Mit einer defensiv über weite Strecken disziplinierten Leistung besiegt das Team Aarau zum Abschluss der Vorrunde in der heimischen Schachenhalle den Tabellenachten aus Moosseedorf mit 4:3. Spannung kam in den Schlussminuten nochmals auf, als die Aarauer reihenweise auf die Strafbank beordert wurden.

Wie schon vor Wochenfrist gegen Lok Reinach ging Aarau mit einem frühen Tor in Führung und startete optimal in die Partie. Vojtisek verwertete ein schönes Zuspiel von Waser in die nahe Torecke. Der Gast liess sich nicht beeindrucken und glich postwendend aus. Bereits in der 4. Minute konnte der wirblige Merki die Adler aber wieder in Front schiessen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel und für einmal ging das Team Aarau mit der Führung sorgfältig um und gestand dem Gegner aus den gefährlichen Zonen nur wenig Abschlüsse zu. So nahm man das 2:1 mit in die Pause. Im torlosen Mitteldrittel agierten beide Mannschaften eher vorsichtig. Aarau erarbeitete sich ein leichtes Chancenplus, vermochte daraus aber keinen Profit zu schlagen. Merki mit einem Lattenknaller in Überzahl war einem weiteren Torerfolg am nächsten. Ins letzte Drittel starteten die Adler erneut konzentriert und erhöhten durch Vojtisek, wiederum auf Vorarbeit des spielfreudigen Waser, auf 3:1. Nach einem ärgerlichen Zuordnungsfehler in der Aargauer Hintermannschaft verkürzten die Hornissen keine Zeigerumdrehung später. Eine heisse, spannende Schlussphase stand den spärlich aufmarschierten Zuschauern in der Schachenhalle bevor. Die Adler wurden reihenweise für verschiedenste Vergehen auf die Strafbank geschickt, aber auch zu viert agierten sie weiterhin engagiert und geschickt. Als der magistrale Keeper Mäder einen Weitschuss parierte und mit einem seiner starken Auswürfe Stoltenberg lancierte, konnte dieser den starken Goalie der Gäste zum 4:2 düpieren. Auch dieses Mal hielt der Zweitorevorsprung nicht lange. Hornets reüssierte im vierten Anlauf zum ersten Mal im Powerplay an diesem Abend und hielt sich damit im Spiel. Für die letzten Minuten musste dann auch Lacerda noch in die Kühlbox, mit vereinten Kräften überstanden die wackeren Aarauer aber in Unterzahl erneut und sicherten sich nach sieben Niederlagen in Serie wieder einmal einen Sieg.

Dank einer geschlossenen und defensiv disziplinierten Leistung sowie sorgfältig vorgetragenen Angriffen, konnte das Team Aarau den dritten Sieg in der 1. Liga einfahren. Nach der Hälfte der Qualifikation erscheint klar, dass man sich erwartungsgemäss im hinteren Drittel der Tabelle durchschlagen muss. Mit wenigen Ausnahmen (Lok Reinach, Konolfingen, Schlussdrittel Bern Capitals, Schlussdrittel UHT Eggiwil) vermochte der Aufsteiger aber doch mitzuhalten. Gegen Hornets schaffte man es endlich wieder einmal, bis zuletzt die Konzentration hochzuhalten, wenig individuelle Fehler zu begehen und sich damit einen Dreier zu sichern. Insgesamt zeigt sich aber, dass man punkto spielerischer Qualität und Kontinuität auch auf die Teams im Tabellenmittelfeld noch etwas im Hintertreffen liegt. Schlechte Nachrichten gibt es weiterhin von den verletzten Spielern. Nach dem Langzeitausfall des torgefährlichen Centers Marc Maurer wird auch der junge, technisch versierte Center Silvan Colombo bis auf weiteres noch fehlen.

Team Aarau - Hornets 4:3 (2:1, 0:0, 2:2), Schachenhalle Aarau. 74 Zuschauer. SR Margraf/Bucheli. Tore: 1. T. Vojtisek (S. Waser) 1:0. 2. M. Spring (M. Kipf) 1:1. 4. M. Merki 2:1. 46. T. Vojtisek (S. Waser) 3:1. 47. M. Steiner (M. Gasser) 3:2. 57. M. Stoltenberg (L. Mäder) 4:2. 58. D. Lüthy (S. Flückiger) 4:3

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Team Aarau. 1 mal 2 Minuten gegen Hornets.

Team Aarau: Mäder; Hofmann, Lacerda; Gaberthuel, Wassmer; Glettig, Basler; Studer, Byland, Merki; Waser, Vojtisek, Stoltenberg; Maurer Andres, Romer Matthias, Kohler; Münst; Fäs; Keller Cirill; Widmer; Hux; Keller Chai.

Hornets Region Moosseedorf-Worblental: Locher; Hänggi; Kipf; Düllmann; Steiner; Kipfer; Werthmüller; Gasser; Spring; Mathys; Hartmann; Walther; Zaugg; Flückiger; Ramseyer; Hertig; Aebersold; Oswald; Bigler; Hauser; Lüthy.