Nach drei spielfreien Wochenenden trafen die 1. Liga Damen des Team Aarau auswärts auf das Team von Skorpion Emmental Zollbrück II. Trotz einer kompakten und sehr guten Teamleistung sowie vollem Einsatz bis zum Schlusspfiff wurden die Aarauerinnen punktelos mit einer 2:6 Niederlage nach Hause geschickt.

Die spielfreie Zeit wurde beim Team Aarau intensiv genutzt um weiter an technischen und taktischen Feinheiten zu arbeiten. Die Vorfreude auf die 5. Meisterschaftsrunde war gross und die hohe Konzentration im ganzen Team spürbar. Mit einer ruhigen Spielweise, geprägt von vielen guten Pässen und Passkombinationen sowie den ersten Abschlüssen aufs gegnerische Tor, starteten die Aarauerinnen in die 60 Minuten. In der fünften Spielminuten waren es dann aber doch die Emmentalerinnen, welche sich als erste in die Skorer-Liste eintragen liessen. Tamara Romann schoss auf Zuspiel von Miriam Kohler zum 1:0 ein. Die Aarauer Damen liessen sich nicht aus der Ruhe bringen und drückten weiter in Richtung gegnerisches Tor. Bereits eineinhalb Minuten nach dem ersten Treffer war es Eliane Fäs, die den Ball bis hinters gegnerische Tor trug und dort mit viel Zeit und Überblick Flavia Suter fand. Diese erzielte mit einem Schuss aus spitzem Winkel den Ausgleich. Trotz mehrheitlichem Ballbesitz und vielen guten Passkombinationen der Adlerinnen, war es erneut das Heimteam welches einen Konter zum 2:1 Pausenstand nutzte. Miriam Kohler war es, die der Aarauer Defensive zu Beginn der 16. Spielminute entwischte und das Zuspiel von Daniela Beer verwertete.

Auch das zweite Drittel startet ruhig und kontrolliert auf Seiten des Gastteams aus Aarau. Jedoch suchten die Skorpione aus dem Emmental vermehrt den Druck in der Offensiven Zone, sodass es den Adlerinnen nicht mehr ganz so einfach gelang aus der eigenen Zone rauszukommen. Vermehrt suchten nun auch die Emmentalerinnen sich in der Aarauer Zone festzusetzen und vermochten so kurz vor Spielhälfte einen Fehler in der Aarauer Abwehr zu nutzen. Stefanie Oberli’s Pass wurde durch Sandra Badertscher zum 3:1 verwertet. Die Aarauerinnen liessen sich nach wie vor nicht entmutigen und antworteten keine Minute später postwendend. Elvira Rütimann schnappte sich den an der Torfrau der Skorpions abgeprallten Ball und schoss mit einer Pirouette zum Anschlusstreffer ein. Mit neuem Mut kämpften die Damen des Team Aarau weiterhin um jeden Ball und kreierten viele gute Aktionen. Sowohl in der offensiven wie auch der defensiven Zone standen die Adlerinnen oft richtig, scheiterten jedoch mal um mal an der Emmentaler Torfrau. Das Glück schien definitiv nicht auf Seiten des Gastteams zu liegen, als dann in der 37. Spielminute auch noch ein Eigentor dazukam und der zwei Tore Vorsprung wieder hergestellt war. Kurz vor Drittelspause schraubte erneut Badertscher das Skore noch um ein weiteres Tor in die Höhe zum Pausenstand von 5:2.

Die Devise auf Seiten den Aarauerinnen für das letzte Drittel war klar. Wollte man das Spiel noch gewinnen galt es, alles nach vorne zu werfen und weiterhin viele Abschlüsse zu generieren. Mit der Zwischenzeitlichen Umstellung auf zwei Blöcke sollte das Tempo noch einmal erhöht werden. Gesagt, getan. Die Adlerinnen holten noch einmal alles hervor, was sie hatten. Sie behielten in der Defensiven die nötige Geduld um genaue Pässe spielen zu können und fingen in der Offensiven den Gegner durch vermehrtes Pressing früh ab. Auch wenn es den Emmentalerinnen immer mal wieder gelang einen Konter zu fahren, wurde dieser entweder durch konsequente Defensivarbeit oder bei Bedarf auch durch die stark aufspielende Torfrau Evelyne Stettler verunglimpft. Doch, obwohl jede Spielerin ihren Job konsequent erledigte und das Team als Ganzes eine hervorragende Leistung auf den Platz legte, wollten die Tore nicht fallen. Im Gegenteil war es in der 55. Spielminute erneut Badertscher, welche mit ihrem dritten Tor an diesem Abend zum 6:2 Schlussstand einschoss.

Eine bitte Niederlage, welche das Team Aarau mit diesem Spiel zu verarbeiten hat. Hatten die Damen doch über die vollen sechzig Spielminuten sehr, sehr vieles richtig gemacht, die Vorgaben der Trainer vollumfänglich erfüllt, unerwartet viele Torchancen kreiert und sich bis zum Schluss die Füsse wund gelaufen. Nun gilt es, trotz allem an dieser Leistung anzuknüpfen und das Feld in den künftigen Spielen von hinten wieder aufzurollen. Nächsten Samstag bietet sich in der heimischen BSA-Halle bereits die nächste Gelegenheit.

Zollbrück, Ballsporthalle Oberemmental (BOE) SR: Eva Walther, Tatjana Maurer

Tore: 04.25 T. Romann (M. Kohler) 1:0, 05.53 F. Suter 1:1, 15.01 M. Kohler (D. Beer) 2:1, 29.26 S. Badertscher (S. Oberli) 3:1, 30.39 E. Rütimann 3:2, 36.09 Eigentor Team Aarau 4:2, 38.56 S. Badertscher 5:2, 54.21 S. Badertscher 6:2

Strafen: Skorpion Emmental Zollbrück II, keine; Team Aarau, keine

Team Aarau: Stettler; Zollinger; Fäs, Caluori; Margetts; Suter, Zobrist; Bellmann (ehemals Bühler), Roos; Frame; Rütimann, Lüscher; Meier, Nenna; Rotzler; Fehlmann, Wyss; Barile, Spillmann, Siegrist

Skorpion Emmental Zollbrück II: Blaser; Arnet; Zimmermann; Gerber; Beer; Badertscher; Buri; Widmer; Kohler; Pilet; Scheidegger; M. Oberli; Sahli; S. Oberli; Baumann; Wüthrich; Romann; Reist; Leuenberger; Käser