Nach der ersten Meisterschaftsniederlage in der letzten Partie des vergangenen Jahres gegen Virtus Wohlen, wollte das Team Aarau das neue Jahr in Baar unbedingt mit Siegen gegen den UHC Bremgarten und das Schlusslicht Zugerland beginnen.

 

Und bereits gegen Bremgarten zeigte es sich wieder, dass die Adler punkto Chancenauswertung und Effizienz noch einiges zu verbessern haben. Die Freiämter standen – wie bereits Wohlen in der letzten Runde – sehr defensiv und solide und kämpften hervorragend. Nadelstichartig vorgetragene Konter sorgten dazu ab und an für Gefahr vor dem Tor von Luz Mäder, welcher sich allerdings nicht bezwingen liess und einen Shutout feierte. Der langersehnte Treffer für Aarau fiel erst fünf Minuten vor Schluss, als die Trainercrew längst auf zwei Linien umgestellt hatte, um den Rhythmus zu erhöhen und die Einsatzzeit für die Topskorer heraufzuschrauben. Eine sehenswerte Kombination über Studer, Stoltenberg und Colombo – der als U-21 Spieler zu den ersten Meisterschaftseinsätzen mit dem Fanionteam kam in dieser Saison – schloss Marc Maurer aus rund 3 Metern ab. Damit war der Bann gebrochen und die aufopfernd und sehr fair kämpfenden Bremgartner sahen die Felle davon schwimmen. Colombo erhöhte wenige Sekunden nach dem 1:0 mit einem satten Flachschuss in die weite Ecke auf 2:0, ehe Stoltenberg mit zwei feinen Einzelaktionen seine Skorerqualitäten doch noch unter Beweis stellte und für einen letztlich klaren 4:0-Sieg für Aarau sorgte. Ärgerlich nur, dass weitere Topchancen in der Schlussminute kläglich ausgelassen wurden.

Gegen den Tabellenletzten kam es für die Adler dann bereits nach 4 Minuten knüppeldick; den ersten Konter schlossen die Zuger eiskalt mit einem trockenen Halbhochschuss ab und gingen in Führung. Diese verteidigten sie in der Folge konsequent mit viel Kampfgeist und der nötigen Portion Glück. Insbesondere der Zuger Schlussmann machte die Abschlüsse der Adler ein ums andere Mal zunichte. Erneut fehlte bei Aarau ein Knipser, der aus zwei Chancen drei bis vier Tore machen kann. Erst in der 22. Minute gelangt dem aufopfernd und vorbildlich kämpfenden Resu Maurer auf schönes Zuspiel von Matthias Romer der Ausgleich. Fünf Minuten später zauberte Stoltenberg auf Pass von Studer einen gezogenen Schuss aus der Distanz in die hohe Ecke. Zugerland versuchte in der Folge die Offensivaktionen wieder etwas zu forcieren, blieb aber häufig unter Druck und war mit Defensivaufgaben beschäftigt. Nur wollte Aarau die Vorentscheidung nicht gelingen, so blieb es bis zur Sirene unnötigerweise spannend.

Aarau hat sich die Tabellenführung an diesem Spieltag knapp erhalten können. White Indians Inwil-Baar hat seine beiden Spiele hoch und souverän gewonnen und damit seine Favoritenrolle auf den Gruppensieg untermauert. In der nächsten Runde bekommen es die Adler erneut mit Zugerland zu tun. Ob der Unberechenbarkeit des Schlusslichts dürfte man nun definitiv gewarnt sein. Zum anderen steht mit Floorball Albis eine spielstarke, kreative aber etwas unerfahrene Mannschaft auf dem Programm. Zwingend müssen die Visiere – insbesondere auch jene der Verteidiger – in den nächsten beiden Woche noch etwas justiert werden, ansonsten wieder Zitterspiele oder gar Punktverluste drohen! Wie es geht, hat der technisch versierte und munter aufspielende U-21 Spieler Silvan Colombo an diesem Sonntag gezeigt.

Für das Team Aarau spielten:

Mäder; Keller Chai; Hofmann, Meer; Wassmer (0/1), Lacerda; Gaberthuel, Basler; Studer (0/1), Stoltenberg (3/0), Kohler; Maurer Marc (1/1), Romer Mathias (0/1), Maurer Andres (1/0); Van der Mejiden, Berner, Struja; Colombo (1/2).