Kategorie: Berichte

Herren 1 | Sieg in Wohlen und eine Runde weiter

Das Team Aarau gewinnt ein intensiv umkämpftes Derby auswärts gegen Aargau United in der Verlängerung mit 2:1. Marc Schenk sicherte den Kantonshauptstädtern das Weiterkommen mit einem halbhohen Distanzschuss ins weite Toreck.

Die Adler und die Vereinten kennen sich aus der 2. Liga bestens. Die Direktbegegnungen fielen fast immer sehr knapp aus, wobei Aarau (oft in der Rolle des Aussenseiters) die Punkte jeweils für sich beanspruchte. Im Cup 1/64-Finals waren die Aarauer als frischgebackene Erstligisten nun formell leicht zu favorisieren. Nur wusste jeder in rot: Ein Selbstläufer wird das nicht. Und wie erwartet verlangte die Freiamt-Lenzburg-Truppe dem Team Aarau alles ab. Beide Teams trotzten der Hitze und schlugen ein für diese Phase der Vorbereitung durchaus beachtliches Tempo an. Selbst die Ballstafetten präsentierten sich regelmässig gefällig. Im Abschlussverhalten aber zeigten dann beide Teams noch Ungenauigkeiten; die Kaltblütigkeit an diesem heissen Sommerabend in die Halle zu bringen, gelang beiden Mannschaften nicht. Zudem brillierten die Torhüter mit ein paar spektakulären Paraden. Chris Fallegger entschärfte zahlreiche Abschlüsse in Druckphasen der Aarauer, während Luz Mäder auf Adlerseite den Vereinten drei, vier hochkarätige Konterchancen zunichte machte. In den ersten 10 Minuten hatte Aarau deutlich mehr vom Spiel, vermochte aber die optische Überlegenheit nicht in Zählbares umzumünzen und liess auch eine Powerplaychance ungenutzt liegen. Aargau United seinerseits bekam in der 14. Minute die Gelegenheit, mit einem Mann mehr zu spielen. Kaum war die Strafe abgelaufen, nutzten die Hausherren eine Unachtsamkeit in der Aarauer Defensive zur Führung. Aarau war auch in der Folge die spielbestimmende Mannschaft, musste United aber regelmässig unangenehme Nadelstiche in Form von schnell vorgetragenen Gegenstössen zugestehen. Erst in der 30. Minute glich Routinier Rafi Hug auf Vorarbeit von Julian Frei, der sein erstes Spiel fürs Fanionteam machte und eine sehr ansprechende Leistung zeigte, zum 1:1 aus. Neben Julian Frei gab mit Marco De Rinaldis ein weiterer letztjähriger U21-Aktuer sein Debüt im Herren 1 der Adler. 1:1 stand es auch noch nach 60 Minuten, dies weil Aarau im Powerplay vieles schuldig blieb und Luz Mäder kurz vor Schluss nochmals einen brandgefährlichen Angriff der Gastgeber parierte. In der Verlängerung reüssierte dann Marc Schenk auf Zuspiel von Florian Kull und schoss Aarau in die nächste Cuprunde.

Bei beiden Teams fehlten wichtige Stammspieler, was sich in der Abgeklärtheit teilweise bemerkbar machte. Die Leistung beider Aargauer Mannschaften verdient aber anerkennende Worte. Bei den Adlern überzeugte insbesondere die vom spielstarken, pfeilschnellen Philippe Stark angeführte und dirigierte Defensivabteilung. Zudem überraschte es fast ein bisschen, dass die junge Aarauer Mannschaft mehr Ballbesitz hatte und sich immer wieder in der gegnerischen Platzhälfte festsetzen konnte. Dort wirkte man dann bisweilen etwas zu hektisch und unruhig und es fehlten wiederholt die Ideen, um die dicht aufgestellte United-Abwehr auszuhebeln. Zu oft wurden die Abschlüsse geblockt oder die Stürmer standen zu weit auseinander, sodass die Querpässe nicht gespielt werden konnten. Einstellungs- und einsatzmässig verdiente sich jeder Aarau Bestnoten.

