Kategorie: Berichte

Herren 2 | Wasserschloss II abgetrocknet

Der Gegner am drittletzten Spieltag war Legion Wasserschloss II. Zum zweiten Mal en suite ging es in deren Heimhalle nach Windisch, nur mit dem Unterschied, direkt gegen sie antreten zu müssen. Mit nur 12 Feldspielern und einem Torhüter reisten die Aarauer an. Dies aus verschiedenen Gründen. Die Coaches hatten also zwei Linien zur Verfügung, wobei nicht alle Spieler in ihrer angestammten Position eingesetzt werden konnten. Schlechte Ausgangslage? Könnte man meinen. Heute war jedoch der Tag der einfachen aber wirksamen Rhetorik. Co-Trainer Clémençon merkte an, dass man noch nie gegen Wasserschloss II verloren hat. Das hat dann das Team zweifelsfrei verinnerlicht.

In den ersten Minuten sahen die Zusehenden, welche in grösserer Zahl für das Heimteam anwesend waren, keine nennenswerten Aktionen. Dann machte Kohler den Adler, hob ab und spielte in der Luft den Ball, was die Schiris als Bodenspiel taxierten. Zwei Minuten Zeitstrafe das Verdikt . Diese Überzahl wusste Neptuns Garde auszunutzen. Danach legte sie noch einen Lattenschuss nach. Das Signal für die Adler die Krallen auszufahren. Hochuli war für den Ausgleich besorgt und noch vor der Pause bediente Stoltenberg den freistehenden Graf zur Führung. Während dem ganzen Spiel steckten die Teams nicht zurück. Eindrücklich wurde um jeden Ball gefightet und teilweise war es auch zu viel des Guten. Bei einem Zweikampf an der Bande verletzte sich Captain Zuber am Knie und fiel danach für das restliche Spiel aus. Er gab seine Binde an Hochuli weiter. Kurz danach war der erste Abschnitt vorbei.

Neben dem taktischen Feintuning der Coaches war es dann Neo-Captain Hochuli, der ebenfalls unglaublich rhetorisches Geschick bewies. Er schwor seine Mannschaft ganz einfach aber spielentscheidend ein. Er hätte als Captain noch nie verloren. Das wurde dann auch verinnerlicht. Und so schritten die verbliebenen 12 Aarauer zur Tat. Drei Minuten nach Wiederbeginn erzielte zwar Wasserschloss den zwischenzeitlichen Ausgleich. Dann aber zündeten die Kantonshauptstädter ein Feuerwerk, sicherlich auch mit freundlicher Unterstützung der Gastgeber, die schwache Minuten einzogen. In sage und schreibe drei 3:10 Minuten erzielten die Aarauer fünf Tore. Zwar wurden gleich zwei davon von den Schiris aberkannt. Die Stärke der Aarauer war aber an diesem Nachmittag, die Ruhe zu bewahren und sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren. Drei Tore von Kalt, Brunschwiler und Scherler zählten und man lag damit 5:2 in Front. Die Auszeit von Wasserschloss brachte dann für den Gegner wieder mehr Ordnung, jedoch auch mehr Pressing und noch mehr Härte, was sich bis am Schluss nicht änderte. Kohler schoss nach der Hälfte des Spiels auf Pass des sehr wirbligen Brunschwiler das 6:2, welches kurz darauf von Wasserschloss mit dem 6:3 beantwortet wurde. Mit diesem Spielstand ging es ins letzte Drittel.

Der Ausgang des Spiels ist nun schneller erzählt. Die Wasserschlössler waren bemüht und wollten vor heimischem Publikum die Partie noch drehen. Aarau spielte hinten jedoch sicher und wo man Abschlüsse zuliess, war Stücheli im Kasten ein sicherer Rückhalt. Er wurde nicht mehr bezwungen. Das Heimteam nahm sich dann mehrfach selber die Möglichkeiten zur Aufholjagd. Mehrere Strafen musste man hinnehmen, während Aarau diese zwar nicht ausnützen konnte, die Uhr aber unweigerlich für die Adler arbeitete. Spätestens als Co-Trainer Balz auf Pass von Kalt zum 7:3 verwertete, war die Partie entschieden. Viel mehr passierte nicht mehr, mit der Ausnahme von ein paar Strafen.

Das Team Aarau II verbucht damit drei Punkte auf eine souveräne Art und Weise. Man liegt mit 19 Punkten auf Rang drei in der Tabelle, welchen man unbedingt gegen die Sharks aus Münchenstein verteidigen will. Das Spiel findet am Samstag, 14. März in Oberwil um 14:30 Uhr statt. Es gilt dann wieder die einfache und wirksame Rhetorik anzuwenden. Es funktioniert!

