Autor: Marco De Rinaldis

U18 | Alle guten Dinge sind 3

Bei ihrem vierten Sieg in Folge (inklusive forfait) konnten die Aarauer U18 Junioren das erste Mal in dieser Saison mit allen drei Blöcken durchspielen und dabei einen Sieg einfahren. Eine super Teamleistung und mentale Stärke waren dafür entscheidend.

 

Die Aarauer waren heiss auf das Aargauer Derby gegen UAU, der Gameplan entsprechend offensiv und aggressiv. Früh wollte man den Gegner unter Druck setzen und das Spiel in die eigene Hand nehmen. Das mit dem Pressing funktionierte noch nicht wie angedacht, doch die Adler waren von Anfang an parat und Meier konnte auch diese Woche das Score eröffnen, nachdem die Aargauer von einem schnellen Doppelpass zwischen Fellmann und Junghans ausgespielt worden waren. Die Aargauer waren aber genauso an einem Sieg gegen den Kantonsrivalen interessiert, wie die Aarauer und so mussten die Aarauer mit einer, noch zum Teil etwas halbherzigen, Leistung mit einem 1:2 in die erste Pause.

 

Das Zweite Drittel war eine einzige Freude zum Zuschauen und Spielen. Die Führenden waren schon in guter Stimmung und liessen einen kleinen ticken nach. Die Aarauer hatten sich in der Pause noch einmal gepusht, waren bissig, konzentriert und hatten Spass am Spiel. Alle drei Blöcke gingen früh ins Pressing. Dem Gegner wurde keine ruhige Sekunde Zeit gelassen, hinten hielt Hauri dicht, wobei auch fast nichts auf seinen Kasten kam. Die Aarauer waren dauerhaft im Ballbesitz, erspielten sich Chancen und kamen in der Hälfte des zweiten Drittels zum Verdienten Ausgleich. Nur eine Minute später bekam der Gegner wegen überhartem Einsteigen gegen Scherler eine Zweiminutenstrafe. Es hätte auch eine höhere Strafe sein können, doch das machte den Aarauern nichts aus. Nach einem wunderbaren Pass von Freiburghaus setzte Scherler den Ball selbst in die leeren Maschen, nachdem die Adler ein Powerplay wie aus dem Training gezeigt hatten. Schon im nächsten Einsatz rannte Freiburghaus pfeilschnell mit dem Ball seinem Verteidiger weg und hatte sogar noch Zeit den Goalie elegant zu umkurven und einzuschieben. 4:2! Das Spiel war nach nur drei Minuten gekippt.

 

Dass die Spieler von UAU im dritten Drittel immer noch an ihren Sieg glauben würden, war den Aarauern klar, doch dass sie sich im dritten Durchgang noch einmal steigern würden, auf das waren die Adler nicht gefasst. Mit unglaublichem Willen kamen die Aargauer in das Drittel, gegen den Verlauf des Spiels war es dann jedoch Scherler, welcher auf Pass von Freiburghaus das 5:2 schoss. Gestartet war der Konter nach einer genialen Defensivaktion Fellmanns. Doch die Aargauer liessen keinesfalls die Köpfe hängen, trotz dem, dass Bontempi einen Ball auf der Linie klärte stand es nach etwa 55 Minuten 5:4. Genug Zeit für die euphorisierten Aargauer noch ein Tor zu schiessen. Doch auch genug Zeit für Freiburghaus einen Konter zu laufen. Beim ersten Versuch noch gescheitert drückte er den Ball hinter dem Tor stehend ins Tor und schenkte den Aarauern damit etwas Raum zum Atmen. Dieser war aber bald darauf wieder weg. Kurz vor Schluss erzielte UAU doch tatsächlich noch den erneuten Anschlusstreffer. Die Emotionen gingen nun hoch, die beiden Teams wurden von den begeisterten Fans lautstark unterstützt. UAU holte alles raus, auch den Goalie, ging auf einen Block runter, versuchte das Spiel doch noch einmal auszugleichen. Die Adler hätten zweimal mit einem Schuss aufs leere Tor das Spiel entscheiden können, doch sie liessen es bleiben und so blieb es bis 3 Sekunden vor Schluss nervenaufreibend, als der letzte Versuch der aufopferungsvollen Aargauer scheiterte.