 

Unihockey Aargau United – Team Aarau 1:2 n.V. (1:0, 0:1, 0:0, 0:1), Junkholz, Wohlen AG. 55 Zuschauer. SR Stöckli/Wiederkehr. Tore: 16. J. Gisler (R. Strebel) 1:0. 30. R. Hug (J. Frei) 1:1. 63. M. Schenk (F. Kull) 1:2.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Unihockey Aargau United. 1mal 2 Minuten gegen Team Aarau.

Unihockey Aargau United: C. Fallegger; J. Bouilloux; S. Imhof; A. Salzmann; L. Trümpi; F. Renggli; T. Schatzmann; E. Kurmann; D. Soldera; N. Schär; R. Strebel; H. Schärer; D. Lüscher; S. Thörig; J. Gisler; D. Bohler; C. Suter; S. Zaugg; R. Fischer; E. Bolt.

Team Aarau: L. Mäder; Ph. Stark; M. Kull; M. Schenk, V. Lacerda; M. Wagner, S. Hertig; D. Stettler, S. Colombo, F. Kull; P. Byland, R. Hug, J. Frei; F. Schwaller, N. Neeser, F. Brunschwiler; J. Hofmann; M. De Rinaldis; D. Oehler; O. Bürgi; T. Hunziker.

Herren 1 | Erster Ernstkampf im Cup gegen Aargau United

Mitten in der intensiven Vorbereitungsphase auf das Abenteuer in der 1. Liga reisen die Adler am nächsten Sonntag nach Wohlen, wo man im 1/64-Final des Schweizer Cups gegen Unihockey Aargau United antritt.

An der Bande steht nebst den bisherigen Trainern Andy Bütler und Michi Hafner zum ersten Mal auch Daniel Suter, der viel Erfahrung als Trainer im Nachwuchsbereich von Unihockey Fricktal mit in die Kantonshauptstadt bringt und die Aarauer in der 1. Liga verstärken wird. Auf dem Spielfeld werden mit Marco De Rinaldis, Julian Frei und Dominic Oehler die drei Spieler auflaufen, welche von der eigenen U21 neu ins Fanionteam rücken und sich in den ersten Trainingseinheiten bereits bestens ins Kollektiv eingefügt haben. Externe Neuzugänge befinden sich im Trainingsbetrieb, sind aber noch nicht spielberechtigt.

Der Cup dürfte dieses Jahr bei Aarau nicht oberste Priorität haben, gleichwohl möchten die Adler gegen Aargau United und dessen offensiv ausgerichtetes Tempospiel bestehen und das waschechte Derby in der Fremde für sich entscheiden. Da mehrere erfahrene Kräfte fehlen, wird die Trainercrew zahlreichen jungen Spielern viel Auslauf geben und ihnen damit Gelegenheit bieten, sich für das engere Kader zu empfehlen. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Halle Junkholz in Wohlen.

Herren 1 | Aufsteigerjungs!!!

Vor einer sensationellen Kulisse in der Schachenhalle steigt das Team Aarau nach einem Hitchcock-Finale in der Verlängerung gegen Hornets Regio Moosseedorf Worblental in die 1. Liga auf. Mit der Rückhand spielte Marco Stoltenberg einen hohen Pass von Matthias Kull in der Verlängerung direkt vors Tor auf U21 Crack Florian Kull, der Schwarz-weiss-rot in den siebten Unihockeyhimmel schoss und die Schachenhalle zum Explodieren brachte. Es war ein Drehbuch der Superlative mit bester Werbung für die Sportart Unihockey.

