In den 1/32-Finals des Schweizer Cups hatten die Adler aus Aarau eine weite Reise anzutreten. Der 1. Liga-Absteiger Lausanne UC Unihockey weilte an diesem Wochenende anlässlich des Trainingsweekends im Skiort Leysin im Wallis und entschied sich dazu, sein Heimrecht dort wahrzunehmen. Die mitgereisten Aarau-Fans sahen zwar über weite Strecke eine ordentliche Leistung der Aargauer, die Siegsicherung gelang allerdings erst in den letzten 10 Minuten.

Das Team Aarau begann konzentriert, hatte viel Ballbesitz und kam in den ersten Minuten auch zu einigen guten Chancen. Es waren aber die Romands, die ihre erste Gelegenheit eiskalt ausnützten; Hachami erwischte Aarau Keeper Mäder in der nahen Ecke. Die Hausherren fanden in der Folge besser ins Spiel, die Adler konnten aber dank eines Drehschusses von Vojtisek ausgleichen, nachdem der Tscheche einen Einsatz vorher den Pfosten getroffen hatte. Im Mitteldrittel glich sich das Geschehen zusehends aus. Lausanne drückte aufs Tempo und kam mit gefährlichen Kontern vermehrt vor das Tor der Aarauer. Prompt gingen sie mit einem Doppelschlag 3:1 in Führung, weil in der Defensive des 1.-Ligaaufsteigers Aarau die Zuteilung immer wieder zu spät erfolgte. Immerhin drehte die Offensive vor der Pause endlich auf. Lukas Romer setzte die Lausanner Verteidiger mit seinen schnellen Flügelläufen unermüdlich unter Druck und Vojtisek und Stoltenberg sorgten schliesslich für ein rasches 3:3, ehe Merki bei seinem Debüt für das Team Aarau einen Drehschuss in die Maschen zimmerte und seine Farben erstmals in Führung schoss. Im Schlussdrittel bediente der starke Stoltenberg auf der rechten Seite Byland, die zweite Aarauer Neuverpflichtung, der sich nicht zwei Mal bitten liess und das wichtige 3:5 erzielte. Lausanne konnte zwar nochmals verkürzen. Captain Studer sorgte dann aber mit einer feinen Einzelleistung zum 4:6. Die Schlussphase brachte weitere Chancen; Aarau zeigte sich nun konsequenter und Vojtisek, Münst und Colombo trafen schliesslich zum verdienten 5:9-Sieg, während vor allem Byland und Studer es verstanden, das Spiel im Aarauer Drittel zu beruhigen.

Lausanne zeigte sich ausgeglichen und kämpferisch und tauchte immer wieder gefährlich vor dem Aargauer Gehäuse auf. Zudem bekundeten die Adler Mühe mit den gefährlichen Weitschüssen. Insgesamt war es aber erstaunlich, wie viel Ballbesitz den Gästen zugestanden wurde. Bisweilen fehlten Aarau die Ideen, um das Defensivbollwerk der Waadtländer in dieser sehr fairen Partie zu knacken, oder dann aber scheiterte man am starken Schlussmann der Westschweizer. Erst als Lausanne in der Schlussphase nochmals alles versuchte, vermochte Aarau die sich bietenden Lücken vor dem Tor der Lausanner zu nützen und das Spiel endgültig zu entscheiden. Damit wird das Team Aarau in den 1/16-Finals zum dritten Mal in Folge auf eine ganz grosse Mannschaft treffen. Nach Alligator Malans vor zwei Jahren und Rychenberg Winterthur in der letzten Saison gastiert dieses Mal der Titelverteidiger GC in der Schachenhalle.

Lausanne UC Unihockey – Team Aarau 5:9 (1:1, 2:3, 2:5); Centre sportif Leysin; 37 Zuschauer; SR Kläsi/Schwarz. Tore: 8. Hachami (Passalli) 1:0, 16. Vojtisek (Stoltenberg) 1:1, 28. Nick (Grob) 2:1, 29. Nick (Gohl) 3:1, 35. Vojtisek (Stoltenberg) 3:2, 36. Stoltenberg (Vojtisek) 3:3, 39. Merki (Studer) 3:4, 44. Byland (Stoltenberg, Ausschluss Nick), 49. Vaudroz (Auschluss Merki) 4:5, 51. Studer 4:6, 53. Hachami (Bärtschi) 5:6, 55. Vojtisek (Stoltenberg) 5:7, 55. Münst (Waser) 5:8, 58. Colombo 5:9.

Strafen: 2 Mal 2 Minuten gegen Lausanne UC Unihockey, 3 Mal 2 Minuten gegen Team Aarau.

Lausanne UC Unihockey: Fontannaz Marc; Fontannaz Gil; Lauber; Grob ;Hachami; Passalli; Bärtschi; Nick; Revenard; Fernades; Diserens; Piquet; Delacretaz; Vaurdroz; Gohl; Abati; Bovard; Matthey; Kesete; Gustafsson.

Team Aarau: Mäder; Lacerda, Hofmann; Gaberthuel, Münst; Wassmer, Stark; Studer, Merki, Byland; Colombo, Vojtisek, Stoltenberg; Waser, Romer Lukas, Kohler; Fäs; Romer Mathias, Widmer; Hux; Basler.