U18 | Mit kühlem Kopf zum verdienten Sieg

Es ging schon früh an diesem Sonntagmorgen los für die Spieler der U18. Um acht Uhr traf man sich im Schachen, um zehn Uhr pfiffen die Schiedsrichter die Partie gegen die White Indians aus Baar an. Die Aarauer standen wie geplant defensiv und liessen den Gegner das Spiel machen, dieser konnte sich aber keine nennenswerten Chancen erarbeiten und wenn ein Schuss auf das Tor der Adler kam, war Schibli zur Stelle und entschärfte. Auch das gegnerische Powerplay von 2 Minuten überstand man ohne Probleme. Die Aarauer lauerten auf Konter, konnten diese aber nicht nutzen, da ihnen die nötige Kreativität fehlte und Freiburghaus und Schneider nur die Torumrandung trafen. So stand es nach 20 Minuten 0:0.

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild. Das Spiel blieb zwar taktisch, die Aarauer standen hinten stabil, die spielmachenden Inwiler konnten sich weiter keine Chancen erarbeiten, doch die jungen Adler wurden zwingender, oft fehlte nicht wenig zum Torerfolg. Zeitgleich wurde der Gegner zunehmender frustriert, da er nicht am stabilen Verteidigungs-Torhüter Bollwerk vorbeiwusste. So war es abzusehen was passieren würde und nach 26 Minuten erlöste Freiburghaus die Aarauer mit dem Führungstreffer aus ihrem Warten. Der Gegner war nun richtig giftig unterwegs, doch die Adler liessen sich nicht aus der Ruhe bringen. Doch dann stand es wie aus dem nichts 1:1. Ein Gegenspieler drückte den Ball per Zoro-Buebetrick unter Schiblis Latte. Dass sich seine Stockschaufel bei dieser Aktion etwa auf Kopfhöhe unseres Torhüters befand, war den Schiedsrichtern leider entgangen. Die Aarauer gerieten etwas aus dem Konzept und mussten Schibli für das festhalten der 1 bis zum Pausenpfiff danken, allzu oft musste dieser eine heikle Situation ganz allein klären.

Der letzte Abschnitt fing hektisch an, die Baarer bekamen ihre einzigen Chancen von den Aarauern auf dem Silbertablett serviert, doch Schibli machte ihnen wieder und wieder einen Strich durch die Rechnung. Doch dann kam zur Abwechslung mal ein Geschenk des Gegners: Völlig unnötig und übermotiviert ging dieser an Verteidiger Gisi ran -> 2-Minutenstrafe. Dieses Mal wusste der Powerplayblock die Überzahl besser zu nutzen wie im zweiten Drittel. Nach wenigen Sekunden schweisste Meier denn Ball auf Pass von Kopp an den inneren Pfosten. In der Folge wurde das Spiel immer umkämpfter. Die White Indians drückten auf den Ausgleich und auch ungehemmt in die Rücken der Adler. Diese liessen sich aber nicht auf die kleinen Nettigkeiten ein und folgten dem Spielplan. Nun erlaubten sich die Aarauer aber immer öfter Aussetzer beim Auslösen, was den Gegner nicht nur einmal allein vor Schibli auftauchen liess. Dieser mutierte jedoch endgültig zum Kraken und liess seine Gegenspieler an ihm verzweifeln. Eine Nervenzerreissende Phase ging fünf Minuten vor Schluss mit dem zweiten Treffer Meiers zu Ende. Scherler hatte den Topscorer des Tages mit einem hohen Ball von der eigenen Grundlinie aus in Szene gesetzt. Die Aarauer verwalteten stabil gegen die in der Tabelle besser platzierten Indians und konnten wohlverdient den zweiten Sieg in Folge einfahren.