Im alles entscheidenden fünften Spiel ging Aarau wie schon in den vorangegangen vier Duellen in Führung. Der Aarauer Regisseur Rafi Hug bediente seinen kongenialen Sturmpartner Peter Byland, der einmal mehr sehenswert ins hohe Eck traf. Damit war die Partie so richtig lanciert, die Ränge in der altehrwürdigen Schachenhalle hatten sich längst gefüllt – nicht ganz so wie am Nachmittag im Europacup Handballspiel des HSC Suhr Aarau zwar, aber 350 Zuschauer dürfen als sehr schöne Kulisse bezeichnet werden. Zudem zeigten sich beide Fanlager frenetisch und lautstark. Die Aarauer Fangemeinde hatte sich kurzerhand Trommeln, Pauken und ein Megafon organisiert, sodass der Heimvorteil der Aargauer trotz auch lautstarken Gästefans zum Tragen kam. Die Berner verbuchten dann in der 16. Minute den Ausgleich, aber noch vor der Pause stellte der Unterklassige auf 2:1. Im Powerplay spielte Captain Dominic Studer einen Querpass auf Peter Byland, der eine persönlich schlicht hervorragende Saison mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend krönte – dieses Mal wählte er trocken-halbhoch, wieder eine Augenweide. Sekunden nach dem ersten Pausentee sah erneut Dominic Studer, der in dieser wichtigen Partie fehlerfrei spielte und mit Adlerherz ein Mammut-Laufprogramm absolvierte, Marco Stoltenberg alleine vor des Gegners Gehäuse. Sein als Pass gedachter Ball fand den Weg direkt ins Tor zum 3:1. Die Gäste reagierten und kamen nach einer sehenswerten Einzelleistung ihres besten Feldspielers, Silvan Oester, nach einem technisch einwandfreien Drehschuss auf 3:2 heran. In der Folge vergaben die Adler mehrere tolle Chancen, während die Kanoniere der Hornissen mit ihren Distanzschüssen stets aus allen Lagen gefährlich blieben. Tore gab es erst im Schlussabschnitt wieder. Mitten in der Aufholjagd des Oberklassigen dann eine Szene, die in dieser stets fairen, aber hart umkämpften Serie, besondere Beachtung verdiente. Der ehemalige Junioren-Natispieler Silvan Oester korrigierte einen Schiedsrichter Entscheid gegen die Aarauer, indem er darauf hinwies, dass er den Ball zuletzt berührt habe; statt Freistoss Hornets, also Freistoss Aarau – und dies in der Zone der Aarauer Verteidigung; Chapeau, eine Geste die zum einen besonderen Respekt verdient und zum anderen unterstreicht, dass sich die beiden Teams jederzeit mit Anstand begegneten. Auch die Fanlager fokussierten sich darauf, ihre Lieblinge anzufeuern, ohne dass man es je für nötig befunden hätte, den Gegner schlechtzurufen. Zurück zum Spielverlauf: Elio Fritschi glich für die Hornets in der 47. Minute aus, Aarau wurde aber in der Folge wieder aktiver und kreierte gefährliche Offensivaktionen. Beide Mannschaften hatten mehrere Topaktionen zu verzeichnen, schenkten sich weiterhin nichts und verlangtem dem Publikum manches Raunen ab. Die Abschlüsse wurden jedoch von den beiden Torhütern mit ein paar Glanzparaden entschärft. Bei Aarau verdiente sich Luz Mäder einmal mehr Bestnoten im Aarauer Gehäuse: zwei, drei Mal hexte er, Fehler beging er keine und die Souveränität, die er ausstrahlte, ohne dabei je in die Nähe von Arroganz zu rücken, waren schlicht beeindruckend. 3:3 stand es nach 60 Minuten, damit musste die Verlängerung her. In dieser ging es weiter hoch zu und her, bis eben Matthias Kull den letzten Angriff der Saison lancierte und Marco Stoltenberg mit seiner tollen Stocktechnik und Übersicht den hohen Ball per Rückhand direkt auf den aufgerückten Florian Kull legte, der ins Glück traf. Der Jubel kannte in der Folge keine Grenzen – Aufstieg!

Nach einer intensiven Saison steigt das Team Aarau nach 2017 zum zweiten Mal in die 1. Liga auf. Nach einer fast schon perfekten Qualifikation, in der man vor allem gegen die direkten Kontrahenten um die Playoff-Plätze die engen Duelle für sich entscheiden konnte, und einem 2:0 in den hart geführten Playoffs gegen die Zulgtal Eeagles konnte Aarau die best of five-Serie gegen die Hornets denkbar knapp für sich entscheiden. Mehrheitlich waren die Aarauer den Bernern ebenbürtig, hatten Phasen, in denen sie dem Spiel den Stempel aufdrücken konnten, mussten aber insbesondere in Spiel 2 und im Schlussdrittel von Spiel 4 die bisweilen spielerische Überlegenheit des Gegners anerkennen. Keines der beiden Teams hat es verdient diese Serie zu verlieren, aber eine Entscheidung musste schliesslich her. War sie am Samstagabend in der Verlängerung noch zugunsten der Berner gefallen, jubelten etwas mehr als 24 Stunden später die Adler.

