Das Team Aarau sichert sich als Aufsteiger und Liganeuling mit einem 7:4-Heimsieg gegen das Schlusslicht Unihockey Langenthal-Aarwangen II den Gruppensieg. Dabei hatten die Adler arg zu kämpfen, fanden im ersten Drittel nicht ins Spiel und bekundeten oft Mühe damit, das Spiel machen zu müssen. Unter der Ägide von Captain Studer, des unermüdlich wirbligen Romer und des zweikampfstarken Hofmann realisierte Aarau aber letztlich verdient den 14. Sieg in dieser Saison und sicherte sich damit völlig überraschend die Teilnahme an den Playoffs.

Das Spiel gegen Langenthal-Aarwangen II in der vorletzten Qualifikationsrunde haben sich die Trainer Micheli und Hafner in der Saisonplanung besonders vorgemerkt. Die sportliche Leitung des Teams Aarau mass dieser Begegnung viel Bedeutung zu, damals allerdings in der Annahme, es gehe um wichtige Punkte gegen den Abstieg. Die Partie war nun letztlich auch bedeutungsvoll, stand aber nicht im Zeichen des Abstiegskampfs. Für die Adler ging es darum, mit einem Punktgewinn die Playoffqualifikation sicherzustellen. Das Schlusslicht aus dem Oberaargau reiste arg dezimiert an. Die verschworene Truppe entpuppte sich aber als zäher Gegner, der es Aarau schwer machte, ins Spiel zu finden. Bei den Aargauern schlichen sich in der Startphase viele Fehler ein, der Spielaufbau harzte, Abschlüsse hatten Seltenheitswert. Langenthal profitierte von Unachtsamkeiten und Nonchalance im Abwehrdispositiv der Hausherren und erarbeitete sich zur ersten Pause eine nicht unverdiente 1:3-Führung. Romer sorgte mit seinem Hocheckschuss auf Pass von Studer für das einzige Highlight aus Aarauer Sicht. So sah sich Aarau früh gezwungen, auf zwei Linien umzustellen. Immerhin gelang es ab der 20. Minute, den Gegner konsequent unter Druck zu setzen und einzuschnüren. Die Cleverness und Kaltblütigkeit im Abschluss fehlten allerdings weiterhin. Trotzdem reichte es, das Resultat dank Toren von Colombo, Vojtisek und Studer, der von Hofmann nach einem seiner vielen gewonnenen Zweikämpfe blitzschnell in Abschlussposition gebracht worden war, zu korrigieren und bis zum Mitteldrittel eine 4:3-Führung herauszuspielen. Langenthal versuchte mit einzelnen Vorstössen gefährlich zu bleiben, was ihnen auch gelang. Nach Studers 5:3 verkürzte Jordi mit einem perfiden Schlenzer von der Mittellinie zum 5:4. In der Schlussphase vergab Aarau unter frenetischen Gesängen der tollen Fans zahlreiche Chancen; vor allem auch die Überzahlformation erwies sich wie schon vor Wochenfrist als ungenügend und ineffizient. Stoltenberg und Waser sorgten letztlich für einen verdienten, aber mühsam erarbeiteten 7:4-Sieg in einem Spiel, das die aufsässigen und aufopfernd kämpfenden Gäste aus dem Oberaargau viel zu lange offen gestalten konnten. Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme; Aarau zelebrierte ausgiebig den überraschenden Gruppensieg vor heimischem Publikum, die durchzogene Leistung spielte da keine Rolle mehr.

Mit 5 Punkten vor Mitaufsteiger Baden, das Aarau in die Playoffs begleiten wird, kann das Team Aarau in der letzten Qualifikationsrunde nicht mehr vom Leaderthron gestossen werden. Es steht allerdings bereits am nächsten Samstag ein schwieriges Heimspiel gegen die Torfabrik der Liga, die Waldenburg Eagles, an. Die Baselbieter verfügen über ein breites Kader, mit viel Erfahrung und offensiver Durchschlagskraft und möchten nach einer insgesamt enttäuschenden Saison als Absteiger aus der 1. Liga Revanche nehmen für die Niederlagen im Schweizer Cup und in der Vorrunde. Für Aarau fängt bereits die Vorbereitung für die Playoffs an. Es wäre wichtig, den Spielrhythmus früh hochzuhalten und davon zu profitieren, nochmals gegen einen schnellen und starken Gegner spielen zu können.

(Bericht Michael Hafner)

Team Aarau – Unihockey Langenthal-Aarwangen II (1:3 3:0 3:1); Berufsschule Telli Aarau; 118 Zuschauer; SR Beck/Beck. Tore: 13. Matter (Pfister) 0:1; 16. Ulli 0:2; 17. Romer (Studer) 1:2; 20. Pauli (Blaser) 1:3; 25. Colombo (Stoltenberg) 2:3; 35. Vojtisek (Studer) 3:3; 36. Studer (Hofmann) 4:3; 45. Studer (Vojtisek) 5:3; 47. Jordi 5:4; 51. Stoltenberg (Waser) 6:4; 57. Waser 7:4.

Strafen: 1 Mal 2 Minuten gegen Team Aarau, 4 Mal 2 Minuten gegen Unihockey Langenthal-Aarwangen II.

Team Aarau: Keller Chai; Lacerda, Hofmann; Glettig, Basler; Wassmer, Gaberthuel; Studer, Romer, Vojtisek; Waser, Stoltenberg, Colombo; Fäs, Maurer Andres, Kohler; Hux; Berner; Bürki; Mäder.

Unihockey Langenthal-Aarwangen: Blaser; Cassani; Heiniger; Herzig Pascal; Herzig Marc; Jordi; Lanz; Matter; Pauli; Pfister; Sägesser Damian; Sägesser Pascal; Ulli; Widmer; Di Nicolantonio; Ruf.