenberg, F. Schwaller; P. Byland, M. Maurer, S. Colombo; G. Mastrodomenico, O. Bürgi, F. Kull; V. Lacerda; F. Heimgartner.

 

Herren 1 | Aarau krönt ein gelungenes Wochenende mit Cupsieg im Derby gegen Lok Reinach

Mit einer engagierten, kämpferischen Leistung bezwingt das Team Aarau Traditionsverein Lok Reinach im Schweizer Cup mit 5:4 und empfängt damit in den 1/16-Finals mit dem SV Wiler-Ersigen den 3-fachen Cupsieger, Rekordmeister (12 Schweizer Meistertitel), Europacupsieger und Supercupsieger. Nach einer 4:0-Führung drehten die Gäste aus Reinach zwar auf, die Adler verteidigten aber clever und retteten den Vorsprung mit einem einmal mehr überragenden Luz Mäder im Kasten über die Zeit.

Nachdem Marc Maurer am Vorabend beim 13:2-Sieg über die zweite Mannschaft der Hoppers noch gefehlt hatte, bildete er mit Rafi Hug und Peter Byland gegen Lok Reinach, wo er vor einigen Jahren im Nachwuchs gespielt hatte, den zweiten Sturm. Diese routinierte Linie stellte Reinach von Beginn weg vor diverse Probleme in der eigenen Zone und bereits in der 4. Minute erzielte Marc Maurer das Führungstor. Danach verpassten die Hausherren den zweiten Treffer mehrfach gegen die zurückhaltend agierenden Gäste. Erst ab der 10. Minute konnte Reinach das Spieldiktat in die Hand nehmen, blieb aber im Abschluss einiges schuldig. Im Mitteldrittel fiel das 2:0, als Aarau in Überzahl agierte; Philipp Stark traf mit einem halbhohen Schuss aus der Distanz auf Pass von Marc Maurer, der kurz darauf einen von Peter Byland – er blickt auf eine mehrjährige, erfolgreiche Vergangenheit im Fanionteam von Lok Reinach – in Richtung Gästetor abgegebenen Ball zum 3:0 ablenkte. Als sich die Reinacher dann noch eine Notbremse leisteten und Rafi Hug den Penalty aus spitzestem Winkel ins hohe Eck zauberte, durfte man bei den Kantonshauptstädtern definitiv anfangen, an die grosse Überraschung zu glauben. Reinach erwachte erwartungsgemäss, bezog sein Time-out, wechselte den Keeper und suchte einen Zug entschlossener den Abschluss. David Dünki und der Ex-Aarauer Tomas Vojtisek verkürzten prompt auf 2:4. Im Schlussdrittel suchte Aarau sein Glück wieder vermehrt in der Offensive, Lok verhinderte einen Gegentreffer vorerst, indem man das Tor verschob; aber Philippe Stark verwandelte den zweiten Penalty an diesem Abend zugunsten der Aarauer zum 5:2. Mit einem Kunststück (Schuss zwischen den eigenen Beinen hindurch) war es der Reinacher Joel Galliker, der das Tor des Abends zum 3:5 erzielte, ehe er in der 49. Minute noch den Anschlusstreffer für die nun mächtig Dampf machende Lok realisierte. Die Kanoniere der Gäste suchten mit ihren gefährlichen Geschossen aus dem Hinterhalt druckvoll den Ausgleich, aber die Bastion der Adler hielt. Mit einem beeindruckenden Kollektiv machte der Underdog die eigene Zone immer wieder geschickt zu, blockte, was zu blocken war, verdiente sich die nötige Prise Glück und in den letzten zwei Minuten auch endlich noch die lautstarke Unterstützung der eigenen Fans. Bei einem Konter wurde Florian Kull das 6:4 wegen hohen Stocks aberkannt, der knappe Vorsprung reichte aber für den Einzug in die 1/16-Finals.

Die Aarauer freuten sich über einen schönen Erfolg und empfangen nun nach Alligator Malans (2015), Rychenberg Winterthur (2016), Grasshopper Club Zürich (2017), Waldkirch St. Gallen (2019) einen weiteren NLA-Verein in der Schachenhalle. Dieses Mal handelt es sich um den amtierenden Schweizer Meister SV Wiler-Ersigen, eine der weltbesten Vereinsmannschaften des Unihockeys. Damit kommen viele Aarauer Spieler zu einem (weiteren) grossen Highlight in ihrer Unihockeykarriere. Angeführt vom erfolgreichsten und bekanntesten Schweizer Trainer, Thomas Berger, stehen mit Krister Savonen, Tatu Väänänen und Jonas Pylsy gleich drei finnische Weltmeister im Kader von Wiler Ersigen. Tormaschine Michal Dudovic gilt als die slowakische Nummer 1 im Unihockey und Radek Sikora tritt in die Fussstapfen seines gleichnamigen Vaters tschechischer Herkunft, der beim Rekordmeister als Assistenztrainer an der Bande steht. Dass die Schweizer Spieler praktisch alle im Nationalteam oder einer U-Auswahl stehen, versteht sich von selbst. Der SV Wiler-Ersigen trat übrigens im Cup bereits einmal in der Schachenhalle an, damals aber gegen Lok Reinach, das für diesen Anlass im Cup 1/4 Final in der Saison 2008/2009 die Heimhalle der Aarauer in Anspruch nahm. Peter Byland, heute Spielmacher bei Aarau, gehörte damals zu den Stammkräften bei Lok Reinach.