Legion Wasserschloss II – Team Aarau II 3:7 (1:2, 2:4, 0:1)
Sportausbildungszentrum Mülimatt, Windisch. SR Kälin/Wirz.
Tore: 6. M. Leu (N. Müller) 1:0. 10. Y. Hochuli 1:1. 14. Y. Graf (M. Stoltenberg) 1:2. 24. J. Kupper (G. Fuchs) 2:2. 25. P. Kalt (Y. Hochuli) 2:3. 25. T. Brunschwiler 2:4. 27. M. Scherler 2:5. 33. S. Kohler (T. Brunschwiler) 2:6. 33. M. Leu (A. Cimma) 3:6. 52. T. Balz (P. Kalt) 3:7.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Legion Wasserschloss II. 2mal 2 Minuten gegen Team Aarau II.

Für das Team Aarau im Einsatz: S. Stücheli (G), Balz, Brunschwiler, Clémençon, Graf, Hertig, Hochuli (*C), Hofmann, Kalt, Kohler, Scherler, Stoltenberg, Zuber (C)
* Ab 2. Drittel wegen Verletzung S. Zuber

Das Team wurde betreut durch: Balz, Clémençon, Puck

Bericht: D. Puck

Damen KF | Leistung nicht belohnt

🏑  Team Aarau vs. TV Oberwil BL

Mit vier Blöcken reiste das Team Aarau motiviert nach Walterswil. Der Start in die Partie gelang vielversprechend: Aarau setzte den Gegner früh unter Druck und konnte verdient mit 1:0 in Führung gehen.

Doch Oberwil reagierte und glich kurz vor der Pause zum 1:1 aus. Bis zur Pause blieb es beim Unentschieden.

Der Start in die zweite Halbzeit misslang Aarau jedoch. Kleine Unkonzentriertheiten wurden vom Gegner konsequent ausgenutzt, sodass Oberwil innert kurzer Zeit auf 1:4 davonziehen konnte. Trotz des Rückstands zeigte Aarau Moral, kämpfte sich zurück ins Spiel und verkürzte nochmals auf 2:4.

Leider reichte die verbleibende Zeit nicht mehr aus, um das Spiel zu drehen. So endete die Partie mit einer 2:4-Niederlage für Aarau.

Fazit: Eine kämpferische Leistung mit starkem Beginn, doch am Ende fehlten die nötige Konsequenz und die Zeit, um das Spiel noch zu wenden.

 

🏑  Team Aarau vs. Oesingen Lions

Aarau startete engagiert in die Partie, musste jedoch früh einen Rückschlag hinnehmen: Bereits nach 5 Minuten gingen die Lions mit 0:1 in Führung, nur 5 Minuten später folgte das 0:2.

Doch Aarau zeigte eine starke Reaktion. In der 14. Minute gelang innerhalb kurzer Zeit ein Doppelschlag zum 2:2-Ausgleich – das Spiel war wieder völlig offen. Kurz vor der Pause nutzten die Lions jedoch eine Unachtsamkeit und gingen erneut mit 2:3 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Oesingen auf 2:4. Aarau gab sich aber nicht auf und kämpfte sich nochmals heran – der Anschlusstreffer zum 3:4 brachte neue Hoffnung ins Team.

Fünf Minuten vor Schluss wurde es nochmals hektisch: Aarau stellte um auf 4 gegen 3. Eine 2-Minuten-Strafe wegen eines Stockschlags erschwerte die Aufholjagd. Kurz darauf folgte eine weitere Strafe, wodurch die Lions ihre Überzahl nutzen und den entscheidenden Treffer zum 3:5-Endstand erzielen konnten.

Fazit: Aarau bewies Moral mit einer starken Aufholaktion in der ersten Halbzeit. Am Ende machten jedoch Strafen und kleine Unkonzentriertheiten den Unterschied zugunsten der Lions.