Das Team Aarau dankt an dieser Stelle der Mannschaft und den Fans Hornets Regio Moosseedorf Worblental für die fünf intensiven, hart umkämpften und fairen Spiele!

Team Aarau – Hornets R.Moosseedorf Worblental 4:3 n.V. (2:1, 1:1, 0:1, 1:0); Schachenhalle, Aarau. 350 Zuschauer. SR Cereda/Locatelli. Tore: 12. P. Byland (R. Hug) 1:0. 16. X. Schneider (P. Schäfer) 1:1. 20. P. Byland (D. Studer, Ausschluss J. Freudiger) 2:1. 21. D. Studer 3:1. 24. S. Oester 3:2. 48. E. Fritschi (X. Schneider) 3:3. 64. F. Kull (M. Stoltenberg) 4:3.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Team Aarau. 3mal 2 Minuten gegen Hornets R.Moosseedorf Worblental.

Team Aarau: L. Mäder; P. Stark (ab 50. M. Hunziker), M. Kull; S. Colombo, V. Lacerda; S. Hertig, M. Wagner; D. Studer, M. Stoltenberg, D. Stettler; R. Hug, P. Byland, O. Meyer; N. Neeser, F. Schwaller, J. Heller (ab 45. F. Kull); J. Hofmann; L. Marraffino; O. Bürgi; T. Hunziker.

Hornets R. Moosseedorf Worblental: S. Stöckli; E. Fritschi; E. Tüsel; J. Willi; M. Kipf; M. Steiner; D. Kipfer; X. Schneider; S. Oester; M. Hertig; M. Coray; J. Böhlen; Y. Wendelspiess; S. Zünd; M. Marti; J. Freudiger; J. Rüfenacht; P. Christen; P. Schäfer; F. Grunder.

Herren 1 | Die Entscheidung muss am Sonntag fallen

Aarau kann in Schönbühl nicht gewinnen. Nach 40 Minuten führte der Underdog zwar noch mit 5:3, agierte im Schlussdrittel ab zu passiv und kassierte in Unterzahl zwei Treffer, ehe das Heimteam in der Verlängerung reüssierte und damit die Belle in Aarau am Sonntagabend 20.00 Uhr erzwingen konnte.

In Spiel 4 dieser Serie starteten die Hornets aggressiv, Aarau hatte Mühe, Ballbesitz zu halten, überstand das Startfurioso aber unbeschadet und suchte vermehrt selber die Offensive. U21-Spieler Olivier Meyer brachte die Aargauer in der 8. Minute nach einem Abschluss von Rafi Hug in Front, Captain Dominic Studer erhöhte 10 Minuten später auf 2:0; Aarau war nun dem Gegner längst ebenbürtig. Sekunden nach diesem zweiten Treffer verkürzten die Berner nach einem unnötigen Ballverlust der Adler in der eigenen Zone. Im Mitteldrittel glichen die Hornets gar aus und nutzten das zweite Überzahlspiel dabei resolut aus. Die Aarauer vermochten zu reagieren. Philippe Stark und Dominic Stettler sorgten für den erneuten Zweitorevorsprung. In der 35. Minute mussten die Adler dann einen ärgerlichen Treffer hinnehmen, irgendwie landete der Ball wieder via eigenem Spieler im Tor. Aber der erneut praktisch fehlerfrei agierende Silvan Colombo erhöhte postwendend auf Zuspiel von Rafi Hug auf 5:3. Dass die Aarauer Stürmer in der Folge zweimal alleine vor des Gegners Torhüter vergaben, verkam in diesem Moment noch zur Randnotiz, sollte später aber doch noch an Bedeutung gewinnen. Lange verteidigten die Aarauer im Schlussdrittel erfolgreich, liessen aber in der Offensive beste Konterchancen aus und vermochten den Ballbesitz wieder kaum zu halten. Eigene Angriffe und Ballstafetten hatten Seltenheitswert, zu oft wählte man den unkoordinierten Befreiungsschlag. Zudem leistete man sich zu viele Fouls, die schliesslich zu Strafen führten. Das starke Powerplayspiel der Hornets hielt an und führte mit zwei Toren zum Ausgleich. In der Verlängerung sicherten sich die Berner in einer umkämpften Partie nicht unverdient den Sieg.

