Disziplin, Geduld und Glück bringen 4 weitere Punkte

In der dritten Meisterschaftsrunde reisten die Adler ins Oberwynental und damit in die Hochburg des Aargauer Unihockeys.

Undankbarerweise traf man an diesem Spieltag auch auf Lok Reinach II, das Heimteam. Dieses hatte sich gegen den UHC Zugerland die ersten Punkte in dieser Saison gesichert und sich mit 6:1 so richtig schön warm geschossen. Und auch Aarau spürte, dass die Oberwynentaler mit ein paar aktuellen Erstligaspielern verstärkt antraten. Auch ehemalige NLA-Stars wie Huser und Hedlund liessen es sich nehmen, vor heimischem Publikum einmal mehr alles zu geben. Aarau behielt letztlich in einer eng umkämpften Partie das glücklichere Ende für sich. Chai Keller hielt seine Farben mit ein paar wichtigen Paraden im Spiel, Hedlund traf das hohe Eck nicht mehr ganz so genau wie zu seinen besten Zeiten, und die für Notfälle eingesetzte "Powerlinie" der Aarauer um Julian Hofmann, Dominic Studer, Lukas Romer, Marco Stoltenberg und Marc Maurer warf schliesslich die Tormaschinerie im zweiten Durchgang an, sodass die Aarauer am Schluss mit 6:4 siegten. Dass das SR-Duo letztlich die harten Attacken an der Bande nie in den Griff kriegten bzw. gar nicht wahrnahmen und im Gegenzug den Reinachern das eine oder andere Tor nicht gaben, verkam letztlich zur Nebensache. Mehr zu denken geben musste den Aarauern, dass sie mit 3 Blöcken spielten und trotzdem das Tempo und den Rhythmus des Spiels nicht prägen konnten.

Vieles machten die Hauptstädter im zweiten Spiel besser. Mehr Geduld, mehr Sorgfalt und mehr Ballbesitz führten zu einer klaren Feldüberlegenheit gegen munter kämpfende und in der Defensive solide stehende Lenzburger. Aarau behielt die Geduld, obwohl das erste Tor lange, lange auf sich warten liess. Es fiel, einmal mehr durch den sich in entscheidenden Situationen immer wieder auszeichnenden Captain Dominic Studer. Nachdem der ganz stark aufspielende Lenzburger Schlussmann die linke Torhälfte mehrfach mit tollen Reflexen rein gehalten hatte, schlug es im rechten oberen Eck ein. Am Schluss siegten die Adler 3:0, Luz Mäder feierte einen Shutout und Luki Romer stellte seine Wichtigkeit fürs gesamte Team mit zwei weiteren Toren unter Beweis.

In der nächsten Runde stehen weitere unbequeme Gegner an. Der ambitionierte und stark besetzte UHC Mutschellen will natürlich Revanche nehmen für die 7:5-Cupniederlage in diesem Sommer und Aarau in der Tabelle überholen. Zudem stellt Virtus Wohlen ein solides Team, das immer für eine Überraschung gut ist. On verra!

Für das Team Aarau spielten:

Mäder; Keller Chai; Hofmann, Meer; Wassmer, Lacerda; Gaberthuel, Hux; Studer (2/0), Romer Lukas (4/0), Stoltenberg (2/3); Maurer Marc (0/2), Berner, Keller Cirill; Maurer Andres, Struja, Kohler; Widmer, Romer Mathias.