Team Aarau – UHC Lok Reinach 5:4 (1:0, 3:2, 1:2)
Schachenhalle, Aarau. 135 Zuschauer. SR Bösch/Renggli.
Tore: 4. M. Maurer (P. Byland) 1:0. 30. Ph. Stark (M. Maurer, Ausschluss P. Krebs) 2:0. 32. M. Maurer (P. Byland) 3:0. 33. R. Hug (Penalty) 4:0. 37. D. Dünki (T. Wullschleger) 4:1. 38. T. Vojtisek (T. Sandmeier) 4:2. 42. P. Stark (Penalty) 5:2. 43. J. Galliker (An. Frey) 5:3. 49. J. Galliker (Ar. Frey) 5:4.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Team Aarau. 3mal 2 Minuten gegen UHC Lok Reinach.

Team Aarau: L. Mäder; Ph. Stark, M. Hunziker; S. Hertig, S. Colombo; M. Kull, M. Schenk; D. Studer, M. Stoltenberg, F. Schwaller; R. Hug, P. Byland, M. Maurer; O. Bürgi, O. Meyer, F. Kull; F. Heimgartner; B. Gros; S. Wassmer; Ph. Weber; J. Hofmann.

Lok Reinach: M. Schaffner (ab 34. M. Rihs); M. Gürber; Armin. Frey; T. Wullschleger; T. Vojtisek; P. Richner; D. Cimino; D. Dünki; T. Sandmeier; J. Galliker; P. Krebs; R. Hänny; O. Reidy; Andreas Frey; R. Remund; F. Moser; O. Belluz; D. Achermann; N. Tschudi.

Herren 1 | Aarau mit Kantersieg gegen GC II

Vor enttäuschend schwach besetzten Rängen gewinnt das Team Aarau gegen die zweite Garde der Grasshoppers aus Zürich diskussionslos mit 13:2. Marco Stoltenberg bewies seine Topform mit eindrücklichen sieben Skorerpunkten (5 Tore, 2 Assists) und sorgte damit für einen ruhigen Abend auf der Aarauer Bank.

Bereits in der 2. Spielminute schoss Philippe Weber die Aarauer mit seinem ersten Saisontor in Front. Marco Stoltenberg stellte mit einem Doppelschlag zur Hälfte des Startdrittels die Weichen definitiv auf Sieg. Die Gäste konnten noch kurz reagieren mit dem 1:3 und einem Schuss ans Gehäuse von Luz Mäder, danach kehrte wieder Ruhe ein im Spiel der Adler. Dominic Studer traf aus der Distanz und Rafi Hug reüssierte mit einem Volleyschuss, ehe der auf diese Saison hin aus der U-21 zum Fanionteam gestossene Marc Schenk sein erstes Pflichtspieltor erzielte und auf einen beruhigenden 6:1-Pausenstand stellte. Im Mittelabschnitt ging Aarau dann nach dem Dritten Stoltenberg-Treffer zu gemütlich zur Sache; die Hoppers verzeichneten zahlreiche Abschlüsse, die aber glücklos blieben. Erst im Schlussdrittel spielte Aarau wieder mit mehr Zug auf das gegnerische Tor. In Überzahl erhöhte Captain Dominic Studer nach schönem Querpass von Marco Stoltenberg auf 8:1. GC verkürzte noch einmal, dann aber sorgten der Reihe nach Rafi Hug, Marco Stoltenberg, Peter Byland, Florian Schwaller und nochmals Marco Stoltenberg für das deutliche 13:2-Schlussresultat.

