Die Herren I des Teams Aarau belegten nach der 1. Meisterschaftsrunde den ersten Tabellenrang. Und sie blieben über die ganze Saison hinweg permanent Leader in der Gruppe 6 der 3. Liga. Keine Selbstverständlichkeit, weil alle Mannschaften gezeigt haben, dass Potential in ihnen steckt, weil sie alle besonders motiviert und scharf darauf waren, Aarau zu schlagen, und weil es immer Gegner gab, die gerade "gut im Schuss" waren; anfangs Mutschellen und Inwil, gegen Ende der Saison immer mehr das spielerisch starke Wohlen und die abschlussgewaltigen Piraten aus Sellenbüren.

Einen Punkt brauchte das Team Aarau noch aus den letzten beiden Spielen, um sich den Gruppensieg erstmals in der Vereinsgeschichte zu sichern. Gegen das fünftplatzierte Mutschellen gingen die Adler sehr konzentriert zu Werke und schafften für einmal zeitig klare Verhältnisse. Die erste Linie um den grossartigen und nimmermüden Antreiber und Captain Studer, den wieselflinken Luki Romer und den schlicht brillanten Stoltenberg stellte auf 4:0 nach 12 Minuten. Stoltenberg brachte die Mutscheller mit seinen Drehschüssen, seinen genialen Pässen und letztlich 3 Toren innert 9 Minuten schlicht zur Verzweiflung. Aarau schaltete danach etwas zurück, blieb aber sehr, sehr viel in Ballbesitz und schnürte Mutschellen immer wieder um dessen Gehäuse ein. Auch nach einigen Umstellungen in der Pause dominierten die Adler das Geschehen, Mutschellen kämpfte aber aufopfernd weiter und kam vermehrt zu Chancen. Erst in der 37. Minute schlossen die Aarauer eine Kombination über mehrere Stationen nochmals erfolgreich ab. Marc Maurer nutzte ein schönes Zuspiel von Andres Maurer kaltblütig zum 5:0 aus. Dann leisteten sich die Kantonshauptstädter kurz vor Schluss unnötige Fehler in der Verteidigung, die Mutschellen dankend in zwei Tore umzumünzen vermochte. Ansonsten war die Defensivleistung über weite Strecken vorbildlich und souverän. Insbesondere das Verteidigerduo Hofmann/Gaberthuel zeichnete sich durch schnelle, präzise Auslösungen, scharfe Pässe, ein konsequentes Gewinnen der Zweikämpfe und eine tolle Übersicht aus. Mit diesem Sieg gegen Mutschellen waren die Punkte 29 und 30 und damit der definitive Gruppensieg Tatsache.

Gegen Wohlen hatte das Team Aarau noch eine Rechnung offen, resultierte doch in der Vorrunde die bisher einzige Niederlage in einem Pflichtspiel in dieser Saison (vom Cup Aus gegen Malans einmal abgesehen). Und wieder begann Aarau sehr konzentriert, in den Zuspielen präzise und im Angriffsspiel druckvoll. Luki Romer und Marc Maurer sorgten für einen 2-Torevorsprung, Aarau hatte mehrheitlich Ballbesitz und leistete sich erst kurz vor der Pause erste Nachlässigkeiten. Wohlen zeigte sich prompt effizient und nutzte die Freiheiten zu zwei Toren vor der Pause und der erstmaligen Führung nach der Pause. Die Adler blieben aber erstaunlich ruhig, verfielen nie in Hektik und spielten gepflegt und druckvoll weiter. Marc Maurer glich schliesslich mit einem sehenswerten Schuss aus, dies nach 30 Minuten. Und eindrücklich war zu sehen, dass die jungen Aarauer den Sieg wollten, unbedingt. Es war letztlich der jüngste, der eingewechselte U-21 Crack Colombo, der sein 3. Meisterschaftstor für das Herren 1 erzielte. Wieder ein wichtiges, ein sehr wichtiges, das Siegtor im letzten Qualifikationsspiel. Wohlen hatte Aarau alles abgefordert; die beiden Teams lieferten sich ein tolles Derby – für die Adler eine gute Vorbereitung für die Aufstiegsspiele vom 9. und 10. April.

Die Aarauer freuten sich über den letztlich klaren und doch jederzeit hart umkämpften Gruppensieg mit grossem, aber doch noch etwas verhaltenem Jubel. Die junge Mannschaft scheint mit der puren Teilnahme an den Aufstiegsspielen und der damit verbundenen Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln, nicht ganz zufrieden zu sein. Das Optimum soll erreicht werden – und wenn alles stimmt, eine weitere Leistungssteigerung gezeigt wird und etwas Glück hinzukommt, ist dieser Mannschaft in einer Woche vieles zuzutrauen.

Für das Team Aarau spielten:

Mäder; Keller Chai; Hofmann, Gaberthuel; Wassmer (0/1), Lacerda; Basler, Meer; Studer (0/1), Stoltenberg (3/2), Romer Lukas (2/1); Maurer Marc (3/0), Maurer Andres (0/1), Romer Matthias; Keller Cirill, Berner, Kohler; Colombo (1/0); Hux.