Damit kommt es am Sonntagabend, 3. April um 20.00 Uhr in der Schachenhalle zum entscheidenden fünften Spiel. Aarau präsentierte sich in Spiel vier in den Special Games nicht schlecht, musste dem Gegner aber klar den Vorrang lassen. Die Hornets nutzten die sich bietenden Chancen resolut aus und dominierten das Schlussdrittel letztlich klar. Aarau wird Mittel finden müssen, um dem Gegner das eigene Spiel wieder mehr aufzuzwingen und darf bei einem Vorsprung nicht zu defensiv werden. Zudem gilt es einmal mehr, die Fehlerquote zu reduzieren und mit mehr Entschlossenheit in den Abschluss zu gehen.

Hornets R.Moosseedorf Worblental – Team Aarau 6:5 n.V. (1:2, 2:3, 2:0, 1:0), RAIFFEISEN unihockeyARENA, Urtenen Schönbühl. 250 Zuschauer. SR Jörg/Würger. Tore: 8. O. Meyer (R. Hug) 0:1. 17. D. Studer (M. Stoltenberg) 0:2. 17. M. Kipf 1:2. 28. M. Coray (E. Fritschi, Ausschluss V. Lacerda) 2:2. 31. P. Stark 2:3. 33. D. Stettler (M. Stoltenberg) 2:4. 35. M. Steiner (Eigentor) 3:4. 35. S. Colombo (R. Hug) 3:5. 49. E. Fritschi (J. Willi, Ausschluss S. Hertig) 4:5. 56. J. Willi (M. Coray, Ausschluss D. Stettler) 5:5. 62. S. Oester 6:5.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Hornets R.Moosseedorf Worblental. 5mal 2 Minuten gegen Team Aarau.

Hornets R. Moosseedorf Worblental: S. Stöckli; E. Fritschi; E. Tüsel; J. Willi; M. Kipf; M. Steiner; D. Kipfer; X. Schneider; S. Oester; M. Hertig; M. Coray; G. L. Poschung; Y. Wendelspiess; J. Freudiger; S. Zünd; M. Marti; P. Schäfer; J. Rüfenacht; P. Christen; J. Böhlen; S. Leuenberger; F. Grunder.

Team Aarau: L. Mäder; M. Kull, P. Stark; V. Lacerda (ab 35. M. Hunziker), S. Colombo; M. Wagner, S. Hertig; D. Studer, M. Stoltenberg, D. Stettler (ab 50. D. Oehler); R. Hug, P. Byland (ab 30. F. Kull), O. Meyer; F. Schwaller, N. Neeser (ab 48. O. Bürgi), J. Heller; L. Marraffino; T. Hunziker.

Verein | Neue Liga? Neues Logo!

Die Spatzen pfeifen es schon länger von den Dächern – jetzt ist es offiziell. Auf vielfachen Wunsch hat der Vorstand heute die Einführung eines neuen, zeitgemässen Logos beschlossen. Es ist das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass Änderungen am Logo vorgenommen werden.

Um diese zu entdecken, muss man sich allerdings ein bisschen in der Vogelwelt auskennen. Denn sowohl die spanische Wappenschildform mit der abgerundeten Spitze als auch der “Drei-Streifen”-Schriftzug bleiben gleich, nur der Vogel wird ein anderer! Statt des zwar allseits beliebten aber mittlerweile doch etwas in die Jahre gekommenen Adlers trägt das Team Aarau-Emblem künftig eine Eule!

Wieso gerade eine Eule? Schon seit vielen Jahren “eult” es überall auf der Welt gewaltig und der Trend scheint ungebrochen. Zudem haben mit dem Steinkauz (2021) und der Waldohreule (2014) in den letzten 10 Jahren gleich zwei Exemplare aus der Gattung der Eulen die “Vogel des Jahres”-Wahl gewonnen.

“Die Begeisterung wird sich bei einigen am Anfang in Grenzen halten”, glaubt Vize-Präsident Züttel. “Der Adler hat uns im Logo auch viele Jahre treu und erfolgreich begleitet, nun ist es aber Zeit für eine Auffrischung”, erklärt Züttel den Grund, warum man sich für das Rebranding entschieden hat. Das würden irgendwann sicher auch die Traditionsverfechter im Verein verstehen.