U21 | Juniorinnen Der frühe Adler fängt den Wurm

Mit der motivierten Einstellung „Der frühe Adler fängt den Wurm“ ging es für die Adlerinnen wieder frühmorgens in die Halle. Mit ein paar angeschlagenen Spielerinnen stand das Team nun gegen Schüpfen auf dem Feld. Durch einen unglücklichen Schuss von Schüpfen, purzelte der Ball ins eigene Tor und so stand es bereits nach den ersten vier Minuten 1:0 gegen die Aarauerinnen. Jetzt galt es, sich schnell wieder zu fangen, um das Spiel noch vor der Pause zu drehen. Nach einem starken Kampf und vielen fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter fiel leider noch kein erleichterndes Tor für die Adlerinnen. Entschlossen und endlich erwacht standen sie wieder auf dem Feld, bereit für die Schlacht. Offensichtlich dominierend gelang es Welford, das erleichternde 1:1 zu erzielen. Doch kurz darauf fiel bereits das 2:1 gegen die Adlerinnen und es hiess wieder aufzuholen. Weiter hin von Eifer getrieben kämpften sie, bis auch für Wirth der Schuss ins Tor fiel. Hektisch ging es weiter hin und her, doch es wirkte, als ob jemand versuchte, die Adlerinnen am Sieg zu hindern. Am Ende mussten sie das Unentschieden hinnehmen – trotz gutem Teamgeist und aufstrebender Leistung.

Nach dem Unentschieden waren alle fest entschlossen, sich die nächsten Punkte im Spiel gegen Hünenberg zu sichern. Schon in der ersten Minute traf Kieser zum führenden 1:0. Darauf folgten Wirth und Welford mit zwei weiteren Toren, womit es 3:0 für die Juniorinnen stand. Nach einem Schuss von Lüscher, der für viele Augen als drin galt, machte sich Verwirrung breit, nachdem kein Pfiff erfolgte, sondern ein Konter der Gegnerinnen. Es gelang unserer Verteidigung leider nicht schnell genug zu schalten, womit es zu einem unglücklichen Gegentor kam. Völlig ungläubig begaben sie sich nun in die Pause, wo bereits hitzig diskutiert wurde. Mit dem Entschluss, nun umso mehr Tore zu erzielen, gelang es Papadimitrya, das 4:1 zu erzielen. Danach mussten die Adlerinnen erneut mental stark bleiben und einen kühlen Kopf bewahren. Es blieb bei einem 4:1-Sieg für die Juniorinnen aus Aarau trotz Herausforderungen.

Herren 2 | Skiferien-Derbysieg und Höhenluft

Nach dem gewonnenen Derby vor zwei Wochen gegen Lok Reinach II, folgte bereits in der nächsten Runde ein weiteres Spiel gegen einen Kantonsrivalen. Wieder im Baselbiet, dieses Mal in Münchenstein, traf man auf Virtus Wohlen. Es sind im Aargau Skiferien. Krankheiten und Verletzungen führten zusätzlich zu Absenzen und so brachten beide Mannschaften keine drei Linien aufs Matchblatt.

Mit einem Sieg, das war klar, konnte das Minimalziel „Ligaerhalt“ vorzeitig gesichert werden. Aber wer will bei den Aarauern an die unterste Tabellenregion denken. Mit je zwei Linien war kein allzu agiles Spiel zu erwarten. Freundinnen und Freunde der Unihockey-Ästhetik auf der Tribüne kamen im ersten Abschnitt so gar nicht auf ihre Kosten. Viele Fehler, zu wenig Ballkontrolle und Stockschläge en masse sorgten für mehr Kampf und Krampf, als Glanz und Gloria. Dies auf beiden Seiten. Mit einer Nullnummer ging es in die erste Pause.

Im zweiten Drittel konnte Aarau die vielen Fehler deutlich reduzieren. Der Spielfluss wurde nun zusehends besser und man verzeichnete mehr und die besseren Chancen als Virtus Wohlen. Kurz nach Spielmitte war es dann Stoltenberg, welcher den Goalie aus dem Freiamt düpierte und die Führung für die die Adler erzielte. Mehr resultierte trotz vieler Chancen im zweiten Drittel nicht mehr.

Schon früh im Schlussabschnitt war die Intensität hoch. Nach fünf Minuten wurde die einzige Strafe des Spiels gegen Wohlen gepfiffen. Die folgende Überzahl wurde innert weniger Sekunden zum 2:0 genutzt. Kohler wurde von Stoltenberg bedient, welcher kompromisslos den Ball im Tor versenkte. Virtus Wohlen gab sich nicht kampflos geschlagen. Alle Aarauer zeigten jedoch eine beeindruckende Laufbereitschaft. Auch in hektischen Phasen blieb man ruhig und fokussiert. Solidarisch half man einander und die Verteidiger blockten und rackerten vorbildlich. Es war nicht so, dass Wohlen keine Abschlüsse hatte. Doch Gottfried Stutz, im Tor von Aarau war dieser Mäder Luz. Es sei vorweg genommen: Der Schlussmann der Adler sollte nie hinter sich greifen müssen. Doch wenn es läuft, kommt es noch besser. Bei einem Gegenstoss bediente Studer den freistehenden Stoltenberg, welcher zum 3:0 erhöhte. Fünf Minuten vor der Schlusssirene hatte dann Scherler nach einer Energieleistung seinen grossen Auftritt, als er mit einem Powerschuss das Tor des Tages erzielte. Das wäre es eigentlich schon gewesen. Doch die Aarauer taten noch etwas für das bisher eher bescheidene Torverhältnis. Den Schlusspunkt zum 5:0 Derbysieg setzte erneut der unwiderstehliche Stoltenberg, wieder auf Pass von Studer.

