Kategorie: Damen 1 | GF

Damen 1 | Vorschau Schweizer Cup

Die Ausgangslage könnte nicht spezieller sein: In der Schachenhalle in Aarau kommt es am Sonntag 18.08.2019 zu einem Cup-Doppel-Duell der besonderen Art. Um 16:00 Uhr treffen die Adlerinnen vom Team Aarau auf den UHC Pfannenstiel Egg-Maur-Oetwil am See. Und nur drei Stunden später wird das Herrenteam sein Cupspiel gegen den gleichen Verein austragen. Für Hochspannung im Doppelpack wird also gesorgt sein.

Das Damenduell bietet eine spannende Ausgangslage: Sowohl das Team Aarau als auch die Frauschaft des Vereins mit dem längsten Namen der Schweiz erreichten in der vergangenen Saison den Gruppensieg in ihrer 2. Liga GF Gruppe. Dass das Team Aarau damit direkt in die 1. Liga aufstieg, hing auch damit zusammen, dass Pfanni auf ebendiesen verzichtete. Und so trennt die beiden Teams zum heutigen Zeitpunkt auf dem Papier zwar eine ganze Liga, der Unterschied auf dem Feld dürfte dann aber eher zu Gunsten der Zürcherinnen ausfallen. Diese bieten einigen verdienten NL-Spielerinnen eine Plattform, die intensive Karriere in den höchsten Ligen noch etwas ausklingen zu lassen.

Dass gemütliches Ausklingen im Meisterschaftsbetrieb nicht zwingend mit fehlendem Ehrgeiz im Cupbetrieb einher geht, dies ist auf Aarauer Seite bekannt. Für Aarau ist Pfanni der perfekte Gegner, das eigene Spielsystem einem wirklichen Härtetest zu unterziehen und einen ersten Formtest zu absolvieren. Bei einem Sieg, notabene dem ersten Cupsieg in der Ära Anderes/Schmutz, würde ein Duell mit dem Ligakonkurrenten Lioness oder dem NLB-Team UH Appenzell warten. Zum Schluss bleibt nur noch der Wunsch, dass sich die ganze Team Aarau Familie bereits beim Damenspiel in den Schachen begibt und den Adlerinnen lautstark die Daumen drückt!

Damen 1 | Licht und Schatten

Tempo, Präzision, Drive. Das waren die Ziele für die Heimrunde des Damen 1. Im ersten Match gegen Moutier wurden diese Punkte auch gut umgesetzt und ein dementsprechend verdienter 7:0 Sieg gefeiert werden. Im zweiten Match gegen Ad Astra Sarnen wurde der Mannschaft die eigene Unkonzentriertheit zum Verhängnis und es resultierte lediglich ein 2:2.

Das Spiel gegen Moutier startete konzentriert und mit viel Elan. Bald konnte das 1:0 durch Schär auf Pass von Grimm gefeiert werden. Rutschmann erhöhte bald darauf auf 2:0. Das Team spielte weiter konzentriert, präzise, schnell und mit viel Zug aufs Tor. Schär traf dementsprechend verdient nach Zuspiel von Kirsch erneut zum 3:0. Dank einem Weitschuss von Nyffeler auf Pass von Roos hatten wir zur Pause einen Vorsprung von 4:0. Moutier hatte währenddessen nicht viel Ballbesitz und Torfrau Stettler dementsprechend eine ruhige erste Halbzeit. Wer mit einem solchen Vorsprung in die Pause kann, läuft Gefahr, in der zweiten Halbzeit deutlich nachzulassen und plötzlich wieder um den Sieg zittern zu müssen. Dieser Tatsache war sich das Trainergespann Anderes/Schmutz bewusst und fand in der Pause die richtigen Worte, und so startete jede einzelne wieder hochkonzentriert in die zweite Halbzeit. So traf Fehlmann auf Pass von Schaer verdient zum 5:0. Das U21-Gespann Schär/Grimm zeigte daraufhin erneut, dass sie zu Recht bei den Damen eingesetzt wurden und erspielten das sehenswerte 6:0.
Das Pünktchen auf dem i lieferte Rutschmann auf Pass von Wyss mit dem 7:0 kurz vor Ende des Spiels.

Nach einem solchen ersten Spiel wollte man natürlich im zweiten gleich fortfahren.

Kurz nach Spielbeginn musste Fischer aber bereits das erste Mal hinter sich greifen, als ein Schuss der Sarnenrinnen etwas unglücklich den Weg ins Tor fand. Die Folge war eine unkonzentrierte erste Halbzeit, geprägt durch viel Hektik. Trotzdem fand ein Schuss von Schär zum Ziel und so konnten wir immerhin ohne Rückstand in die Pause. Diese half leider nicht, die fehlende Konzentration zurückzubringen, es reihten sich Fehlpässe an Ballverluste und Fehlentscheidungen an Fehlschüsse. Folglich stand es gegen Ende der zweiten Halbzeit immer noch 1:1. Ein Timeout zur richtigen Zeit konnte aber nochmals etwas Struktur ins Spiel bringen und Grimm konnte durch einen satten, sauberen Schuss zum 2:1 erhöhen. Dies hätte das Schlussresultat sein sollen, leider kam es 2min 30s vor Schluss anders und Sarnen konnte eine 2:1 Situation geschickt zum 2:2-Schlussresultat verwerten.