Mit diesem Heimsieg setzt sich Aarau im vorderen Mittelfeld fest. Besonders wertvoll war, dass man den spiel- und zweikampfstarken Verteidiger Philippe Stark für den Cupkracher vom Sonntag gegen Lok Reinach bereits nach 20 Minuten schonen konnte. Die Linie um die letztjährigen U-21 Spieler Joël Heller, Yves Heller, Oli Bürgi und Marc Schenk sowie Nik Lüscher wurde für eine ordentliche Partie und viel Aufwand letztlich etwas gar mager belohnt; einzig Marc Schenk konnte sich unter die Skorer reihen – die anderen hätten dies mit mehreren guten Aktionen auch verdient gehabt. Mann des Spiels war der brilliante Techniker Marco Stoltenberg, der die Gästeabwehr ein ums andere Mal vor kaum lösbare Probleme stellte. Am nächsten Wochenende reisen die Adler zum Derby ins Freiamt gegen Aargau United, das genau wie Aarau aus den ersten vier Partien drei Mal als Sieger hervorgegangen ist. Es braucht somit einmal mehr eine konzentrierte und engagierte Leistung, wollen die Kantonshauptstädter ihr Punktekonto weiter äufnen.

Zuvor steht aber der Cupkracher gegen Lok Reinach auf dem Programm (Sonntag, 4. Oktober 2020, 18.00 Uhr, Schachenhalle Aarau). Es ist zu hoffen, dass das Team Aarau zu diesem Spiel vor einer schöneren Kulisse antreten darf als gegen die Hoppers – dieses Spiel fand vor fast verwaisten Rängen statt.

Team Aarau – Grasshopper Club Zürich II 13:2 (6:1, 1:0, 6:1)
Schachenhalle, Aarau. 30 Zuschauer. SR Brunner/Schweingruber.
Tore: 2. P. Weber (P. Byland) 1:0. 9. M. Stoltenberg (D. Studer) 2:0. 11. M. Stoltenberg (F. Schwaller) 3:0. 12. R. Oswald (A. Stottele) 3:1. 16. D. Studer (F. Schwaller) 4:1. 17. R. Hug (P. Byland) 5:1. 20. M. Schenk 6:1. 22. M. Stoltenberg (D. Studer) 7:1. 41. D. Studer (M. Stoltenberg, Ausschluss O. Santschi) 8:1. 42. A. Stottele (N. Groth) 8:2. 48. R. Hug 9:2. 49. M. Stoltenberg (L. Mäder) 10:2. 49. P. Byland (S. Hertig) 11:2. 52. F. Schwaller (M. Stoltenberg) 12:2. 55. M. Stoltenberg 13:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Team Aarau. 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich II.

Team Aarau: L. Mäder; Ph. Stark, M. Hunziker; J. Hofmann, S. Colombo; N. Lüscher, M. Schenk; D. Studer, M. Stoltenberg, F. Schwaller; R. Hug, P. Byland, Ph. Weber; Y. Heller, J. Heller, O. Bürgi; S. Wassmer; B. Gros; S. Hertig; F. Lombardi.

Grasshopper Club Zürich II: M. Ammann; A. Stottele; L. Stadelmann; N. Huber; O. Santschi; S. Rutz; N. Groth; M. Büchel; C. Henry; R. Oswald; L. Oswald; S. Fiechter; V. Zilka; F. Jenni; T. Bützer.

Herren 1 | Mit sieben Streichen zum Sieg in Sursee!

Das Team Aarau holt sich dank einer über weite Strecken überzeugenden und erstaunlich abgeklärten Leistung drei Punkte in Sursee. Captain Dominic Studer mit fünf und Marco Stoltenberg mit vier Skorerpunkten stachen aus einem starken Aargauer Kollektiv heraus.

Die Aarauer erwarteten in den ersten Minuten einen Sturmlauf der Corradini-Truppe aus Sursee und nahmen sich daher vor, gerade zu Beginn besonders konzentriert und defensiv solid ans Werk zu gehen. Dies gelang sehr gut. Saubere Ballstafetten und konzentriert nach vorne spielende Aarauer prägten das Bild in den ersten zehn Minuten. Marco Stoltenberg sorgte für die frühe Gästeführung, ehe Marc Maurer im Powerplay nach einer schön gespielten Variante auf Pass von Captain Dominic Studer auf 2:0 stellen konnte. Es folgte dann aber die stärkste Phase von Sursee. Aarau liess bis zur Pause die zuvor gezeigte Konsequenz in der eigenen Zone vermissen und spielte plötzlich nur noch zögerlich nach vorne. Die Hausherren wurden von Minute zu Minute besser und verkürzten nach einem Fehler im Aufbauspiel der Adler. Dann bekundete Sursee mit zwei Schüssen ans Gehäuse Pech. Keeper Luz Mäder rettete den schmeichelhaften Aarauer Vorsprung mit zwei, drei Glanzparaden in die Pause. Im Mitteldrittel sahen die Zuschauer erstarkte Adler. Sursee glich noch aus, dann schoss Philippe Stark das Team Aarau wieder in Führung, während Oli Bürgi den Ball aus aussichtsreicher Position an den Pfosten setzte. Die Aargauer drückten dem Spiel je länger je mehr den Stempel auf, wirkten im Abschluss aber zu wenig entschlossen und mussten mit der Pausensirene noch eine Strafe nehmen. Nur 30 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, als Sursee abermals ausglich. Es sollte das letzte Mal sein. Aarau bemühte sich, die Auslösungen wieder schneller und gradliniger zu spielen und reüssierte. Es kam die wegweisende Situation in der 47. Minute: Sursee vergab nach einem Fehler der Aarauer eine Topchance, im Gegenzug erzielte Dominic Studer auf Zuspiel von Marco Stoltenberg das sehenswerte 4:3; eine Minute später tauschten die beiden erfolgreichsten Aarauer Skorer die Rollen und markierten gar das 5:3. Sursee versuchte in der Folge sein Glück nochmals in der Offensive. Aarau stand aber taktisch gut und verteidigte weiter konsequent. Luz Mäder lancierte mit einem seiner Auswürfe schliesslich den schnellen U21-Spieler Florian Kull, der eine Minute vor Schluss auf 6:3 stellte. Just vor der Sirene bejubelten die mitgereisten Aarauer Fans das (zu deutliche) 7:3 durch Dominic Studer, aufgelegt hatte ihm einmal mehr Marco Stoltenberg.