Der Klassenerhalt war damit nicht nur Tatsache, man konnte den anderen Kantonsrivalen Lok Reinach II in der Tabelle überholen. Die Aarauer schnuppern damit – wie passend – Höhenluft in der Skiferienzeit und grüssen nun von Platz 3 des Tableaus. Am 15. Februar folgt dann aber als Gegner der Zweitplatzierte Unihockey Mittelland II. Will man weiter so hoch hinaus, müssen zusätzliche Punkte eingefahren werden.

Virtus Wohlen – Team Aarau II 0:5 (0:0, 0:1, 0:4)
KUSPO Bruckfeld, Münchenstein. SR Berchten/Ungrad
Tore: 32. M. Stoltenberg 0:1. 47. S. Kohler (M. Stoltenberg) 0:2. 52. M. Stoltenberg (N. Studer) 0:3. 56. M. Scherler (S. Kohler) 0:4. 58. M. Stoltenberg (N. Studer) 0:5.
Best Player: Andres Maurer (C)
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Virtus Wohlen / keine Strafen gegen Team Aarau II

Für das Team Aarau im Einsatz: Mäder (T), Heimgartner (T), Maurer (C), Studer, Kohler, Hertig, Hofmann, Stoltenberg, Gros, Balz, Hochuli, Schönleber, Clémençon, Graf, Scherler

Das Team wurde betreut durch: Balz, Clémençon, Puck

Bericht: D. Puck

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

U21 Juniorinnen | Kampfgeist zahlt sich aus

Wir starteten als Team sehr motiviert ins Turnier und versuchten von Beginn an, gut zusammenzuspielen. Trotz der wenigen Spielerinnen war der Einsatz im Team von Anfang an sehr hoch.

Im ersten Match gegen Giffers zeigte unsere Offensive eine starke Leistung. Wir erspielten uns mehrere Chancen und versuchten konsequent, ein Tor zu erzielen. Obwohl wir früh mit 1:0 in Rückstand gerieten, gab niemand im Team auf – der Kampfgeist war deutlich spürbar. In der Defensive hatten wir jedoch Schwierigkeiten: Unsere Abwehr stand nicht immer kompakt genug, und die Offensive hätte etwas weiter nach hinten arbeiten müssen. Teilweise waren die Abstände zwischen den Spielerinnen zu groß, wodurch die Mitte offen war und Giffers mehrere Male einfach durchlaufen konnte.

Im zweiten Spiel gegen Interlaken machte unsere Offensive von Beginn an viel Druck, was sehr positiv war. Leider hatten wir erneut Probleme im Verteidigen und verloren in der Offensive zu oft den Ball, was Interlaken zu gefährlichen Kontern nutzte. Nach einigen Anpassungen fanden wir jedoch besser ins Spiel, standen kompakter und nutzten unsere Chancen konsequent. Am Ende konnten wir das Spiel verdient mit 3:1 für uns entscheiden.

Insgesamt zeigte das Team großen Einsatz und Zusammenhalt. Mit einer stabileren Defensive und besserer Abstimmung zwischen Offensive und Verteidigung können wir uns für die nächsten Spiele weiter verbessern.

Herren 2 | Klarer Derbysieg gegen Lok Reinach II

Neues Jahr, neues Derby gegen die zweite Garde von Lok Reinach. Die letzten Aufeinandertreffen waren nicht gerade positiv für die Kantonshauptstädter verlaufen. Lok war als Tabellenzweiter auch klar vor den Aarauern platziert. Zur neunten Saisonrunde reiste man in die sonnige Basel-Landschaft nach Oberdorf, wo zur Mittagszeit in der schmucken Halle der SV Waldenburg Eagles das Spiel stattfand.

