Zuerst bereit und stark – dann ideenlos und ineffizient

Das Team Aarau wollte in Bremgarten gegen den Tabellenzweiten aus Mutschellen unbedingt gewinnen. Mit einer von Beginn an disziplinierten und kämpferisch tadellosen Leistung kauften die Adler dem Gegner den Schneid ab und erspielten sich eine 2:0-Führung zur Pause.

Erfreulicherweise hielten die Aarauer den Druck auch nach der Pause aufrecht, erhöhten auf 3:0 und hatten auch auf den ersten Treffer des Gegners prompt eine Antwort in Form des 4:1 bereit. In einem auf gutem bis sehr gutem 3. Liga-Niveau geführten Spiel, in welchem sich beide Mannschaften bemühten die Regeln des SUHV einzuhalten, ohne dass weitere ins Spiel involvierte Elemente dafür gesorgt hätten, konnte Aarau schliesslich mit dem 5:1 in der 34. für die Entscheidung sorgen. Lukas Romer krönte einmal mehr eine von viel Laufarbeit und unermüdlichem Einsatz geprägte Leistung mit seinem 2. Tor.

Dank des Sieges über Mutschellen stand Aarau als einziges Team der Gruppe ohne Niederlage zu buche. Leider nur für kurze Zeit. Gegen ein konterstarkes und äusserst effizientes Virtus Wohlen verloren die Adler ihr zweites Spiel an dieser Meisterschaftsrunde mit 1:3. Wohlen konnte früh und ohne grossen Aufwand eine 2:0-Führung bewerkstelligen. Aarau lief in der Folge gegen ein massives Abwehrbollwerk an, konnte aber nur durch Lukas Romer reüssieren. Die zündenden Ideen vor dem Kasten der Freiämter fehlten weitgehend, die Anspielstationen im Slot waren zu eng markiert, die Schüsse aus der Distanz zu leicht durchschaubar. Wohlen verteidigte sich aufopferungsvoll, warf sich in alle Schüsse und kam schlussendlich relativ souverän, und nicht unverdient zum Sieg.

Das Team Aarau überweihnachtet dennoch auf dem ersten Tabellenrang – dank der besseren Tordifferenz als die weissen Indianer aus Inwil. Mutschellen, Sellenbüren und Wohlen lauern auf den Plätzen 3 bis 5 unmittelbar dahinter. Nach einer mehrwöchigen Pause müssen sich die Adler gegen die unbequemen Gegner Zugerland und Bremgarten beweisen. Mittlerweile sollte aber allen klar geworden sein, dass einfache Gegner, die man mit einer 80%-Leistung locker bezwingt, in dieser Gruppe kaum anzutreffen gibt.

Für das Team Aarau spielten:

Mäder; Keller Chai; Hofmann, Meer; Wassmer (0/1), Lacerda; Gaberthuel; Studer (1/2), Romer Lukas (3/0), Stoltenberg (1/3); Maurer Marc (1/0), Romer Mathias, Maurer Andres; Van der Mejiden, Keller Cirill, Kohler.