Damit holte die Mannschaft der Trainer Roberto Micheli/Michael Hafner die ersten Auswärtspunkte in dieser Saison gegen ein aufsässiges, kampfstark anrennendes Sursee; Punkte, die von der jungen Mannschaft nicht einfach so wie eine Selbstverständlichkeit erwartet werden dürfen. Daher freute sich die Mannschaft zurecht ausgiebig über die tolle Leistung! “Die Mannschaft hat heute viel Charakter und vor allem ein tolles Schlussdrittel gezeigt”, resümierte Roberto Micheli den gelungenen Auftritt seiner Mannen. Luz Mäder im Aarauer Tor verdiente sich ebenso wie die Mehrfachskorer Dominic Studer und Marco Stoltenberg Bestnoten. Aber auch die zweikampf- und schussstarken Philippe Stark und Mario Hunziker erwischten einen sehr guten Match. Routinier und Filigrantechniker Marc Maurer führte die zweite Linie an, rackerte viel nach hinten und spielte gute Auslösungen, was seinen jungen Sturmpartnern immer wieder gute Offensivszenen ermöglichte. Allgemein überzeugten die Adler durch einen taktisch starken Auftritt und dem nötigen Spielwitz in der Offensive.

Am nächsten Wochenende stehen zwei Heimspiele an. Am Samstagabend, 18.00 Uhr, empfängt das Team Aarau die zweite Mannschaft der Grasshoppers Zürich in der 4. Meisterschaftsrunde. Um die gleiche Uhrzeit findet einen Tag später ebenfalls in der Schachenhalle der Cup-Kracher gegen den 1. Ligisten Lok Reinach um den Tschechen und Ex-Aarauer Tomas Vojtisek statt.

UHC JW Sursee 1986 – Team Aarau 3:7 (1:2 1:1 1:4); Kottenmatte Sursee; 60 Zuschauer; SR Saurer/Saurer. Tore: 4. M. Stoltenberg (D. Studer) 0:1, 9. M. Maurer (D. Studer, Ausschluss S. Kronenberg) 0:2, 14. Malte Knaak (S. Peter) 1:2, 32. Moritz Knaak (Malte Knaak) 2:2, 34. Ph. Stark (Ausschluss L. Bucher) 2:3, 41. M. Bieri (M. Müller, Ausschluss F. Kull) 3:3, 47. D. Studer (M. Stoltenberg) 3:4, 48. M. Stoltenberg (D. Studer) 3:5, 59. F. Kull (L. Mäder) 3:6, 60. D. Studer (M. Stoltenberg) 3:7.

UHC JW Sursee 1986: P. Stöckli; T. Ettlin; H. Feucht; S. Peter; S. Graf; Ch. Burkard; F. Setz; D. Stöckli; L. Bucher; M. Sommerhalder; P. Dissler; Moritz Knaak; M. Müller; F. Lischer; M. Wilhelm; M. Bieri; Malte Knaak; S. Kronenberg; S. Berchtold; J. Grimm.

Team Aarau: L. Mäder; Ph. Stark, M. Hunziker; J. Hofmann, M. Schenk; D. Studer, M. Stoltenberg, F. Schwaller; M. Maurer, O. Bürgi, D. Oehler; F. Kull; S. Wassmer; J. Heller; V. Lacerda; N. Lüscher; O. Meyer; Y. Heller; B. Gros; S. Hertig; T. Hunziker.