Die Eule soll zum ersten Mal am Samstag am Playoff-Auswärtsspiel in Schönbühl auf einem Kleidungsstück zu sehen sein. Kommt vorbei und schaut sie euch an!

Herren 1 | Ein Sieg, nicht mehr und nicht weniger

Aarau gewinnt in der best of five-Serie Spiel drei zuhause gegen Hornets Moosseedorf mit 6:1. Damit kann Aarau in der Serie mit 2:1 in Führung gehen und kommt der Überraschung, sich gegen den langjährigen Erstligisten aus Bern durchzusetzen, ein kleines Stück näher. In den spielentscheidenden Phasen waren die Adler hellwach, agierten extrem mannschaftsdienlich und waren auch etwas mehr vom Glück begünstigt als der Gegner.

Wie schon in den ersten beiden Partien startete Aarau konzentriert und konnte in der 6. Minute durch Dominic Stettler in Führung gehen, der damit seinen Auftrag, Unruhe vor des Gegners Tor zu stiften und die Abschlüsse zu nehmen, zeitnah und erfolgreich erfüllte. In der Folge kam der Oberklassige zwar besser in die Partie, blieb aber vornehmlich mit Distanzschüssen gefährlich. Ein solcher fand schliesslich den Weg via Aargauer Verteidiger ins Adlergehäuse zum Ausgleich. Beide Teams agierten auch im Mitteldrittel geduldig und duellierten sich auf Augenhöhe. Florian Schwaller verpasste die Führung für das Heimteam noch knapp, ehe Routinier Peter Byland seine Farben im Powerplay unmittelbar vor Spielmitte mit einem Schuss ins hohe Eck auf Pass von Marco Stoltenberg abermals in Führung schoss. Danach leisteten sich die Aargauer zwar wenige, aber doch erhebliche Fehler in der Verteidigung, die zu zwei, drei hochkarätigen Gästechancen führten. Doch ein erneut blendend aufgelegter Luz Mäder im Adler Tor entschärfte alle Berner Abschlüsse mit zum Teil mirakulösen Paraden. Im letzten Drittel häuften sich die Aarauer Chancen wieder. Der pfeilschnelle Noel Neeser überlief zuerst die linke Gästeflanke und setzte den Ball an die Unterkante der Querlatte. Wenig später bediente der omnipräsente Rafi Hug den aufgerückten Silvan Colombo, der auf 3:1 erhöhen konnte. Moosseedorf lief darauf erfolglos an, Aarau zog durch Peter Byland und Dominic Oehler mit zwei Treffern ins leere Tor auf 5:1 davon und der umtriebige, laufstarke Joël Heller setzte mit dem 6:1 noch einen oben drauf.

Spiel drei ging damit wieder an Aarau, dessen Akteure sich an diesem Abend alle mit einer extrem mannschaftsdienlichen Leistung auszeichneten. Jeder stellte seine eigenen Stärken vollumfänglich in den Dienst des Teams und trug damit entscheidend bei zu diesem schönen und vielumjubelten Sieg, der allerdings einfach dazu führte, dass der Unterklassige der Überraschung einen Schritt näher kam, nicht mehr und nicht weniger. Am nächsten Wochenende wird die Entscheidung fallen, entweder am Samstag in Schönbühl oder am Sonntag in der Schachenhalle. Die Adler haben bisher im Spiel ohne Ball hervorragend verteidigt, müssen aber in der Defensive im Spiel mit Ball die Eigenfehler deutlich reduzieren und in der Offensive im Abschluss noch konsequenter und entschlossener agieren, wollen sie weiter erfolgreich sein und die Hornets in der engen Serie tatsächlich bezwingen.

Team Aarau – Hornets R.Moosseedorf Worblental 6:1 (1:1, 1:0, 4:0), Schachenhalle, Aarau. 190 Zuschauer. SR Cereda/Locatelli. Tore: 6. D. Stettler 1:0. 16. S. Zünd 1:1. 29. P. Byland (M. Stoltenberg) 2:1. 51. S. Colombo (R. Hug) 3:1. 60. P. Byland (O. Meyer) 4:1. 60. D. Oehler 5:1. 60. J. Heller (N. Neeser) 6:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Team Aarau. 1mal 2 Minuten gegen Hornets R.Moosseedorf Worblental.