Junioren U18 | Ausdauer zahlt sich aus

Nach zwei ernüchternden Spielen gegen Luzern und Uri trat die U18 Mannschaft des Team Aaraus in Baar gegen den UHC Crusaders 95 Zürich an. Im Vorfeld war klar, dass es eine schwierige Partie auf Seiten der Aarauer sein wird, denn das Team war um einige Spieler dezimiert und die bisherige Bilanz der Resultate sah nicht gerade erfreulich aus. Jedoch war der Wille da und mit einigen ungewöhnliche Veränderungen in der Aufstellung sowie im Trainer-Staff waren die Chancen auf einen unerwarteten Verlauf des Spiels durchaus vorhanden. Sollte dieser positiv oder negativ sein, möglich war alles.

Die jungen Adler machten sich eine frühe Führung langsam zur Gewohnheit und so traf Bontempi bereits in der sechsten Minute nach einer Balleroberung das Tor auf Zürcher Seite. Die Crusaders liessen jedoch nicht lange auf sich warten und so schlugen sie keine 60 Sekunden nach dem initialen 1:0 mit einem 1:1 zurück. Die Aarauer blieben jedoch in ihrem Element und liessen sich nicht unterkriegen. Freiburghaus demonstrierte die Präsenz der Adler in der gegnerischen Hälfte in der achten Spielminute wiederum nach einer Balleroberung mit dem 2:1. Mit der Führung in der Hand kamen die Aarauer mehr und mehr unter Druck von den Zürchern und es ein sauberes Spiel nach vorne stellte sich von Minute zu Minute als schwieriger dar. Es war also nur eine Frage der Zeit, bevor die Crusaders schliesslich in der 16. Minute das Spiel mit dem 2:2 wieder ins Gleichgewicht brachten, bevor der Pfiff in die Pause erklang.

Die Aarauer reagierten nach der Pause intelligent auf das Umdenken des Gegners und Scherler nutzte den Moment der Verwirrung für das 3:2 bereits eine Minute nach Beginn des zweiten Drittels. Die Jungadler setzten sich vermehrt in der gegnerischen Hälfte fest und versuchten ihr Glück am gegnerischen Tor nicht zu knapp, jedoch ohne Erfolg. Aber auch in der Verteidigung wurden die Aarauer auf die Probe gestellt, meisterten jedoch noch jede Abwehrreaktion gekonnt und verhinderten jegliche Gegentreffer der Crusaders. Ein nach aussen uninteressant wirkendes, jedoch für den Spielverlauf entscheidendes zweites Drittel für das Team Aarau.

Die Aarauer bewiesen ihre Standhaftigkeit im zweiten Drittel und hielten den Druck in der Verteidigung, sowie im Sturm aufrecht. Trotz wenigen tatsächlichen Torchancen wurde ihre Ausdauer in der 44. Spielminute auf aussergewöhnliche Art und Weise belohnt. Ein Pass von Scherler vor das Tor der Zürcher wird von einem Gegenspieler unglücklich abgelenkt: Eigentor und eine 4:2 Führung für die Aarauer! Die Jungadler liessen sich durch das Geschenk aber nicht aus dem Konzept bringen und führten ihre Strategie trotz wachsendem Druck der Gegner weiter aus. Die Crusaders handelten sich gegen Ende der Partie gleich zwei Zweiminutenstrafen ein, welche die Aarauer zu ihrem Glück nicht effektiv nutzen konnten. So blieben den Zürchern am Schluss dennoch nur wenige Minuten, um ihren Rückstand wieder aufzuholen. Trotz sechs Feldspielern und grossem Druck auf die Aarauer brachten sie keinen Ball mehr an der nun sehr konzentrierten Aarauer Verteidigung vorbei und mussten ihre 2:4 Niederlage zum Schlusspfiff einstecken, während die jungen Adler zum ersten Mal in der Saison einen Sieg feiern konnten.

Schibli, Hächler, Freiburghaus (1|0), Gisi, Scherler (2|0), Bontempi (1|0), Meier, Peter, Drees, Fellmann, Pelloli, Haas, Fuchs, Hauri

Junioren U18 | Heimrunde

Am Sonntag hatten die U18 ihre zweite Meisterschaftsrunde. Man trat gegen UHC Uri in der BSA-Halle an. Die jungen Adler traten voller Überzeugung in die Halle und hofften zuhause ihre ersten Punkte in der Meisterschaft zu holen.

