Mit dem Zug machte sich ein Grossteil der Mannschaft des Team Aarau nach Lausanne auf. Die beiden Teams lagen vor dem Spiel lediglich einen Punkt auseinander. Es konnte von einem knappen Spielverlauf ausgegangen werden.
Im ersten Drittel besass LUC Floorball Epalinges mehr Ballbesitz, kam jedoch nicht wirklich zu guten Torchancen. Das Team Aarau war, wie schon öfter in dieser Saison, nicht wirklich parat für das Spiel und konnte keine Akzente setzen. Das Gute am ersten Drittel war, dass die Null auf der eigenen Seite stehen blieb.
Das zweite Drittel begann, und das Team Aarau war im Spiel angekommen. Die Pässe kamen nun an, und die ersten guten Torchancen wurden kreiert. Das erste Tor gelang jedoch dem Heimteam, welches einen Penalty nach einem Stockschlag verwertete. Knapp 90 Sekunden später tankte sich M. Kull auf der linken Seite durch und traf mit einem sehenswerten Hocheckschuss zum 1:1. Nach einer Unkonzentriertheit in der Aarauer Hintermannschaft war es wiederum das Heimteam, das zur 2:1-Führung traf. So ging es mit einem knappen Rückstand in die zweite Pause.
Für das letzte Drittel war der Plan klar: Das Spiel wollte man zu seinen Gunsten drehen. Kaum begann das Schlussdrittel, wurde der Plan noch schwieriger, da sich das Heimteam eine Minute nach Wiederanpfiff mit dem dritten Tor in Front brachte. Dieses Tor wirkte befreiend für den Gast aus Aarau. Das Team war nun wie verwandelt und setzte in der Folge das Heimteam permanent unter Druck. Dieses konnte sich nur noch selten aus der eigenen Hälfte befreien. Das Team Aarau kam Mal für Mal zu hochkarätigen Chancen. Der Torhüter von LUC, der zurecht zum besten Spieler seines Teams gewählt wurde, hielt Mal für Mal. Schlussendlich konnte Schnyder den Anschluss wiederherstellen. Nun lief der Ball in den Reihen der Aargauer, und Brenner netzte auf Vorarbeit von Güdel zum Ausgleich ein.
Die erstmalige Führung war nur noch eine Frage der Zeit. Bei einem der seltenen Angriffe von LUC kamen diese nach einem Durcheinander im Slot der Aarauer zum erneuten Führungstreffer. Nun rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Tor von Epalinges. Es brauchte einen Schuss von Walker, der dem Team Aarau den verdienten Ausgleich bescherte.
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit musste je ein Spieler beider Teams auf die Strafbank. Die Verlängerung begann mit 4:4 Feldspielern. Dabei kamen beide Teams zu keinen grösseren Torchancen. Die entscheidenden Szenen spielten sich nach der Hälfte der Verlängerung ab. Zuerst wurde ein klares Stossen am Aarauer Stürmer nicht geahndet, und ein paar Sekunden später wollte der Schiedsrichter ein Handspiel in der Mittelzone gesehen haben. Dies hatte eine 2-Minuten-Strafe für den Gast zur Folge. Die Unterzahl wehrte sich gekonnt und hatte die Strafe schon fast ausgestanden, als der Ball den Weg in den Slot fand und der Stürmer von LUC zum 5:4 traf.
Die Chancenauswertung war es einmal mehr, die dem Team Aarau nicht mehr Punkte einbrachte. Mal für Mal scheiterte man am Gästetorhüter oder am eigenen Unvermögen. Einen Punkt nehmen wir mit nach Hause, nach dem Spielverlauf hätten es auch ein paar mehr sein können, wenn nicht sogar müssen.
Schon am nächsten Sonntag wartet das Aargauer Derby gegen den Leader Lok Reinach, ein besonderes Spiel, in dem Aarau erneut Kampfgeist zeigen kann.
Danach folgt endlich wieder ein Heimspiel:
Samstag, 6. Dezember, 18:00 Uhr, Suhrenmatte Buchs gegen Einhorn Hünenberg.
Eine hervorragende Gelegenheit, vor eigenem Publikum wieder wichtige Punkte einzufahren!