Team Aarau: L. Mäder; M. Kull, P. Stark; M. Schenk (ab 5. V. Lacerda), S. Colombo; M. Wagner, S. Hertig; D. Studer, M. Stoltenberg, D. Stettler (ab 40. D. Oehler); R. Hug, P. Byland, O. Meyer; N. Neeser, F. Schwaller, J. Heller; S. Wassmer; O. Bürgi; T. Brunschwiler; T. Hunziker.

Hornets R. Moosseedorf Worblental: S. Stöckli; E. Fritschi; E. Tüsel; J. Willi; M. Kipf; M. Steiner; D. Kipfer; X. Schneider; M. Hertig; M. Coray; J. Böhlen; G. L. Poschung; Y. Wendelspiess; J. Freudiger; S. Zünd; M. Marti; J. Rüfenacht; P. Christen; P. Schäfer; S. Leuenberger; F. Grunder.

Damen 2 | Strahlende Gesichter

An der letzten Meisterschaftsrunde der Saison zeigt das Damen 2 über beide Spiele eine top Teamleistung und sichert sich souverän 4 Punkte und damit den hervorragenden 3. Schlussrang.

Sonntag, 20. März, die Sonne scheint, die Stimmung ist vorfreudig. Das Team ist guter Dinge, man will geniessen, noch einmal zeigen, was man kann und eine herausfordernde Saison versöhnlich zu Ende bringen. Sinnbildlich für die Saison startete der Sonntag jedoch chaotisch. Die Vorbereitungen auf Spiel 1 konnten nicht optimal durchgeführt werden… Das Team liess sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Man schaffte es “just in time” auszupacken und abzuliefern. Zwei total unterschiedliche Gegner und Spiele warteten auf die Adlerinnen. In Spiel 1 die Cannibals aus Richenthal. In der Vorrunde standen die Aarauerinnen auf dem Speiseplan der Kannibalinen und wurden mit einer 5:7-Klatsche verspeist. Die Reaktion im Rückspiel war jedoch stark! Gleich mit 12:1 wurden die Richenthalerinnen vorgeführt! Nichts erinnerte ans Hinspiel in Biel. Das Team Aarau jubelte bereits in der 2. Minute und merkte bald, dass das gute Gefühl Sicherheit gibt. So wurde über die gesamte Spielzeit sicher und selbstbewusst aufgespielt und ein ungefährdeter Sieg eingefahren.

In Spiel 2 gegen Biel wurden die Aarauerinnnen mehr gefordert und so musste man unter Beweis stellen, dass man auch in einem engen Spiel, welches jederzeit hätte kippen können, Ruhe bewahren kann. Mit einem Raketenstart ging es los. Es dauerte keine Minute, ehe die Aarauerinnen zum ersten Mal einnetzen und die Weichen zum Sieg stellen konnten. Man gab den Bielerinnen zu verstehen, dass es nicht einfach werden würde. Das Spiel wurde jedoch auch zur Geduldsprobe. Aarau spielte clever und konnte die wenigen Bieler Fehler in Zählbares ummünzen. Biel indes haderte mit Abschlusspech. Das Spiel endete mit 4:1.

Mit zwei tollen Spielen, vier eingeheimsten Punkten und der Gewissheit, dass man über die volle Spielzeit konzentriert und fast fehlerfrei aufspielen und das vorhandene Potential aufs Parkett bringen kann, beendet das Kleinfeldteam die Saison auf dem hervorragenden 3. Schlussrang. Beim anschliessenden Pizzaessen wurde die gemeinsame Zeit in geselliger Runde noch einmal ausgekostet, auf die gelungene Saison angestossen und einfach die tolle Stimmung genossen.

Team Aarau II – Richenthal Cannibals 12:1
Team Aarau II – UHC Biel-Seeland 4:1

Team Aarau II J. Wehrli (T); Si. Zollinger (C), A. Bugmann, A. Bachmann; F. Frey, Sa. Zollinger, S. Huser; E. Zeller, M. Zobrist, L. Rutschmann; L. Bieri; Y. Bieri; M. Schönbächler (T).