 

Die Aarauer starteten gut in die ersten Minuten. Scherler traf schon nach kurzer Zeit mit einem satten Schuss zum 1:0. Kurz darauf traf auch noch Fries und brachte die Adler mit 2:0 in Führung. Jedoch hielt das Glück der Adler nicht lange. Die Gegner standen hoch und man geriet unter Druck. Uri verringerte den Rückstand durch einen Konter. Kurz vor der Pause traf Uri noch einmal und somit startete man ins zweite Drittel mit einem Gleichstand. Die Adler spielten das erste Drittel nicht konsequent genug. Gegenspieler im eigenen Slot wurden nicht gedeckt und auch beim Abschluss aufs Tor liess noch einiges zu wünschen übrig.

 

Die Adler liessen ihren Kopf nicht hängen. Trotz einem mässig guten ersten Drittel kamen die Aarauer erneut mit Überzeugung aufs Feld. Jetzt setzte man um, was man schon im ersten Drittel hätte besser machen sollen. Die Auslösungen wurden besser, das Zusammenspiel kreativer und man wurde konsequenter vor dem eigenen Tor oder in den Zweikämpfen. Man spielte mit dem Gegner auf Augenhöhe. Nur bei den Abschlüssen kam man nicht auf einen grünen Zweig. Das Team Aarau versenkte nicht einen Ball im gegnerischen Tor. Uri hingegen hatte mehr Glück und traf zweimal das Aarauer Tor. Das zweite Drittel endete mit 4:2.

 

Die Aarauer wussten, dass sie jetzt noch einmal alles geben mussten, wenn man das Resultat kehren wollte. Auch ins dritte Drittel startete man gut. Fries traf im Powerplay zum 4:3 und gab den Aarauern Hoffnung. Ebenfalls im Powerplay vergrösserte Uri kurz später ihren Vorsprung auf 5:3. Uri und Aarau gaben noch einmal alles. Die Aarauer konnten sich teilweise gut vor dem gegnerischen Tor festsetzten. Tore gab es jedoch nicht mehr. Nur Uri traf noch einmal zum 6:3. Mit diesem Resultat endete das Spiel.

Junioren U18 | Noch keinen Jubel für die Aarauer

Für das erste Spiel der Meisterschaftssaison reisten die Spieler der u18 des Team Aaraus ins nahe Olten, wo sie gegen die Mannschaft von Unihockey Luzern antraten. Nach einer langen Vorbereitung, einem Trainingsweekend zwei Testspielen und mit neuen Taktiken waren die jungen Adler heiss auf ein intensives Match.

Die Aarauer zeigten ab der ersten Sekunde, dass für einen Sieg angereist waren. Bereits in der zweiten Spielminute brachte Freiburghaus das Team nach Vorlage von Peter in Führung. Ein grandioser Start in die Partie, doch der Torschütze liess nicht nach und erweiterte die Führung gleich zwei Minuten später mit der Hilfe von Scherler auf 2:0. Für den Rest der ersten Hälfte des ersten Drittels schienen sich die Aarauer mit zwei Toren zu begnügen und nahmen gegenüber den Luzernern eine defensivere Haltung auf dem Spielfeld ein, bevor Steiner mit dem 3:0 das Tüpfchen auf dem i erzielte (Assist Holle). Doch nun war der Startimpuls der Jungadler definitiv aufgebraucht, es ging ans Eingemachte! Nach einer zurückhaltenden zweiten Hälfte erzielten die Luzerner kurz vor der Pause das 1:3, ein bitterer Schlag auf das Gemüt der Aarauer, doch noch waren sie in Führung.

Die Luzerner schienen durch ihren Gegentreffer vor der Pause viel Schwung in das zweite Drittel mitgenommen zu haben, während sich die Aarauer Jungadler zuerst wieder auf dem Feld zurechtfinden mussten. Von dem anfangs starken Zug aufs gegnerische Tor war kaum mehr etwas zu erahnen und auch in der Aarauer Verteidigung kamen die Luzerner mehr und mehr zu freien Torchancen. Das spielte ihnen in die Stöcke und sie nutzten ihre Chancen. Bald hängte das Team aus der Innerschweiz einen weitern Ball unter die Latte des Aarauer Tores und verkleinerte so die Differenz um ein weiteres Drittel. Im Rausch gefesselt, und die Aarauer wie gelähmt, nahmen sich die Luzerner auch für den Anschlusstreffer nicht viel mehr Zeit, um sich nun wieder auf einer Höhe mit den Aarauern messen zu können. Drei zu Drei, mit dem Ausgleich in die zweite Pause.