Nach einer konzentrierten Spielvorbereitungsphase verlor man pünktlich um 12:15 Uhr das erste Bully am Mittelpunkt. Ein schlechtes Omen? Nein! Der stets omnipräsente Stoltenberg war es, der sich gleich zwei Mal als Torschütze notieren liess. Kalt und Graf legten ihm auf. In der 17. Minute war es Romanowski, der sich auf Pass von Waser aus wenig aussichtsreicher Position ein Herz fasste. Er zelebrierte einen Lehrbuch-Backhander, welcher im langen Eck des Tores einschlug. Der Titel „Tor des Tages“ war ihm gewiss! Mit 3:0 gewannen die Adler das erste Drittel.

Lok Reinach kam im zweiten Abschnitt aber klar besser ins Spiel. Ihre Schüsse häuften sich und zusehends wurden die Aarauer in ihrer Hälfte eingeschnürt. Zur Spielmitte war der Anschlusstreffer der Wynentaler Tatsache. Als dann auch noch Gros wegen einem Handspiel auf die Strafbank musste, konnte man Unheil befürchten. Doch Aarau spielte ein cleveres Boxplay. Nach einem abgefangenen Ball und einem schnellen Gegenstoss bediente Graf seinen Mitspieler Schönleber, der vielumjubelt in Unterzahl eiskalt zur erneuten Dreitoreführung abschloss.

Nicht selten liessen sich die Adler im letzten Abschnitt noch abluchsen. Doch heute – soviel sei bereits verraten – war dies überhaupt nicht der Fall. Lok war spielerisch nicht das schlechtere Team. Sie liessen den Ball gefällig laufen, suchten und fanden immer wieder Lücken und hatten viele Abschlüsse. Mäder im Kasten der Aarauer – der später als „Best Player“ von Jurytisch und Spielern gewählt wurde – vereitelte immer wieder beste Chancen der Reinacher. Etwas atypisch für die Aarauer wurden gleich zwei bisher geltende Gesetze gebrochen: Resultatverwaltung im 3. Drittel und eine mangelnde Chancenauswertung. Es lief und das wie geschmiert. Kohler und Maurer schraubten die Führung bis zur 48. Minute auf 6:1 hoch. Wenig später kamen die Wynentaler zu einem weiteren Treffer. Davon liessen sich die Aarauer aber nicht beeindrucken. Geduldig wartete man auf seine Chancen, die durch Gegenstösse auch immer wieder Tatsache wurden. Graf und erneut Maurer trafen zur komfortablen Führung von 8:2. Die Geschichte war somit erzählt. Ein weiterer Treffer von Lok wurde mit dem zweiten Treffer von Kohler zum Schlussresultat von 9:3 beantwortet. Ein ganz klarer Derbysieg, der durch viel Einsatz, cleveres und aufopferndes Spiel, jedoch vor allem durch eine hohe Effizienz errungen wurde. Die Aarauer sind damit auf Rang vier und somit in die obere Tabellenhälfte geklettert.

Wo viel Licht ist, ist leider auch Schatten. In den letzten Minuten stiess Josh Brühlmeier heftig mit dem gegnerischen Torhüter zusammen und stürzte genauso heftig wie unglücklich. Dabei zog er sich eine Schulterluxation zu. Leider eine weitere schwere Verletzung während der laufenden Saison. Wir wünschen Josh an dieser Stelle „gute Besserung“ und hoffen auf eine rasche Genesung und baldige Rückkehr.

UHC Lok Reinach II – Team Aarau II 3:9 (0:3, 1:1, 2:5) Spieldetails
3-Fachhalle, Oberdorf BL. SR Rüst/Senn
Tore: 4. M. Stoltenberg (P. Kalt) 0:1. 13. M. Stoltenberg (Y. Graf) 0:2. 17. J. Romanowski (S. Waser) 0:3. 30. M. Hediger 1:3. 33. R. Schönleber (Y. Graf) 1:4. 45. S. Kohler (J. Romanowski) 1:5. 48. A. Maurer (S. Waser) 1:6. 50. A. Frey 2:6. 53. Y. Graf (J. Brühlmeier) 2:7. 54. A. Maurer (S. Waser) 2:8. 54. N. Tschudi 3:8. 58. S. Kohler (S. Waser) 3:9.
Best Player Team Aarau II: L. Mäder (T)
Strafen: keine Strafen gegen Lok Reinach II – 2 Minuten gegen Team Aarau II

Für das Team Aarau im Einsatz: Mäder (T), Maurer, Brunschwiler, Stark, Studer, Kohler, Hertig, Waser, Hofmann, Stoltenberg, Scherler, Kalt, Romanowski, J. Brühlmeier, M. Brühlmeier, Graf, Zuber (C), Gros

Das Team wurde betreut durch: Balz, Clémençon, Puck

Bericht: D. Puck