Neues Jahr, neues Derby gegen die zweite Garde von Lok Reinach. Die letzten Aufeinandertreffen waren nicht gerade positiv für die Kantonshauptstädter verlaufen. Lok war als Tabellenzweiter auch klar vor den Aarauern platziert. Zur neunten Saisonrunde reiste man in die sonnige Basel-Landschaft nach Oberdorf, wo zur Mittagszeit in der schmucken Halle der SV Waldenburg Eagles das Spiel stattfand.
Nach einer konzentrierten Spielvorbereitungsphase verlor man pünktlich um 12:15 Uhr das erste Bully am Mittelpunkt. Ein schlechtes Omen? Nein! Der stets omnipräsente Stoltenberg war es, der sich gleich zwei Mal als Torschütze notieren liess. Kalt und Graf legten ihm auf. In der 17. Minute war es Romanowski, der sich auf Pass von Waser aus wenig aussichtsreicher Position ein Herz fasste. Er zelebrierte einen Lehrbuch-Backhander, welcher im langen Eck des Tores einschlug. Der Titel „Tor des Tages“ war ihm gewiss! Mit 3:0 gewannen die Adler das erste Drittel.
Lok Reinach kam im zweiten Abschnitt aber klar besser ins Spiel. Ihre Schüsse häuften sich und zusehends wurden die Aarauer in ihrer Hälfte eingeschnürt. Zur Spielmitte war der Anschlusstreffer der Wynentaler Tatsache. Als dann auch noch Gros wegen einem Handspiel auf die Strafbank musste, konnte man Unheil befürchten. Doch Aarau spielte ein cleveres Boxplay. Nach einem abgefangenen Ball und einem schnellen Gegenstoss bediente Graf seinen Mitspieler Schönleber, der vielumjubelt in Unterzahl eiskalt zur erneuten Dreitoreführung abschloss.
Nicht selten liessen sich die Adler im letzten Abschnitt noch abluchsen. Doch heute – soviel sei bereits verraten – war dies überhaupt nicht der Fall. Lok war spielerisch nicht das schlechtere Team. Sie liessen den Ball gefällig laufen, suchten und fanden immer wieder Lücken und hatten viele Abschlüsse. Mäder im Kasten der Aarauer – der später als „Best Player“ von Jurytisch und Spielern gewählt wurde – vereitelte immer wieder beste Chancen der Reinacher. Etwas atypisch für die Aarauer wurden gleich zwei bisher geltende Gesetze gebrochen: Resultatverwaltung im 3. Drittel und eine mangelnde Chancenauswertung. Es lief und das wie geschmiert. Kohler und Maurer schraubten die Führung bis zur 48. Minute auf 6:1 hoch. Wenig später kamen die Wynentaler zu einem weiteren Treffer. Davon liessen sich die Aarauer aber nicht beeindrucken. Geduldig wartete man auf seine Chancen, die durch Gegenstösse auch immer wieder Tatsache wurden. Graf und erneut Maurer trafen zur komfortablen Führung von 8:2. Die Geschichte war somit erzählt. Ein weiterer Treffer von Lok wurde mit dem zweiten Treffer von Kohler zum Schlussresultat von 9:3 beantwortet. Ein ganz klarer Derbysieg, der durch viel Einsatz, cleveres und aufopferndes Spiel, jedoch vor allem durch eine hohe Effizienz errungen wurde. Die Aarauer sind damit auf Rang vier und somit in die obere Tabellenhälfte geklettert.
Wo viel Licht ist, ist leider auch Schatten. In den letzten Minuten stiess Josh Brühlmeier heftig mit dem gegnerischen Torhüter zusammen und stürzte genauso heftig wie unglücklich. Dabei zog er sich eine Schulterluxation zu. Leider eine weitere schwere Verletzung während der laufenden Saison. Wir wünschen Josh an dieser Stelle „gute Besserung“ und hoffen auf eine rasche Genesung und baldige Rückkehr.
UHC Lok Reinach II – Team Aarau II 3:9 (0:3, 1:1, 2:5) – Spieldetails
3-Fachhalle, Oberdorf BL. SR Rüst/Senn
Tore: 4. M. Stoltenberg (P. Kalt) 0:1. 13. M. Stoltenberg (Y. Graf) 0:2. 17. J. Romanowski (S. Waser) 0:3. 30. M. Hediger 1:3. 33. R. Schönleber (Y. Graf) 1:4. 45. S. Kohler (J. Romanowski) 1:5. 48. A. Maurer (S. Waser) 1:6. 50. A. Frey 2:6. 53. Y. Graf (J. Brühlmeier) 2:7. 54. A. Maurer (S. Waser) 2:8. 54. N. Tschudi 3:8. 58. S. Kohler (S. Waser) 3:9.
Best Player Team Aarau II: L. Mäder (T)
Strafen: keine Strafen gegen Lok Reinach II – 2 Minuten gegen Team Aarau II
Für das Team Aarau im Einsatz: Mäder (T), Maurer, Brunschwiler, Stark, Studer, Kohler, Hertig, Waser, Hofmann, Stoltenberg, Scherler, Kalt, Romanowski, J. Brühlmeier, M. Brühlmeier, Graf, Zuber (C), Gros
Das Team wurde betreut durch: Balz, Clémençon, Puck
Bericht: D. Puck