Herren 1 | Hug und Stoltenberg mit Doppelpack gegen Biel-Seeland

Das Team Aarau kann im zweiten Meisterschaftsspiel die ersten Punkte einfahren und besiegt Biel-Seeland in der heimischen Schachenhalle mit 6:3. Routinier Rafi Hug trug mit zwei Toren, einem Assist und einer sehr präsenten Leistung massgebend zum Sieg bei, während die Chancenauswertung sowohl bei Aarau als auch bei Biel die Übungsleiter nicht glücklich gemacht haben dürfte.

Die Adler starteten sehr offensiv ausgerichtet in die Partie und wollten einen hohen Rhythmus anschlagen. Dies gelang einigermassen, allerdings schaute dabei nichts Zählbares heraus, zum einen weil der Bieler Torhüter teilweise magistral hexte, zum anderen weil einmal mehr die nötige Kaltblütigkeit im Abschluss fehlte. So überraschte es nicht, dass die Bieler schliesslich mit einem Schuss aus der Halbdistanz bei einem ihrer Vorstösse in Führung gehen konnten. Aarau stellte ab der 10. Minute auf drei Blöcke, brachte eine Linie mit einem Altersdurchschnitt von knapp über 20 Jahren und liess diesen Block ein laufintensives Forechecking betreiben. Erst in der 16. Minute durften aber die Hausherren erstmals jubeln. Marco Stoltenberg wurde im Slot von Captain Dominic Studer mustergültig angespielt und stellte (endlich) auf 1:1. Kurz vor der Pause musste der neu auf diese Saison hin von der U21 zum Fanionteam gestossene Joël Heller wegen eines Bodenspiels auf die Strafbank. Es waren aber die Adler, die kurz vor Ablauf der Strafe in Unterzahl einen lehrbuchmässig vorgetragenen Konter vortrugen und die Führung erzielten. Über Peter Byland und Vasco Lacerda kam der Lochball in den Slot zu Rafi Hug, der per Rückhand einnetzen konnte, nachdem er kurz zuvor zwei hochkarätige Torchancen vergeben hatte. Aarau drückte auch nach der Pause aufs Tempo und reüssierte in der 22. Minute mit einem Doppelschlag. Die “Jungen” luchsten dem Gegner zuerst beim Pressing einen Ball ab, den Joël Heller auf Zuspiel von U21-Spieler Marvin Wagner flach ins Eck schob, ehe Rafi Hug auf Pass von Marc Maurer nach einem Freistoss überlegt ins weite Eck schoss und die Vorentscheidung herbeiführte. Kurz nach Spielmitte erhöhte Peter Byland auf Pass von Rafi Hug gar auf 5:1; und dann liess die Chancenauswertung auf Aarauer Seite wieder zu wünschen übrig; Peter Byland und Marc Schenk setzten ihre Abschlüsse an die Torumrandung und Marco Stoltenberg scheiterte alleine vor dem Bieler Keeper, ehe Biel mit einem abgelenkten Distanzschuss sich selber nochmals Hoffnung fürs Schlussdrittel einhauchte. In den ersten Minuten nach der Pause wirkten die Aargauer dann fahrig, leisteten sich unerklärliche Fehler im Spielaufbau und liessen die nötige Konsequenz und Härte in den Zweikämpfen in der eigenen Zone gänzlich vermissen. Biel liess zwei Grosschancen aus, worauf Aarau sein Timeout nahm und wieder etwas besser in die Partie fand. Marco Stoltenberg erhöhte auf 6:2; erst 7 Minuten vor Ende der Partie liessen die Hausherren einen weiteren Gästetreffer zu, sicherten sich aber die verdienten Punkte letztlich einigermassen souverän.

Nach zwei schwierigen Spielen vor Wochenfrist (Niederlage in Burgdorf, knapper Cupspieg bei Gansingen) zeigten die Adler gegen das ambitionierte Biel einen engagierten Auftritt mit vielen Abschlüssen. Rafi Hug dokumentierte mit seiner Übersicht und Abgeklärtheit seine Wichtigkeit für die junge Mannschaft; einmal mehr harmonierte er mit Peter Byland und Marc Maurer bestens und sprühte vor Spielfreude, ackerte aber auch viel in der Defensive und prägte die Spielauslösungen. Auf der anderen Seite tat die Rückkehr des schnörkellosen und schussgewaltigen Verteidigers Mario Hunziker dem Team sehr gut. Seine physische Präsenz und direkte Spielweise stärkten die Adler in der eigenen Zone massgeblich. Am nächsten Sonntag treten die Aarauer in Sursee an.