Das Team muss nun weiter an sich arbeiten, um einen solchen Leistungseinbruch in Zukunft zu verhindern.

Damen 1 | Tabellenspitze verteidigt, ABER …

Nachdem Vollerfolg der letzten Runde war das Ziel für die fünfte Spielrunde klar: Die Verteidigung der Tabellenspitze und ein erneuter Vierpunktezuwachs. Die Tabellenspitze konnte dank einem Sieg über den direkten Verfolger UH Lejon und einem Unentschieden gegen das starke Unihockey Schüpfheim verteidigt werden. Und da es immer ein aber gibt, bleibt zu erwähnen, dass es weiterhin Luft gegen oben gibt.

Das Team Aarau startete mit viel Elan und Willen in das Spiel gegen Lejon Zäziwil. Die erhaltene Spielroutine der letzten Trainings zeigten mehrheitlich ihre Wirkung und so konnten fast alle Linien ihre trainierten Auslösungen abrufen. Trotzdem vermochte das Team Aarau das Spiel vor dem Tor noch zu wenig gefährlich zu gestalten. Oftmals wurde der letzte Pass zu spät gespielt oder die Schüsse kamen nicht aufs Tor. Trotzdem ging Aarau durch ein glückliches Tor von Laura Rutschmann in Führung. Aarau machte weiterhin Druck und so wurde ein Weitschuss von Michelle Nyffeler auf Pass von Lucie Schär zum Pausenstand von 2:0 verwertet. Die zweite Spielhälfte startet mit dem frühen Anschlusstreffer von Lejon. Mehr und mehr zeigte sich, dass der Gegner bewusst auf Konter wartete. Aarau blieb torhungrig, doch ermöglichte durch erhöhte Druckphasen in der gegnerischen Spielhälfte zu viele Lücken und so kam es nach und nach auch zu gefährlichen Situationen vor dem Aarauer Tor, welche durch Goalie Evi Stettler teilweise ziemlich im Alleingang gerettet werden mussten. Trotz dieser gefährlichen Szenen, konnte Aarau als nächstes jubeln. Die treffsichere Michelle Schär schoss auf Pass von Katarina Kirsch backhand aufs und ins Tor. Lejon gab sich nicht geschlagen und stellte die Aarauer Verteidigung nach und nach auf die Probe. Aarau konnte nur noch teilweise an ihr ruhiges Aufbauspiel der ersten Hälfte anknüpfen, vermochten aber dem Gegner standzuhalten und durften am Ende mit dem Endstand 4:2 einen Sieg feiern.

Im zweiten Spiel wartete mit Schüpfheim ein Direktverfolger. Von Beginn an zeigten sich die Gegnerinnen kämpferisch. So wurde der Aufbau der Aarauer stets vom Pressing der Gegner gestört und neue Wege mussten gesucht werden. Ebenso nutzte Schüpfheim so ziemlich jede Abschlussmöglichkeit. Aarau zeigte ein starkes Blockverhalten und die Defensivarbeit liess kaum zu wünschen übrig. Allerdings wurden Ballgewinne zu wenig schnell genutzt und zu wenig sicher verteidigt, so dass es oft in einem Kampf mit (nicht gepfiffenen) Stockschlägen endete. So gut die Defensivarbeit, so schlecht teilweise die Offensive. Aarau zeigte sich bemüht, den Führungstreffer zu schiessen. Doch teilweise wurde im Alleingang das Tor gesucht oder dann im Gegenteil vor lauter Passkombinationen die gute Tormöglichkeit verpasst. In diesem Spiel scheiterte so ziemlich jeder Torversuch. Auch eine gut gespielten Powerplay-Phase mit guten Kombinationen wurde von Aarauer Seite her nicht genutzt. Nach der Pause und den taktischen Anweisungen der Trainer änderte sich nicht viel am Spiel. Beide Teams suchten weiterhin den Führungstreffer und scheiterten an den Gegnern oder am eigenen Unvermögen. Auf welche Seite das Spiel kippen könnte, machte das Spiel spannend bis zum Schluss und die Spannung wurde durch eine 2-Minuten-Strafe von Seitens Aarau noch erhöht. Die Schlussphase mit dem Powerplay Schüpfheims konnte aber nichts mehr an dem torlosen Unentschieden ändern, auch dank sicherer Leistung von Torhüterin Julia Fischer.

Aarau verteidigt weiterhin die Tabellenspitze, jedoch im Bewusstsein, dass die Verfolger sich definitiv nicht geschlagen geben und für einen nächsten Vollerfolg für Aarau eine Leistungssteigerung in der Torjagd gefragt ist.

Wie eng es in der Tabelle ist, verdeutlicht der Blick auf die Punkte der ersten vier Teams:

  1. Team Aarau 15 Punkte (+15)
  2. UH Schüpfheim 13 Punkte (+15)
  3. UH Lejon 13 Punkte (+9)
  4. UH Basel Regio 13 Punkte (+2)