Nach Mittag machte sich die heute dezimierte Aarauer U16 in der ersten Carfahrt auf in die Ballsporthalle Zollbrück im Berner Emmental. So hat man heute drei Förderkaderspieler aufgeboten, um möglichst mit drei Linien spielen zu können. Die Stimmung war gut und man genoss den grosszügig vorhandenen Platz auf der Fahrt.

Die jungen Adler starteten mit zwei Linien ins Spiel. Nach sechs Minuten erlöste der auch heute vorbildlich kämpfende Kull die Mannschaft und erzielte den Führungstreffer im Fallen. Die Jungs aus der Kantonshauptstadt hatten mehr vom Spiel, brachten aber zu wenig Abschlüsse aufs Tor und generell den Ball in die Gefahrenzone. Nach einer kleinen Unachtsamkeit in der Aarauer Defensive glichen die Mittelländer aus. Mit dem 1:1 Gleichstand ging man dann auch in die erste Pause.

Auch das zweite Drittel entwickelte sich zum Geduldsspiel. Wiederum starteten wir mit zwei Linien, um nach wenigen Minuten auf drei erhöhen zu können. Die Aarauer bekundeten aber Mühe mit den konsequent hart aber fair geführten Zweikämpfen der Oltner. Das schnelle Kombinationsspiel konnte nie richtig aufgezogen werden. Etwas entgegen dem Spielverlauf gingen die Aarauer dann aber wieder in Führung, als Schibli einen Pass von Brändli versenkte. Ein weiterer Positionsfehler in der Defensive führte noch vor der zweiten Pause zum erneuten Ausgleichstreffer. Der Trainerstaff und auch die Spieler waren mit dem Gezeigten nicht zufrieden.

Ins Schlussdrittel starteten die jungen Adler mit drei Linien, um den Förderkaderspielern noch zu weiteren Einsätzen zu verhelfen. Nun war der Wille dieses Spiel gewinnen zu wollen, auch in den Gesichtern der Spieler zu sehen. Da der Gegner aber den Braten gerochen hatte und merkte, dass diese Aarauer heute zu schlagen sind, entwickelte sich ein Schlagabtausch. Nach einem Energieanfall brach auf der rechten Seite ein Oltner durch und erzielte den sehenswerten Führungstreffer. Mit dem Messer am Hals und einer kurzfristig einberufenen Linienumstellung versenkte Schibli zwei Minuten vor Schluss den Ball eiskalt im Netz. Es ging in die Verlängerung.

10 Minuten, effektiv gespielt. Der Wille den Zusatzpunkt mit nach Hause zu nehmen, war den Aarauern sogleich anzusehen und Bächli steckte den Frust über die verlorenen drei Punkte in den ersten Abschluss. Der im Torraum liegende Ball wurde vom genau richtig stehenden und heute super aufgelegten Brändli nach 25 gespielten Sekunden über die Torlinie gedrückt.

Die jungen Adler konnten heute über 40 Minuten nicht das Unihockey auf den Platz bringen, dass sie im Stande dazu wären und haben sich dies selbst zuzuschreiben. Weder konnte die technische Überlegenheit, die Spritzigkeit noch das schnelle Direktspiel jemals richtig aufgezogen werden. Die heute mitgereisten Förderkaderspieler machten ihren Job grösstenteils gut und konnten sich mit der Zeit besser in die Linien einfügen. Die Mannschaft hat heute aber auch unter Druck die Ruhe behalten und verdiente sich den Zusatzpunkt. Dies zeugt ein weiteres Mal von der Reife dieser Mannschaft. Sieg ist Sieg und die jungen Adler bleiben im Geschäft. Im Hinblick auf das letzte Vorrundenspiel gegen die Hauptstädter aus Bärn, muss die Mannschaft einen Weg finden, wieder mehr Abschlüsse aufs Tor zu bringen und weiter an der Effizienz im Abschluss arbeiten.

Team Aarau: Litterio; Gisi, Hächler, Kull (1/0), Bächli L. (0/1), Brenner; Bächli S., Schibli (2/0), Fries J., Brändli (1/1), Fellmann; Fries L., Gurtner, Röthlisberger, Hofer, Eichenberger; Lombardi.

Team Aarau ohne Walker und Meyer (verletzt), Drees (krank), Osuna (Privat).

Staff: Bütler, Corradini, Thut