Team Aarau – UHC Biel-Seeland 6:3 (2:1, 3:1, 1:1), Schachenhalle, Aarau. 105 Zuschauer. SR Jeitziner/Maulaz. Tore: 9. J. Andrey (Y. Frommherz) 0:1. 16. M. Stoltenberg (D. Studer) 1:1. 20. R. Hug (V. Lacerda, Ausschluss J. Heller!) 2:1. 22. J. Heller (M. Wagner) 3:1. 22. R. Hug (M. Maurer) 4:1. 31. P. Byland (R. Hug) 5:1. 33. Y. Berger (Eigentor) 5:2. 47. M. Stoltenberg 6:2. 54. S. Marti (J. Heitmann) 6:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Team Aarau. 1mal 2 Minuten gegen UHC Biel-Seeland.
 
Team Aarau: L. Mäder; P. Stark, S. Hertig; J. Hofmann, V. Lacerda; M. Hunziker, M. Schenk; D. Studer, M. Stoltenberg, F. Schwaller; R. Hug, P. Byland, M. Maurer; O. Bürgi, J. Heller, M. Wagner; S. Wassmer; Y. Heller; F. Kull; N. Lüscher; T. Hunziker.
 
UHC Biel-Seeland: G. Chiarello; R. Bigler; S. Roth; J. Heitmann; N. Indermühle; P. Wuillemin; N. Lerch; J. Andrey; S. Maurer; Y. Berger; S. Küchli; M. Ryf; S. Marti; L. Zwahlen; F. Ackermann; L. Indermühle; Y. Frommherz; M. Jankowski; N. Wehrlin; N. Schiess.

Herren 1 | Kull-Hattrick sichert Aarau Zittersieg in Gansingen

Nach der Meisterschaftsniederlage in Burgdorf tat sich das Team Aarau im Schweizer Cup 1/64-Final gegen das Kleinfeld 1. Liga Team aus Gansingen schwer, erzitterte sich aber dank einem Hattrick von U-21 Spieler Florian Kull das Weiterkommen.

Die Aarauer begannen gegen wild und fleissig verteidigende und viel Laufarbeit verrichtende Gansinger mit gefälligen Ballstafetten aber mit wenig Zug aufs Tor. So dauerte es bis zur 7. Minute, ehe Captain Dominic Studer die Kantonshauptstädter nach schönem Pass von Marco Stoltenberg in Führung bringen konnte. Nach dem Ausgleich der Fricktaler brachte Marco Stoltenberg Aarau erneut in Führung. Bis zur Pause fielen keine weiteren Tore; die Adler verpassten es in dieser Phase, das Spiel mit zwei bis drei Toren in ruhigere Bahnen zu lenken und für klare Verhältnisse zu sorgen. So tauchten die Gansinger im Mittelabschnitt vermehrt mit wilden, schnellen Angriffen vor dem Kasten von Aarau-Hüter Tobias Hunziker auf. Die Abschlüsse der Gansinger nahmen an Qualität zu und schienen vom Willen getragen, die Aarauer unbedingt zu überrumpeln. Dies gelang, den 2:2-Ausgleich konnten die Adler mit der neuerlichen Führung durch Joel Heller noch parieren, dann aber legten die Fricktaler mit einer Doublette zur Pausenführung vor und lancierten die Partie definitiv zum Cupknüller. Die Aarauer bündelten im Schlussdrittel noch einmal ihre Kräfte und versuchten im Abschluss selber ans Konsequenz zuzulegen. Florian Schwaller glich in der 45. Minute aus, ehe der schnelle Florian Kull in den letzten 10 Minuten mit einem lupenreinen Hattrick den Gästen letztlich den Sieg sicherte. Mit der Schlusssirene gelang Gansingen noch der 6. Treffer.

Aarau konnte sich damit wenige Stunden nach der unglücklichen Niederlage in Burgdorf rehabilitieren. Das erste Wochenende mit zwei Ernstkämpfen hat aber deutlich gezeigt, dass der Abgang von über einem halben Duzend routinierter Spieler nicht spurlos geblieben ist. Die vielen eigenen Nachwuchsspieler zeigen bisher ein tolles Engagement, fügten sich bestens ins Fanionteam ein und reüssierten teilweise bereits mit persönlichen Erfolgserlebnissen. Trotzdem braucht dieses stark verjüngte Team Zeit, um in der 2. Liga an die erfolgreichen Resultate der letzten Saison anknüpfen zu können und den Wettkampfrhythmus konstant anzunehmen. Ein derart massiver Umbruch im Team, ohne dass der eine oder andere erfahrene Spieler von extern zur Mannschaft gestossen wäre, geht nicht von heute auf Morgen vonstatten. Die jungen Spieler müssen ihre Erfahrungen machen und in der Liga ankommen, dazu brauchen sie weiter Einsatzzeit und die nötige Geduld. Erfolge stellen sich dann manchmal plötzlich ein, wie im Spiel gegen Gansingen bei Florian Kull, der nach 50 Minuten aufopfernder Laufarbeit und unermüdlichem Einsatz, seinen Lohn mit drei Toren erst in der Endphase des Spiels einfahren konnte.

