Herren 2 | Skiferien-Derbysieg und Höhenluft

Nach dem gewonnenen Derby vor zwei Wochen gegen Lok Reinach II, folgte bereits in der nächsten Runde ein weiteres Spiel gegen einen Kantonsrivalen. Wieder im Baselbiet, dieses Mal in Münchenstein, traf man auf Virtus Wohlen. Es sind im Aargau Skiferien. Krankheiten und Verletzungen führten zusätzlich zu Absenzen und so brachten beide Mannschaften keine drei Linien aufs Matchblatt.

Mit einem Sieg, das war klar, konnte das Minimalziel „Ligaerhalt“ vorzeitig gesichert werden. Aber wer will bei den Aarauern an die unterste Tabellenregion denken. Mit je zwei Linien war kein allzu agiles Spiel zu erwarten. Freundinnen und Freunde der Unihockey-Ästhetik auf der Tribüne kamen im ersten Abschnitt so gar nicht auf ihre Kosten. Viele Fehler, zu wenig Ballkontrolle und Stockschläge en masse sorgten für mehr Kampf und Krampf, als Glanz und Gloria. Dies auf beiden Seiten. Mit einer Nullnummer ging es in die erste Pause.

Im zweiten Drittel konnte Aarau die vielen Fehler deutlich reduzieren. Der Spielfluss wurde nun zusehends besser und man verzeichnete mehr und die besseren Chancen als Virtus Wohlen. Kurz nach Spielmitte war es dann Stoltenberg, welcher den Goalie aus dem Freiamt düpierte und die Führung für die die Adler erzielte. Mehr resultierte trotz vieler Chancen im zweiten Drittel nicht mehr.

Schon früh im Schlussabschnitt war die Intensität hoch. Nach fünf Minuten wurde die einzige Strafe des Spiels gegen Wohlen gepfiffen. Die folgende Überzahl wurde innert weniger Sekunden zum 2:0 genutzt. Kohler wurde von Stoltenberg bedient, welcher kompromisslos den Ball im Tor versenkte. Virtus Wohlen gab sich nicht kampflos geschlagen. Alle Aarauer zeigten jedoch eine beeindruckende Laufbereitschaft. Auch in hektischen Phasen blieb man ruhig und fokussiert. Solidarisch half man einander und die Verteidiger blockten und rackerten vorbildlich. Es war nicht so, dass Wohlen keine Abschlüsse hatte. Doch Gottfried Stutz, im Tor von Aarau war dieser Mäder Luz. Es sei vorweg genommen: Der Schlussmann der Adler sollte nie hinter sich greifen müssen. Doch wenn es läuft, kommt es noch besser. Bei einem Gegenstoss bediente Studer den freistehenden Stoltenberg, welcher zum 3:0 erhöhte. Fünf Minuten vor der Schlusssirene hatte dann Scherler nach einer Energieleistung seinen grossen Auftritt, als er mit einem Powerschuss das Tor des Tages erzielte. Das wäre es eigentlich schon gewesen. Doch die Aarauer taten noch etwas für das bisher eher bescheidene Torverhältnis. Den Schlusspunkt zum 5:0 Derbysieg setzte erneut der unwiderstehliche Stoltenberg, wieder auf Pass von Studer.

Der Klassenerhalt war damit nicht nur Tatsache, man konnte den anderen Kantonsrivalen Lok Reinach II in der Tabelle überholen. Die Aarauer schnuppern damit – wie passend – Höhenluft in der Skiferienzeit und grüssen nun von Platz 3 des Tableaus. Am 15. Februar folgt dann aber als Gegner der Zweitplatzierte Unihockey Mittelland II. Will man weiter so hoch hinaus, müssen zusätzliche Punkte eingefahren werden.

Virtus Wohlen – Team Aarau II 0:5 (0:0, 0:1, 0:4)
KUSPO Bruckfeld, Münchenstein. SR Berchten/Ungrad
Tore: 32. M. Stoltenberg 0:1. 47. S. Kohler (M. Stoltenberg) 0:2. 52. M. Stoltenberg (N. Studer) 0:3. 56. M. Scherler (S. Kohler) 0:4. 58. M. Stoltenberg (N. Studer) 0:5.
Best Player: Andres Maurer (C)
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Virtus Wohlen / keine Strafen gegen Team Aarau II

Für das Team Aarau im Einsatz: Mäder (T), Heimgartner (T), Maurer (C), Studer, Kohler, Hertig, Hofmann, Stoltenberg, Gros, Balz, Hochuli, Schönleber, Clémençon, Graf, Scherler

Das Team wurde betreut durch: Balz, Clémençon, Puck

Bericht: D. Puck