Dank Siegen gegen Baden, Waldenburg und Grabs schaffte es das Team Aarau wie schon in der letzten Saison im Schweizer Cup bis in die 1/16-Finals. Bekam man es vor einem Jahr mit dem damals amtierenden Cupsieger Alligator Malans zu tun, empfingen die Kantonshauptstädter dieses Mal den letztjährigen Playoff-Halbfinalisten und Traditionsverein HC Rychenberg Winterthur. Dabei haben die Zürcher derzeit grosses vor und nebst einigen Topschweizern über ein halbes Duzend internationale Hochkaräter in ihrem Kader.

Die Aarauer hatten die Niederlage im Auftaktspiel aus der Meisterschaft abgehakt und begannen sehr konzentriert und mit einer in kämpferischer Hinsicht tadellosen Leistung. Im ersten Drittel gelang es ihnen sogar, die vielen Angriffe der Gäste mit gutem Stellungsspiel immer wieder zu entschärfen. Lediglich der schwedische Interationale Rasmus Sundstedt konnte Chai Keller im Aargauer Tor mit einem "Buebetrickli" überwinden; ärgerlich, hätte man doch sonst, was nicht erwartet werden durfte, das erste Drittel zumindest resultatmässig ausgeglichen gestalten können. Nach der Pause erhöhte Winterthur den Druck, spielte schneller und erhöhte durch Schaub und Rüegsegger auf 0:3. In der 26. Minute jubelte dann aber der Anhang der Adler. Lukas Romer erzielte auf Pass von Lacerda ein sehenswertes Tor, indem er einen halbhohen Ball vor dem Winterthurer Gehäuse erlief und am Gästekeeper vorbei in die Maschen versenkte. Dies hatte nun zur Folge, dass die Zürcher das Tempo nochmals verschärften und konsequenter in den Abschluss gingen. Innert einer Minute stellten sie nach Toren von Niiranen, Rüegsegger und Klauenbösch auf 1:6. Aarau kämpfte beherzt weiter und kam selber immer wieder zu Abschlüssen. Vojtisek erzielte schliesslich das 2. Aarauer Tor. Winterthur zog das Tempo in der Folge weiter an, die Aarauer wurden langsam müder und die drei Ligen Unterschied wurden immer deutlicher sichtbar. Bis zum Spielende schraubten die Gäste das Skore auf 2:15 hinauf und hielten das Tempo hoch.

Die Aarauer Fans feierten ihre Spieler nach Spielschluss trotzdem lautstark, hatte man doch mit einer erneut sehr jungen Truppe gegen gestandene internationale Topspieler eine ansprechende Leistung gezeigt. Captain Studer erzielte dabei hervorragende Zweikampfwerte und setzte mit seinen beiden Flügeln Vojtisek und Lukas Romer immer wieder offensive Nadelstiche. Und die jungen Münst, Colombo, Bürki und Müller spielten frisch und mutig auf, während Routiniers wie Marc Maurer, Wassmer und Struja mit gutem Stellungsspiel überzeugten.

Mit dem Ausscheiden aus dem Cup kann sich die Mannschaft des Trainergespanns Micheli/Hafner auf die Meisterschaft konzentrieren. Dabei stehen mit den Auswärtsspielen in Baden und Biel sowie dem Heimspiel gegen Topfavorit Aargau United schwierige Aufgaben bevor, welche durch die lange Verletzten- und Absenzenliste nicht einfacher zu bewältigen werden.

(Bericht Michael Hafner)

Team Aarau – HC Rychenberg Winterthur 2:15 (0:1 2:9 0:5); Pfrundmatthalle Reinach; SR Schüpbach/Stocker. Tore: 9. Sundstedt (Kern) 0:1, 25. Schaub (Wöcke) 0:2, 26. Rüegsegger 1:3, 27. Romer (Lacerda) 1:3, 28. Niiranen (Sundstedt) 1:4, 28. Rüegsegger (Kapp) 1:5, 29. Klauenbösch (Podhrasky) 1:6, 31. Vojtisek (Romer) 2:6, 37. Sundstedt 2:7, 37. Holtz (Gutknecht) 2:8, 39. Sundstedt (Kern) 2:9, 40. Wöcke (Podhrasky) 2:10, 43. Rüegsegger (Kapp) 2:11, 45. Gutknecht (Kapp) 2:12, 52. Niiranen (Kern) 2:13, 54. Schaub (Borth) 2:14, 60. Wöcke 2:15.

Strafen: 1 Mal 2 Minuten gegen Team Aarau, keine Strafen gegen HC Rychenberg Winterthur.

Team Aarau: Keller Chai; Hofmann, Lacerda; Glettig, Münst; Struja, Wassmer; Studer, Vojtisek, Romer; Maurer Marc, Maurer Andres, Berner; Colombo, Keller Cirill, Kohler; Fäs; Müller; Bürki; Mäder Luzius.

HC Rychenberg Winterthur: Gruber; Keller; Podhrasky; Conrad; Hautaniemi; Gutknecht; Haag; Holtz; Borth; Kern; Grunder; Kapp; Schaub; Rüegsegger; Buff; Niiranen; Wöcke; Huser; Sundstedt; Klauenbösch.