Im Schweizer Cup trifft Aarau in der nächsten Runde auf Traditionsverein Lok Reinach aus der 1. Liga. In diesem Duell treten die Kantonshauptstädter als klare Aussenseiter an, eine Rolle, die ihnen in den letzten Jahren durchaus immer wieder zusagte.

Wild Goose Wil-Gansingen – Team Aarau 6:7 (1:2 3:1 2:4); Sporthalle Hofstatt Kaisten; SR Hohler/Koch; Tore: 7. Studer (Stoltenberg) 0:1, 9. Gansingen 1:1; 13. Stoltenberg (Studer) 1:2, 29. Gansingen 2:2, 30. J. Heller (F. Schwaller) 2:3, 34. Gansingen (Ausschluss Stark) 3:3, 36. Gansingen 4:3, 45. F. Schwaller (D. Studer) 4:4, 51. F. Kull 4:5, 59. F. Kull 4:6, 59. Gansingen 5:6, 60. F. Kull 5:7, 60. Gansingen 6:7.

Wild Goose Wil-Gansingen: A. Bühler; N. Erdin; F. Erne; M. Hollinger; R. Kramer; D. Rohner; Marc Schmid; Markus Schmid; V. Schraner; F. Senn; S. Senn; S. Welte; S. Zumsteg.

Team Aarau: T. Hunziker; P. Stark, M. Schenk; V. Lacerda, J. Hofmann; S. Hertig, N. Lüscher; D. Studer, M. Stoltenberg, F. Schwaller; R. Hug, P. Byland, F. Kull; F. Schwaller, J. Heller, M. Maurer, O. Bürgi; Y. Heller; O. Meyer; L. Marraffino; L. Mäder.

Herren 1 | Auftaktniederlage in Burgdorf

Zum Saisonauftakt unterliegt das Team Aarau auswärts dem UHC Burgdorf mit 3:4. Trotz einer engagierten Aufholjagd im Schlussdrittel reisen die Adler mit leeren Händen aus dem Bernbiet nach hause.

Die stark verjüngten Adler begannen die Partie in Burgdorf überraschend gut, nahmen das Zepter in die Hand und spielten gepflegt nach vorne. Doch früh merkte man, dass die Berner punkto Kampfstärke und Biss einen Zacken besser in Schuss waren. Routinier Peter Byland brachte zwar die Aargauer nach einem Freistoss noch sehenswert in Führung, dann aber baute Aarau ab, Burgdorf spielte gradliniger nach vorne und hatte nun mehr Spielanteile. Die Adler wirkten im Aufbauspiel fortan zu fahrig, dem auslösenden Pass fehlte es oft an Qualität, sodass die Aarauer Stürmer zu wenig rasch eine Aktion im gegnerischen Drittel setzen konnten. Eine unglückliche Strafe gegen die Aargauer nützten die Burgdorfer zum Ausgleich aus, ehe sie im Mittelabschnitt gar auf zwei Tore davonziehen konnten, während die Gäste im Abschluss weiter ineffizient und wenig entschlossen auftraten. Dies besserte sich auch zu Beginn des Schlussdrittels nicht, in welchem den Bernern früh die Vorentscheidung gelang. Das junge Team aus Aarau fing sich immerhin nochmals und kam nach dem 2:4 durch Routinier Rafi Hug (nach einem weiteren guten Freistoss von Peter Byland) durch den jungen Joël Heller gar zum Anschlusstreffer. Burgdorf verteidigte sich aber wacker und mit viel, viel Kampf, beklagte aber bei seinen gefährlichen Kontern auch Pech. Ohnehin blieben die Berner im Abschluss gradliniger und gefährlicher als die Gäste, denen der Ausgleich trotz unermüdlichem Anrennen vergönnt blieb.

Trotz phasenweise ansprechender Leistung und viel Ballbesitz konnte Aarau die Niederlage in Burgdorf nicht verhindern. Zu ungenau war man im Spielaufbau, zu wenig konsequent zuweilen in den Zweikämpfen und im Abschluss fehlten die letzte Entschlossenheit und die nötige Präzision. So gewann Burgdorf letztlich verdient, weil es deutlich wettkampftauglicher spielte und in den entscheidenden Spielphasen die richtigen Entscheidungen traf.

Bereits am Folgetag (Sonntag, 13. September) müssen die Adler wieder auswärts ran. Sie reisen im Schweizer nach Gansingen zum Kleinfelderstligisten Wild Goose, wo die nächste knifflige Aufgabe auf die junge Aarauer Mannschaft wartet. Gansingen gilt in der Kleinfeldszene seit Jahren als feste Grösse und verfügt über ein paar herausragende Spieler, die im Klein-Klein-Spiel brandgefährlich sind.

