Mit Floorball Albis und dem UHC Zugerland standen für das Team Aarau in der 6. Meisterschaftsrunde zwei Gegner aus der unteren Tabellenhälfte auf dem Programm. Für einmal gewannen die Kantonshauptstädter gegen vermeintlich einfachere Gegner überlegen und ungefährdet.

 

Lukas Romer lenkte gegen Floorball Albis das Geschehen nach wenigen Sekunden mit dem 1:0 in die für Aarau richtige Richtung. In der Folge kreierten die Adler zahlreiche Chancen, setzten Albis mit einer beherzten Leistung überall unter Druck und liessen hinten kaum etwas anbrennen. Nachdem Stoltenberg, Studer, die Gebrüder Romer und die beiden Maurers reihenweise beste Chancen ausgelassen hatten, reüssierte Assistenzcaptain Wassmer mit einem verdeckten Weitschuss zum 2:0 noch vor der Pause – endlich wieder einmal ein Verteidigertor. In Überzahl erhöhte Aarau in der zweiten Hälfte auf 3:0. Erst rund 10 Minuten vor Schluss konnte Albis selber die Offensive suchen – und das taten sie wie in den vergangenen Spielen durchaus ansprechend und immer wieder gefährlich. Punkto Chancenauswertung machten sie den Aarauern dabei einiges vor und schossen noch zwei Tore. Resu Maurer auf schönes Zuspiel von Marc Maurer hatte nach 30 Minuten noch das 4:1 für die Adler erzielt. 2 Punkte gegen ein junges, dynamisches und spielerisch gefälliges Floorball Albis waren letztlich das Wichtigste für die Trainercrew der Aarauer. Dass die Chancenauswertung einfach noch immer ein Sorgenkind ist, wurde aber in dieser Partie einmal mehr sehr deutlich.

Gegen den Tabellenletzten, den UHC Zugerland, wollte man diese Scharte endlich korrigieren und Revanche nehmen für den viel zu knappen 2:1 Sieg in der Hinrunde. Und Aarau drückte tatsächlich von Beginn weg aufs Tempo, kombinierte besser – und traf regelmässig aufs und ins Tor. Zur Pause stand es bereits 7:0, in der zweiten Hälfte folgten trotz Nachlassens der Dominanz und womöglich aufgrund einiger Umstellungen in den Blöcken 3 weitere Tore. Ein – wie Assistenztrainer Bene Landis dies betitelte – "Briefkastentor" der Innerschweizer machte den Shutout von Chai Keller aber zunichte. In Überzahl fasste sich ein Zuger hinter der Mittellinie ein Herz und versenkte den Ball mit einem sehenswerten Lob in den Maschen. Ohnehin kämpften die Zuger bis zum Ende mit Engagement und verteidigten ihr Gehäuse so gut es ging. Resu Maurer mit 3 und Luki Romer mit 4 Toren zeichneten sich in den Reihen der Adler mit Toren und gewaltigem kämpferischem Einsatz besonders aus. Und es machte fast den leichten Anschein, als ob die Adler durchaus Gefallen gefunden haben am Toreschiessen.

Nach diesen beiden guten Leistungen mit viel Ballbesitz und Offensivaktionen stehen am nächsten Spieltag die wegweisenden Spitzenspiele gegen die kampfstarken und grossgewachsenen Teams aus Sellenbüren und Inwil-Baar an. Nur bei verbesserter Chancenauswertung und einem noch konsequenteren kämpferischen Einsatz in der eigenen Defensivzone, wird das Team Aarau gegen diese beiden Mannschaften bestehen können. Sowohl Sellenbüren wie auch Inwil-Baar befinden sich in sehr guter Verfassung. Aarau tut gut daran, von Beginn weg konzentriert in diese Partien einzusteigen, will man von den beiden Teams nicht überfahren werden.

Für das Team Aarau spielten:

Mäder; Keller Chai; Hofmann, Gaberthuel; Wassmer (1/0), Lacerda (0/1);, Basler, Meer; Studer (1/3), Stoltenberg (0/1), Romer Lukas (5/1); Maurer Marc (2/3), Romer Mathias (0/1), Maurer Andres (4/1); Van der Mejiden, Berner, Kohler; Keller Cirill (1/0); Struja Tristan (0/1).