Jetzt hiess es alles oder nichts. Die Führung war verspielt, der Spielstand zurück auf 0:0 gesetzt. Jetzt musste ein Ruck durch die Mannschaft. Dieser kam auch, zumindest ein wenig, eher zu wenig. Die Aarauer versuchten nochmals, die Luzerner unter Druck zu setzen und Bälle im gegnerischen Raum zu erobern und Torchancen herauszuspielen. Darauf schienen die Luzerner jedoch nur so gewartet zu haben. Die Aarauer Verteidigung wies immer mehr Lücken auf, welche die Luzerner auch fanden. Mit dem 4:3 war es klar: Ein normales Spiel der Aarauer wird diese Partie nicht mehr wenden können. So warfen die Jungadler nochmals alles nach vorne! Mit 6 Feldspielern versuchten sie energisch, sich vor dem gegnerischen Tor festzusetzen und womöglich einen Ausgleichstreffer zu erzielen, jedoch ohne Erfolg. Zu allem Übel nutzen die Luzerner die Chance des unbesetzten Tores der Aarauer um den Spielstand zum Schluss gleich noch um zwei Punkte auf ihrer Seite zu erhöhen.

Am Ende stand es 3:6 auf der Anzeigetafel. Aus einer souveränen Führung zum Start wurde ein hektisches, defensives Spiel der Aarauer, welches sich in der zweiten Hälfte in Kombination mit versuchten Angriffen in vielen Gegentreffern äusserte.

Hauri, Schibli, Weber, Hächler, Freiburghaus (2|0), Gisi, Junghans, Gauderon, Freis, Kopp, Scherler (0|1), Bontempi, Holle (0|1), Peter (0|1), Drees, Fellmann, Schneider, Steiner (1|0), Pelloli, Bertschi

Junioren U18 | Doch kein Comeback

Doch kein Comeback am Comeback-Cup

 

Erstes Drittel

Der Plan der Aarauer war eigentlich von Anfang an klar. Den Gegner kommen lassen, den Ball in der eigenen Hälfte oder an der Mittellinie zurückerobern und wenn möglich Konter fahren. Doch von dem Plan der Trainer konnte Aarau nichts umsetzten. Oft schlief die halbe Mannschaft auf dem Feld und man ließ den Gegner den Ball umherspielen, ohne ihn in den Doppelzonen unter Druck zu setzen. Dieses Verhalten wurde schon in der vierten Minute ein erstes Mal bestraft. Nachdem man zuvor noch Glück hatte, dass man dank Hauri im Tor noch nicht in Rückstand gegangen war, war der Torhüter jetzt kalt erwischt worden, nachdem ein flacher Ball noch abgefälscht worden war und ihm über den Fuss sprang.

Statt jedoch durch das Gegentor wach zu werden, blieben die Aarauer schläfrig und luden den Gegner mit unnötigen Querpässen und Kopflosen Vorstössen durch die Mitte noch zusätzlich ein.

In der Offensive blieb man weiter unsichtbar. Wenn man sich mal in Person von Drees oder Freiburghaus durchgetankt hatte, war entweder der Abschluss ungenügend oder man versuchte Pässe durch drei Gegner hindurchzuspielen.

Das Spiel wurde dann unterbrochen, da einer der Gegenspieler Diebe in den Garderoben entdeckt hatte. Die Aarauer hatten Glück, es kamen nur wenige Portemonnaies weg. Der Gegner hatte mehr Pech, es wurde ihm mehrere Handys gestohlen.

Aber auch nach dem Unterbruch änderte sich nichts und nach einer weiteren Einladung in Form eines Hands von Seiten der Adler, welches den Bernern Überzahl bescherte, wurde von den Gegnern angenommen. Der flache Schuss rutschte unglücklich unter dem ausgestreckten Bein vom zugestellten Hauri durch, der hoffnungslos von seiner Mannschaft im Stich gelassen worden war.