UHC Burgdorf – Team Aarau 4:3 (1:1 2:0 1:2); Schützenmatte Burgdorf, 30 Zuschauer, SR Peter/Peter. Tore: 8. P. Byland (P. Weber) 0:1, 18. Mi. Schenk (L. Heppler; Ausschluss Ma. Schenk) 1:1, 24. A. Hagmann (T. Weber) 2:1, 39. S. Wyss (T. Weber) 3:1, 45. J. Brawand (T. Weber) 4:1, 46. R. Hug (P. Byland) 4:2, 50. J. Heller (M. Maurer) 4:3.

UHC Burgdorf: D. Bieri; A. Del Male; Mi. Schenk; N. Stucki; A. Hagmann; L. Heppler; P. Weber; J. Brawand; N. Remund; T. Schenk; J. Stucki; J. Wenger; T. Berger; S. Wyss; T. Bräm; L. Bräm; N. Käser; D. Lang; R. Spreng; S. Biedermann.

Team Aarau: L. Mäder; P. Stark, Ma. Schenk; V. Lacerda, J. Hofmann; S. Hertig, N. Lüscher; M. Stoltenberg, M. Maurer, S. Colombo; R. Hug, P. Byland, P. Weber; M. Wagner, J. Heller, D. Oehler; M. Kull; Y. Heller; T. Hunziker.

Herren 1 | Luki Romer hört auf

Nie mehr richtig nachlassende Schmerzen in den Gelenken bei den abrupten Stop und go-Bewegungen des Unihockeys haben Lukas Romer dazu bewegt, seinen Rücktritt bekannt zu geben und aus dem Kader des Herren 1 auszuscheiden. Für die Mannschaft ist dies ein herber Verlust. Luki Romer spielte schon immer für das Team Aarau, durchlief sämtliche Juniorenstufen und lief in der Saison 2008/2009 erstmals fürs Fanionteam auf. Unvergessen bleiben seine zahlreichen Tore für die Kantonshauptstädter, das wichtigste erzielte er zweifellos am 8. April 2017 als er das Team Aarau in der Verlängerung in Dübendorf gegen das damals noch existierende Jump Dübendorf sensationell in die 1. Liga schoss. Die Presse titelte damals:

Kurz nach 22.00 Uhr am vergangenen Samstag war die grosse Überraschung perfekt. Lukas Romer, der unermüdliche, wieselflinke Stürmer schoss das Team Aarau in der Verlängerung in die 1. Liga. Zuvor hatte Dübendorf nochmals alle Kräfte mobilisiert und einen 1:3 Rückstand aufgeholt. Über 100 lautstarke Aarau-Fans feierten ihre Schützlinge, die damit den 2. Aufstieg in Serie hinlegten.

“Luki ist ein Vorbildsportler mit tollem Charakter, bestens trainiert, wendig, antrittsstark und mit einer extremen Fairness und hohem Sportsgeist gesegnet. Wir werden seine Wendigkeit, seinen Kampfgeist und seinen Torriecher vermissen. Seine gelebten Werte wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Offenheit haben wir immer sehr geschätzt”, resümieren die Trainer Michael Hafner und Roberto Micheli sowie Teamchef Marco Staldegger die vergangen gemeinsamen Sportsjahre mit Luki Romer. Mit Luki Romer tritt einer der Hauptakteure der Erfolge der letzten Jahre zurück; seine Spielweise lässt sich kaum 1:1 ersetzen. Als unermüdlicher Forechecker nervte er die gegnerischen Verteidiger oft mit seinen schnellen Antritten, luchste so manchem Gegner einen Ball ab und hielt sich unangenehm oft im Slot auf, wo er auf Zuspiele seiner Mitspieler oder Abstauber wachsam lauerte. Oftmals wurde er in der Paradelinie des Teams Aarau eingesetzt, lief unzählige Male mit Captain Dominic Studer, Spielgestalter Marco Stoltenberg oder während zweier Saisons mit dem Top-Tschechen Tomas Vojtisek auf. Immer wieder führte er aber auch junge Linien an oder wirbelte die gegnerischen Reihen mit seinem ebenso schnellen und wendigen Bruder Matthias Romer auf. Shorthander Tore waren eine Zeit lang fast schon eine Spezialität. So gelang es Aarau in der Aufstiegssaison in die 1. Liga, gegen Waldenburg einen deutlichen Rückstand aufzuholen, als Luki Romer in Unterzahl nach magistralen Auswürfen von Keeper Luz Mäder gleich mehrfach reüssierte.

Äusserst vielseitig und charakterstark wird Luki Romer sich künftig in anderen Bereichen weiter engagieren; das Team Aarau hofft natürlich, dass Luki Romer dem Verein in irgendeiner Form erhalten bleibt und seine Tatkraft weiter einbringen wird.