Das Team Aarau startet in einer ausgeglichenen Partie mit einem Sieg auswärts bei den Hornets Regio Moosseedorf-Worblenthal in die Playout-Serie. Der nach rund zweimonatiger Verletzungspause ins Team zurückgekehrte Routinier Peter Byland prägte das Spiel der Adler mit zwei Toren und zwei Assists.

Die beiden Mannschaften waren vor drei Wochen zum Abschluss der Qualifikation zuletzt aufeinander getroffen. Die Hornets verloren damals zuhause mit 6:7-Toren und hätten bei einem Heimsieg die Playoffs noch erreichen können. Lange sahen die Hornissen wie der sichere Sieger aus, führten sie doch zur Spielmitte mit 5:1. In diesem ersten Playout-Spiel der best of three Serie begannen beide Teams mit nur zwei Linien; keiner wollte den ersten Fehler machen. Es entwickelte sich rasch ein engagiertes, durchaus auch von Taktik geprägtes Spiel. Die Hornets konnten die erste Überzahlsituation nützen und in Führung gehen. Merki glich kurz darauf nach schöner Vorarbeit von Byland aus. Aber die Hausherren, die im ersten Drittel etwas mehr vom Spiel hatten gingen verdient erneut in Führung. Nach der ersten Pause folgte die beste Phase der Berner. Aarau fand kaum noch Lösungen, um zu Abschlüssen zu kommen. Aber wie schon in der letzten Partie steigerten sich die Adler in die Affiche hinein und hatten ab der 30. Minute plötzlich mehr Spielanteile. So war der Ausgleich in der 37. Minute durch Byland nicht unverdient. Die Zuschauer durften sich auf ein spannendes Schlussdrittel freuen. Hornets eröffnete dieses mit der erneuten Führung, ehe Byland für die Aargauer wieder auf Gleichstand stellen konnte. Nur drei Zeigerumdrehungen später reüssierte Captain Studer mit der erstmaligen Aarauer Führung. Die Gäste hatten nun ihre stärkste Phase, beklagten etwas Pech bei einem aberkannten Stoltenberg-Treffer und zwei, drei hochkarätigen Chancen. Zu Beginn der Schlussphase hatte die Micheli/Hafner-Truppe sogar die Möglichkeit, in Überzahl zu spielen. Aber wieder zeigte sich in einer solch entscheidenden Situation, dass es an Erfahrung und eingespielten Varianten noch zu oft mangelt. Der Ball lief nicht wunschgemäss; Aarau verpasste die Vorentscheidung, die Hornets aber verwerteten einen Konter eiskalt, sodass eine Verlängerung her musste. In dieser fighteten beide Teams nach wie vor kompromisslos, gestanden sich wenig Raum zu, bis Filigrantechniker Stoltenberg zu einem seiner Drehschüsse ansetzte und gegen den insgesamt überragenden Hornets-Keeper ins weite Eck reüssierte.

Damit gelingt dem Team Aarau der Einstieg in die Playouts; die Adler gewannen etwas glücklich in einer ausgeglichenen Partie, die auch auf die Seite der Hornets hätte kippen können. Die Aarauer Mannschaft wird am nächsten Samstag in der heimischen Schachenhalle (Spielbeginn 15.00 Uhr) alles geben müssen, um den Ligaerhalt frühzeitig zu schaffen und die Hornets ein weiteres Mal zu besiegen. Eine Leistungssteigerung vor allem in der ersten Spielhälfte dürfte zwingend sein, will man gegen die Berner nochmals bestehen können. Auch die gefährlichen Distanzschüsse des Gegners sowie dessen Querpässe durch die Aarauer Defensivzone gilt es besser unter Kontrolle zu bringen.

Hornets Regio – Team Aarau 4:5 n. V. (2:1 0:1 2:2); Raiffeisen Unihockey Arena Urtenen Schönbühl; 100 Zuschauer; SR Ambühl/Brechbühler; Tore: 9. Lüthy Patrick (Hänggi, Ausschluss Glettig) 1:0, 9. Merki (Byland) 1:1, 13. Mathys Dominic (Bigler) 2:1, 37. Byland (Studer) 2:2, 42. Bigler (Steiner) 3:2, 45. Byland (Vojtisek) 3:3, 48. Studer (Byland) 3:4, 57. Kipf (Spring), 66. Stoltenberg 4:5.

Hornets Regio Moosseedorf-W.: Locher; Ramseyer; Steiner; Kipfer; Mathys Dominic; Mathys Jann; Gasser; Kipf; Spring; Lüthy Patrick; Lüthy Dominik; Hofer; Walther; Zaugg; Flückiger; Hänggi; Hertig; Aebersold; Oswald; Bigler; Hachen.

Team Aarau: Mäder; Studer, Lacerda; Münst, Glettig; Vojtisek, Byland, Merki; Stark, Schwaller, Stoltenberg; Keller Cirill; Wassmer; Basler; Romer Mathias; Kohler; Geissler; Fäs; Keller Chai; Liechti.