Der Rest des Drittels wurde ohne Gegentreffer überstanden und es ging in die erste Pause.

 

Zweites Drittel.

Die Adler starteten blitzartig und nach nur 45 Sekunden traf Drees ein erstes Mal den Pfosten. Es sah danach aus, als könnte man den Rückstand schnell wieder wett machen, doch der Gegner reagierte gut und traf schon in der 2. Minute zum 3:0.

In Folge fielen die Aarauer in alte Verhaltensmuster zurück und nur weil Weber zwei Glanzparaden hinlegte, schlug es in der 8. Minute „erst zum 4:0 für die Berner ein.

Als es dann nach 13 Minuten 5:0 stand, nahmen die Trainer den Time-out und es wurde auf 2 Blöcke umgestellt. In der Folge wurde es etwas besser. Die Aarauer kamen schon früh zum Pressing und es wurden immer mehr Bälle auch in der gegnerischen Zone erobert.

Auch war plötzlich mehr Kreativität im Spiel, Szenen wie ein Fuss-Doppelpass zwischen Kopp und Junghans waren keine Seltenheit mehr. Trotz allen Bemühungen konnte man bis zur Pause nichts am 5-Tore unterschied machen.

 

Drittes Drittel

Der Druck auf die bisher souveränen Berner wurde weiter erhöht. Die jungen Adler konnten offensiv einige Akzente setzen, scheiterten jedoch in Person von Drees und Schneider zweimal an Alu und wiederholt am exzellenten Berner Torhüter. Indes hielt Schibli die Aarauer im Spiel, indem er unsauber geführte Zweikämpfe seiner Vorderleute durch Paraden und guter Übersicht ausbügelte und bewies, dass die Adler mit gleich drei starken Torhütern in die neue Saison dürfen.

Nach 6 Minuten war es dann endlich soweit und Drees belohnte die Aarauer für die letzten 10 Spielminuten nach einem Solo mit dem 1:5. Der Knoten war gelöst und die Aarauer zeigten nun richtig, dass sie daran glaubten noch gewinnen zu können. Tatsächlich gelang ihnen der Doppelschlag. Nach einem wunderbaren Pass von Scherler in den Lauf von Schneider vollendete dieser gekonnt per perfektem Lupfer.

Die Berner bewiesen jedoch Moral, reagierten gut und erhöhten in der 11. Minute wieder auf 2:6. Aarau hatte sich jetzt aber schon einmal aufgerappelt und so schnell würden die Adler nicht wieder abstürzen. Das 3:6 fiel schon eine Minute nach dem Gegentreffer. Wieder war es Schneider, welcher nach einem eigens gelaufenen Konter sauber auf halbhoher Ebene den Torhüter zum zweiten Mal bezwang.

Allmählich hatten sich die Gastgeber vom Schock erholt spielten wieder ruhiger und liessen sich nicht komplett überrumpeln. Es war die letzten 10 Minuten ein guter Fight von beiden Mannschaften, wobei die Berner jetzt defensiv spielten und sich im Notfall auf ihren gut aufgelegten Torhüter verlassen konnten. Den Schlusspunkt setzte Freiburghaus nach 18 Minuten. Torhüter Schibli machte einen Genialen Auswurf, welchen Freiburghaus aus gut 10 Metern mit einem Halbvolley sehenswert ins Berner Tor jagte. Mit diesem Tor belohnte sich Freiburghaus für seinen kämpferischen Einsatz an diesem Nachmittag.

 

Für mehr Tore reichte es dann aber nicht mehr, die Berner gewannen verdient. Die Aarauer verpassen so den Halbfinal des Comeback-Cup, da man 40 Minuten lang geschlafen hat und nur in der Schlussphase ansatzweise gezeigt hat, zu was man eigentlich fähig wäre.

 

 

Hauri, Weber, Schibli (0|1), Gysi, Botempi, Fellmann, Drees (1|0), Scherler (0|1), Kopp, Steiner, Gauderon, Holle, Junghans, Freiburghaus (1|0), Schneider (2|0), Peter, Hächler(C)