In der dritten Meisterschaftspartie empfing das Team Aarau Unihockey Fricktal in der heimischen Schachenhalle. In einem jederzeit spannenden, aber auch von Fehlern geprägten Derby sicherten sich die Adler in der Verlängerung durch Lukas Romer den Sieg. Aarau lag immer wieder in Führung, konnte sich aber nie entscheidend absetzen und hatte Mühe mit den gefährlichen, schnellen Angriffen der Fricktaler. So wurde es das von Trainer Micheli prophezeite enge Spiel bis zum Schluss.

Das Team Aarau wollte in der Partie gegen Fricktal unbedingt in Führung gehen und setze in den ersten Minuten auf zwei Linien. Das Unterfangen misslang, lange Zeit blieb es unentschieden. Erst als Aarau längst auf drei Linien gewechselt hatte, gelangen die ersten Tore. Eine doppelte Überzahl vermochten die Aufsteiger aus der Kantonshauptstadt auszunützen. Captain Studer und Byland schossen Aarau 2:0 in Führung. Frick verkürzte kurz vor der Pause und glich kurz nach dem Pausentee sogar aus, ehe die dritte Linie der Aarauer das Heimteam wieder in Führung schoss. Matthias Romer erwischte nach schönem Querpass von Michi Fäs den Gästekeeper in der nahen Ecke. In der Folge verpassten es die Adler, den Vorsprung auszubauen, Frick wurde stärker und glich noch vor Drittelsende erneut aus. Im Schlussabschnitt ging Aarau dreimal in Führung, die Gäste vermochten aber auch da immer wieder auszugleichen. Die Adler hatten in Führung liegend Mühe, sich geordnet zu befreien. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit rettete sich Frick nicht unverdient in die Verlängerung. In dieser bediente Stoltenberg Lukas Romer, der mustergültig zum Siegestor einschoss. Es war seine letzte Aktion in dieser Saison für das Team Aarau. Der Vorzeigesportler und unermüdlich Kämpfer auf der rechten Flügelseite verabschiedet sich für einige Monate auf eine Weltreise und wird die Resultate seines Teams aus der Ferne verfolgen. Mit seinem ersten Tor in der 1. Liga sicherte er den Adlern nochmals einen wichtigen Punkt.

Damit konnte das Team Aarau auch das zweite Derby in dieser Saison für sich entscheiden. Über die ganze Spielzeit verzeichnete man zwar etwas mehr Spielanteile als der Gegner, leistete sich aber auch mehr individuelle Fehler. Fricktal seinerseits zeigte viel Kämpferherz, blieb stets hartnäckig dran und verdiente sich den einen Punkt in einer sehr fairen Partie redlich. Für das Team Aarau gab der junge Liechti, ein Eigengewächs der Adler, im Tor den Einstand in einem Ernstkampf für das Team Aarau und zeichnete sich dabei mehrfach hellwach mit tollen Paraden aus. Bereits einen Tag später treffen die Aarauer auswärts auf Deitingen, welches zuletzt zwei Heimspiele gegen die Aufstiegsanwärter Luzern und Lok Reinach überzeugend gewinnen konnte. Für Aarau wird es zentral sein, die unnötigen individuellen Fehler zu vermeiden und zu versuchen, in den Zweikämpfen eine Spur konsequenter und cleverer zu agieren.

Team Aarau – Unihockey Fricktal 7:6 n. V. (2:1 1:2 3:3); Schachenhalle Aarau; 112 Zuschauer; SR Brander/Schwarzwälder. Tore: 14. Studer (Stoltenberg, Ausschlüsse Hoffmann, Hänny Raffael) 1:0, 15. Byland (Vojtisek, Ausschluss Hänny Raffael) 2:0, 19. Koch Andreas (Ausschluss Tanner!) 2:1, 24. Tanner 2:2, 26. Romer Matthias (Fäs) 3:2, 39. Koch Andreas (Welte Stefan) 3:3, 41. Byland (Merki) 4:3, 42. Hänny Raffael (Koch Andreas) 4:4, 43. Studer (Merki) 5:4, 48. Hänny Raffael 5:5, 51. Vojtisek (Stoltenberg, Ausschluss Koch Robert) 6:5, 59. Itin (Koch Silvio) 6:6, 62. Romer Lukas (Stoltenberg) 7:6.

Strafen: 2 Mal 2 Minuten gegen Team Aarau, 4 Mal 2 Minuten gegen Unihockey Fricktal.

Team Aarau: Liechti; Hofmann, Stark; Gaberthuel, Lacerda; Glettig, Basler; Studer, Merki, Byland; Colombo, Stoltenberg, Vojtisek; Maurer, Waser, Romer Lukas; Fäs; Romer Matthias; Hux; Wassmer; Fleig.

Unihockey Fricktal: Rihs; Welte Remo; Welte Stefan; Koch Andreas; Koch Robert; Koch Silvio; Eckert; Itin; Hoffmann; Brunner; Hänny Joel; Hänny Raffael; Tanner; Lütold Daniel; Lütold Adrian; Feigenwinter; Plozza.