Herren 1 | Aarau verpasst das Break letztlich klar

In Spiel zwei unterliegt Aarau den Berner Hornissen auswärts klar mit 1:4, nachdem man bis zur Spielmitte noch in Führung gelegen hatte. Die Offensivabteilung präsentierte sich wie schon am Vorabend ungenügend in der Chancenauswertung, zudem leistete man sich zu viele individuelle Fehler, die sich die erfahrenen Erstligisten nicht entgehen liessen und einen letztlich verdienten Sieg einfuhren.

Der Sonntagabend in Schönbühl begann gut für die Adler. Marvin Wagner brachte seine Farben auf Pass von Samir Hertig mit einer Freistossvariante in Führung. Aarau liess auch Ball und Gegner gut laufen und verteidigte diszipliniert und im Spiel ohne Ball nahezu fehlerfrei. Nur liess man in der Offensive sich bietende Chancen, die Führung zu erhöhen, aus. Hornets scheiterte seinerseits wiederholt am einmal mehr souveränen Luz Mäder im Aargauer Tor. Genau bei Spielmitte glich der Favorit dann aber doch aus und ging nach bitteren Aarauer Fehlern in der Defensive und einer Doublette kurz vor der zweiten Pause gar mit 3:1 in Führung. Die Gäste mussten reagieren und versuchten die Abschlussquote wieder zu erhöhen. Dies gelang punkto Quantität; die Qualität und die Präzision im Passspiel sowie im Abschlussverhalten blieben allerdings deutlich ungenügend. Aarau wirkte zu umständlich und ungenau in der gegnerischen Zone und es wollte (selbst in zwei Powerplaymöglichkeiten) einfach nichts Zählbares gelingen. So bauten die Berner die Führung noch aus und spielten den Sieg in Spiel zwei souverän nach hause.

Zum Schluss mussten sich die Aarauer nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben. Letztlich reichte es nicht, den Favoriten in Spiel zwei zu bezwingen und mehr zu fordern. Wille und Einsatz, das Bemühen, ins Spiel zurückzufinden, waren jederzeit bestens erkennbar. Stürmer und Verteidiger aber leisteten sich zu viele individuelle Fehler, sei es mit unpräzisen Abschlüssen oder eben auch Fehlzuspielen in der eigenen Zone, die die Hornets nach Spielmitte resolut auszunützen vermochten. Es bleibt beiden Teams eine Woche Zeit, die richtigen Schlüsse aus den ersten beiden Begegnungen zu ziehen. Am nächsten Samstagabend um 19.00 Uhr kommt es in der Aarauer Schachenhalle zum dritten Aufeinandertreffen.

Hornets R.Moosseedorf Worblental – Team Aarau 4:1 (0:1, 3:0, 1:0), RAIFFEISEN unihockeyARENA, Urtenen Schönbühl. 183 Zuschauer. SR Müller/Schmutz. Tore: 12. M. Wagner (S. Hertig) 0:1. 30. J. Willi (M. Steiner) 1:1. 38. X. Schneider (S. Oester) 2:1. 39. M. Steiner (E. Fritschi) 3:1. 42. D. Kipfer (S. Zünd) 4:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Hornets R.Moosseedorf Worblental. 1mal 2 Minuten gegen Team Aarau.

Hornets Regio: S. Stöckli; E. Fritschi; E. Tüsel; J. Willi; M. Kipf; M. Steiner; D. Kipfer; X. Schneider; S. Oester; M. Hertig; M. Coray; G. L. Poschung; S. Zünd; J. Freudiger; P. Schäfer; J. Rüfenacht; Y. Wendelspiess; P. Christen; J. Böhlen; S. Leuenberger; F. Grunder.

Team Aarau: L. Mäder; M. Kull, P. Stark; M. Schenk, V. Lacerda; S. Hertig, M. Wagner; D. Studer, M. Stoltenberg, S. Colombo; P. Byland (ab 20. O. Meyer), R. Hug, F. Kull; N. Neeser, F. Schwaller, J. Heller; O. Bürgi; D. Stettler; D. Oehler; L. Neuenschwander; T. Hunziker.